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Brand vor Berliner Kita: Rauch, Ruß und die Sorge um das Wohl der Kinder

Am 21.05.2025 geriet in Berlin Oberschöneweide direkt vor einer Kita ein parkendes Auto in Brand. Die Flammen griffen auf ein weiteres Fahrzeug sowie drei umstehende Bäume über. Die Brandursache ist bislang unklar - die Folgen für die Kita jedoch erheblich.  

Am 21.05.2025 geriet in Berlin Oberschöneweide direkt vor einer Kita ein parkendes Auto in Brand. Die Flammen griffen auf ein weiteres Fahrzeug sowie drei umstehende Bäume über. Die Brandursache ist bislang unklar - die Folgen für die Kita jedoch erheblich.  

Betroffen ist eine Kita des Trägers Berliner Traumzauberland, Mitglied im VKMK - Der Kitaverband. Durch geöffnete Fenster drangen Rauch und Ruß in die Innenräume der Kita. Zwar gab es keine Verletzte, doch die Sorgen sind dennoch groß: “Wir machen uns natürlich Gedanken um das gesundheitliche Wohlbefinden der Kinder sowie unserer Kolleginnen und Kollegen, da nach wie vor die Gefahr besteht, Schadstoffe, ausgelöst durch den Brand, einzuatmen und gesundheitliche Folgen wie Husten, Reizungen im Hals oder belegte Schleimhäute davonzutragen.” erklärt Ulli Pietsch, Leiterin der Kita. 

Auch psychisch belastet das Ereignis Kinder wie Fachkräfte: “Wir spüren eine hohe psychische Anspannung. Viele Fragen sind noch offen und es herrscht Verunsicherung. Viele Kinder haben das Erlebte noch nicht vollständig verarbeitet - das Thema beschäftigt sie emotional sehr. Um diese Eindrücke aufzuarbeiten, ist intensive pädagogische Begleitung notwendig. Wir begleiten sie sensibel, stärken ihr Sicherheitsgefühl und geben Raum für Fragen, Sorgen und Gesprächen.” so Frau Pietsch weiter.   

Die Räume der Kita waren in der Folge zunächst nicht mehr nutzbar. Am Tag des Brandes musste der Betrieb kurzfristig in den Garten verlegt werden, anschließend blieb die Einrichtung für fünf Tage - drei Werktage und das folgende Wochenende - geschlossen. Inzwischen ist die Kita wieder geöffnet. Zahlreiche Spiel- und Einrichtungsmaterialien, Bücher, langjährig gepflegte Dokumentationen sowie persönliche Gegenstände von Kindern und Mitarbeitenden wurden durch den Rauch stark beschädigt oder vollständig zerstört und mussten entsorgt werden. 

Die Wiederaufnahme des pädagogischen Alltags stellt das Team vor große Herausforderungen: “Auch nach der Wiedereröffnung haben wir viele zusätzliche Aufgaben zu bewältigen.” berichtet Kitaleiterin Ulli Pietsch. “Wir koordinieren die Kommunikation mit Behörden, Versicherungen und Handwerksbetrieben. Wir müssen Wäsche reinigen, jedes einzelne Spielzeug, Böden, Decken, Fenster, Wände und Möbel. Gleichzeitig gilt es, Übergangslösungen zu schaffen, zerstörte Materialien zu ersetzen und die Kita im Grunde neu einzurichten.” Hinzu kommen viele Unsicherheiten: Es fehlen klare Orientierungshilfen seitens der Kita-Aufsicht, beispielsweise zu Anhaltspunkten oder Abläufen in solchen Krisensituationen. Auch bezüglich der Kostenübernahme durch die Versicherung herrschte lange Unklarheit. Nun hat sie in dieser Woche der Übernahme der Kosten für das entsorgte Inventar zugestimmt. 

Gleichzeitig ist es der Kita ein großes Anliegen, den Kindern trotz der schwierigen Umstände einen stabilen und liebevollen Alltag zu ermöglichen. “Auch das erfordert viel Kraft, Flexibilität und zusätzliche Arbeit", betont Kita-Leiterin Ulli Pietsch. “Wir sind sehr dankbar, dass das gesamte Team mit großem persönlichen Einsatz weit über die reguläre pädagogische Arbeit hinausgeht - oft auch über die eigentliche Arbeitszeit hinaus.” Auch der Träger hat schnell und unbürokratisch reagiert: “Er war sofort ansprechbar, kam zur Beratung vor Ort und beauftragte umgehend eine Firma für die Brandsanierung.” Eine weitere wichtige Stütze ist die Elternschaft: “Das Verständnis, die Geduld und die Unterstützung der Familien bedeuten für uns eine große Erleichterung”, so Frau Pietsch.

Auch der VKMK - Der Kitaverband zeigt sich bestürzt über das Geschehene. Nachdem der Verband durch sein Mitglied Berliner Traumzauberland über den Vorfall informiert wurde, äußert sich Geschäftsführer Lars Békési: “Die Auswirkungen eines solchen Ereignisses sind nicht zu unterschätzen - weder für die Kinder noch für die Eltern, unsere Pädagoginnen und Pädagogen sowie den Träger. Wir wünschen allen Betroffenen viel Kraft und stehen ihnen in dieser herausfordernden Zeit zur Seite.”

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Kita 2.0 - Digitales Update, reales Chaos

Die modernisierte Software ISBJ-KiTa der Berliner Jugendhilfe wurde Ende Juni neu ausgerollt. Das System ist für Jugendämter und Kita-Träger in Berlin verpflichtend und bildet zentrale Prozesse ab - von der An- und Abmeldung von Kindern in Kitas über die Beantragung und Abrechnung von Kita-Gutscheinen bis hin zur monatlichen Trägerabrechnung. Aktuell zeigt sich jedoch, dass die Software erhebliche Funktionsstörungen aufweist. Besonders betroffen ist die Vergabe und Bearbeitung von Kita-Gutscheinen: Berlinweit kommt es zu gravierenden Problemen und Verzögerungen, die Eltern, Kinder, Jugendämter und Kita-Träger vor erhebliche Herausforderungen stellen. 

Die modernisierte Software ISBJ-KiTa der Berliner Jugendhilfe wurde Ende Juni neu ausgerollt. Das System ist für Jugendämter und Kita-Träger in Berlin verpflichtend und bildet zentrale Prozesse ab - von der An- und Abmeldung von Kindern in Kitas über die Beantragung und Abrechnung von Kita-Gutscheinen bis hin zur monatlichen Trägerabrechnung. Aktuell zeigt sich jedoch, dass die Software erhebliche Funktionsstörungen aufweist. Besonders betroffen ist die Vergabe und Bearbeitung von Kita-Gutscheinen: Berlinweit kommt es zu gravierenden Problemen und Verzögerungen, die Eltern, Kinder, Jugendämter und Kita-Träger vor erhebliche Herausforderungen stellen. 

Die massiven Probleme mit der ISBJ-Software sind nicht neu: Bereits seit März 2023 dokumentieren die Mitglieder des VKMK - Der Kitaverband regelmäßig Störungen und Unstimmigkeiten im System, wie etwa fehlerhafte Abrechnungen, und melden diese an die Senatsverwaltung. Doch bislang trafen die Auswirkungen primär die Kita-Träger. Mit dem jüngsten Update weiten sich die Probleme jedoch nun auch auf Eltern, Kinder und Jugendämter aus - eine Entwicklung, die aus Sicht des Verbandes besonders alarmierend ist. “Dass sich die Fehler trotz aufwändiger Modernisierung weiter verschärfen, ist ein fatales Signal.” macht Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, deutlich.

Schon seit Langem kämpfen die Jugendämter in mehreren Berliner Bezirken mit Personalmangel - bei gleichzeitig hoher Arbeitsbelastung. Die aktuellen Einschränkungen im ISBJ-System treffen sie daher besonders hart. Gleichzeitig stehen viele Eltern nun vor der Frage, ob und wie sie ihre Kinder ohne Gutschein überhaupt in einer Kita anmelden können. “Jetzt trifft das Problem, welches unsere Träger schon seit Jahren erleiden und ertragen dürfen, auch Jugendämter und Eltern. Es entstehen unnötige Mehrbelastungen an allen Stellen, die vermeidbar wären, wenn das ISBJ technisch zuverlässig funktionieren würde.” so Lars Békési. Zur Einordnung der Ursachen ergänzt Békési: “Man muss sich das ISBJ vorstellen wie ein Einfamilienhaus, das vor über 20 Jahren gebaut wurde. Im Laufe der Zeit wurde immer wieder etwas Neues angebaut - um es zu verbessern, aber oft ohne Plan und manchmal mit wechselnden Verantwortlichen. Heute ist das Haus so verwinkelt und unübersichtlich, dass kaum noch jemand weiß, wo man eingreifen kann, ohne dabei an anderer Stelle Schaden anzurichten. ” 

Auch Kita-Träger sind weiterhin und zunehmend massiv von den Störungen betroffen. Die Mitglieder des VKMK berichten von fehlerhaften Abrechnungen, verursacht durch falsche oder unvollständige Daten im System. Zusätzlich geraten viele Träger unter finanziellen Druck: Ohne ausgestellte Gutscheine erhalten sie keine Zahlungen vom Land Berlin und müssen in Vorleistung gehen - ohne Klarheit, wann eine Refinanzierung erfolgt. “Trotz dieser Herausforderungen ist es wichtig, dass Eltern wissen: Unsere Kita-Träger stehen weiterhin zuverlässig an der Seite der Familien. Auch ohne aktuell gültigen Kita-Gutschein werden Kinder aufgenommen - denn das Wohl der Kinder steht für uns an erster Stelle und sie können am wenigsten für eine nicht funktionierende Software.” unterstreicht Lars Békési.

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Weltkindertag überschattet von Ver.di: Kommunale Kitas stehen vor unbefristetem Streik

Heute hat die Gewerkschaft Ver.di das Ergebnis der Urabstimmung zum geplanten Erzwingungsstreik an den kommunalen Kitas veröffentlicht. Statt der angestrebten 75 Prozent sprachen sich ganze 91,7 Prozent für einen unbefristeten Streik aus. Sollte es in den kommenden Tagen zu keiner Einigung mit dem Berliner Senat über den geforderten Entlastungstarifvertrag kommen, werden die Beschäftigten der kommunalen Kitas in Berlin ab dem 30. September in den Erzwingungsstreik treten.

Heute hat die Gewerkschaft Ver.di das Ergebnis der Urabstimmung zum geplanten Erzwingungsstreik an den kommunalen Kitas veröffentlicht. Statt der angestrebten 75 Prozent sprachen sich ganze 91,7 Prozent für einen unbefristeten Streik aus. Sollte es in den kommenden Tagen zu keiner Einigung mit dem Berliner Senat über den geforderten Entlastungstarifvertrag kommen, werden die Beschäftigten der kommunalen Kitas in Berlin ab dem 30. September in den Erzwingungsstreik treten.

Dass dieses Abstimmungsergebnis ausgerechnet am Weltkindertag verkündet wurde, empfindet der Kitaverband VKMK als äußerst unglücklich. „Der heutige Tag sollte ganz im Zeichen unserer Kinder stehen. Doch Ver.di überschattet mit dem klaren Votum für einen Erzwingungsstreik – und damit gegen eine stabile, verlässliche Bildung und Betreuung der Kinder – diesen besonderen Anlass."“, so Lars Békési, Geschäftsführer des Verbandes. 

Das Ergebnis der Urabstimmung steht nicht nur im klaren Widerspruch zum heutigen Weltkindertag, sondern auch zu dem Motto, unter welchem dieser steht: “Mit Kinderrechten in die Zukunft”. Zu diesen Rechten, die in der UN-Kinderrechtskonvention verankert sind, zählt auch das grundlegende Recht auf Bildung. Ein unbefristeter Streik der kommunalen Kitas würde jedoch genau dieses Recht für die betroffenen Kinder einschränken und ihre Bildungschancen damit gefährden. Sollte der Streik wie angekündigt beginnen, wird es für viele Kinder in Berlin deutlich schwieriger, ihr Recht auf Bildung in den kommunalen Kitas wahrzunehmen. „Es ist paradox, dass an einem Tag, der Kinder und ihre Rechte in den Mittelpunkt stellt, eine Maßnahme beschlossen wird, die genau diametral dem entgegengesetzt ist.“, kritisiert Békési.

Leidtragende des bevorstehenden unbefristeten Streiks werden somit primär Eltern und Kinder sein. Nicht ohne Grund haben schon jetzt mehrere hundert Eltern ihre Kinder von den kommunalen Kitas abgemeldet. Mit diesem Ergebnis wird sich die Situation nun vermutlich noch weiter zuspitzen, da sich Eltern nicht mehr darauf verlassen können, dass ihre Kinder ihr Recht auf Betreuung und Förderung in den kommunalen Kitas antreten können.

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Verdi-Streiks bedrohen Einheitlichkeit der Kita-Finanzierung – VKMK fordert realistische Lösungen

Die Verdi-Streiks in den kommunalen Kitas spitzen sich zu. Unmittelbar vor der Urabstimmung zum Erzwingungsstreik am 19. September fordern die Gewerkschaftsmitglieder auch weiterhin einen eigenen Tarifvertrag zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte in Berliner Eigenbetrieben. Die negativen Auswirkungen der Warnstreiks sind bereits heute spürbar: Hunderte Kinder besuchen aufgrund der unsicheren Betreuungssituation in diesem Kita-Jahr nicht mehr die kommunalen Einrichtungen.

Die Verdi-Streiks in den kommunalen Kitas spitzen sich zu. Unmittelbar vor der Urabstimmung zum Erzwingungsstreik am 19. September fordern die Gewerkschaftsmitglieder auch weiterhin einen eigenen Tarifvertrag zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte in Berliner Eigenbetrieben. Die negativen Auswirkungen der Warnstreiks sind bereits heute spürbar: Hunderte Kinder besuchen aufgrund der unsicheren Betreuungssituation in diesem Kita-Jahr nicht mehr die kommunalen Einrichtungen.

Der Kitaverband VKMK äußert sein zunehmendes Unverständnis angesichts der Streiks. „Das Berliner Finanzierungssystem über die Rahmenvereinbarung (RV-Tag) sorgt für Einheitlichkeit zwischen kommunalen, freien und wohlfahrtlichen Trägern. Verdi riskiert mit seiner Forderung eine gefährliche Spaltung dieser Struktur“, erklärt Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK. Zudem warnt er vor möglichen Konsequenzen: Ein separater Tarifvertrag wird  Berlin erneut aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) drängen. Diese Mitgliedschaft sollte nicht leichtfertig durch Verdi aufs Spiel gesetzt werden. 

Békési betont außerdem, dass kommunale Kitas Eigenbetriebe des Landes Berlin sind. „Die Forderungen von Verdi sind in diesem Kontext unverständlich, da Eigenbetriebe im Gegensatz zu der Rechtsform von öffentlichen Körperschaften keine unabhängigen Entscheidungen treffen können,“ so Békési weiter.

Grundsätzlich unterstützt der VKMK die Forderungen nach Entlastung des pädagogischen Personals, lehnt jedoch den von Verdi eingeschlagenen Weg ab.  Krankentage, Fortbildung und Urlaub müssen im Personalschlüssel und dessen Finanzierung berücksichtigt werden, um alle Berliner Kitas zu entlasten. “Ein separater Tarifvertrag, der nur 12 % der Berliner Kitaplätze betrifft, wäre keine langfristige Lösung“, erklärt Békési. Der Kitaverband sieht die anstehenden Verhandlungen zur Rahmenvereinbarung („Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen“) als den einzig richtigen Ort, um die berechtigten Anliegen der Fachkräfte umfassend zu regeln – sowohl für freie als auch kommunale Träger.

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Neue Studie zeigt: Kita-Personal leidet unter besonders hohen Fehlzeiten – VKMK fordert Maßnahmen

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Krankenversicherung DAK offenbart neue Zahlen zu krankheitsbedingten Ausfällen im Kita-Personal. Demnach sind die Ausfallzeiten in dieser Berufsgruppe im Vergleich zu anderen Berufsgruppen deutlich höher. Besonders besorgniserregend sieht die Situation in Berlin aus: Hier liegt die durchschnittliche Zahl der krankheitsbedingten Fehltage bei 35,7 Tagen pro Jahr.

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Krankenversicherung DAK offenbart neue Zahlen zu krankheitsbedingten Ausfällen im Kita-Personal. Demnach sind die Ausfallzeiten in dieser Berufsgruppe im Vergleich zu anderen Berufsgruppen deutlich höher. Besonders besorgniserregend sieht die Situation in Berlin aus: Hier liegt die durchschnittliche Zahl der krankheitsbedingten Fehltage bei 35,7 Tagen pro Jahr. Das sind 15,3 Tage mehr als im Durchschnitt anderer Berufsgruppen und 6,1 Tage mehr als im bundesweiten Durchschnitt des Kita-Personals. Diese Zahlen verdeutlichen eine Entwicklung im Kita-Bereich, insbesondere in der Hauptstadt, welche auch der Kita-Verband VKMK seit geraumer Zeit intern bei seinen Mitgliedern beobachtet. 

Mitglieder des VKMK berichten insbesondere von einem drastischen Anstieg der Atmenwegsinfektionen im Vergleich zu den Vorjahren. Diese Beobachtung wird durch die Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt, in welcher Atemwegsinfektionen als häufigste Ursache für krankheitsbedingte Ausfalltage identifiziert wurden. Die zweithäufigste Ursache sind laut Studie psychische Erkrankungen. In Berlin machen diese 20,5% aller krankheitsbedingten Fehltage im Kita-Personal aus. In einem Interview mit dem rbb Inforadio erklärt Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, dass dieser Trend unter anderem auf eine Vielzahl von zunehmenden Belastungen zurückzuführen ist, die in der Metropole Berlin besonders stark zusammenwirken, darunter sozioökonomisch schwache Herkunft, mangelnde Deutschkenntnisse und ein allgemeiner Anstieg an Verhaltensauffälligkeiten vieler Kinder.

Die neue Studie bestätigt die internen Beobachtungen des VKMK. Auch die Schlussfolgerung der Bertelsmann-Stiftung, dass die bereits ungünstigen Rahmenbedingungen im Kita-Bereich maßgeblich zu den erhöhten Fehlzeiten beitragen, teilt der Verband. „Wir befinden uns in einem klassischen Kreislauf“, so Békési. „Die hohe Arbeitsbelastung führt zu mehr Ausfällen, die wiederum die Belastung des verbleibenden Personals weiter erhöhen.“ Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, fordert der VKMK dringend Maßnahmen. „Eine Entlastung der Pädagoginnen und Pädagogen muss durch zusätzliches Personal, wie kaufmännische Verwaltungskräfte und unterstützendes Personal, erfolgen“, betont Békési, “Langfristig muss die Personalausstattung auf 120 % angehoben werden, um sicherzustellen, dass Kitas ausreichend personelle Kapazitäten haben, um Ausfälle zu kompensieren, ohne die Belastung der Fachkräfte weiter zu erhöhen.” Trotz der aktuellen Herausforderungen blickt Békési optimistisch in die Zukunft: „Wenn es uns gelingt, diese bereits bekannten Stellschrauben zu justieren, können wir unsere Pädagoginnen und Pädagogen deutlich entlasten und ihnen attraktivere Arbeitsbedingungen bieten. Dies würde nicht nur die derzeitige Situation entschärfen, sondern auch dazu beitragen, zukünftige Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu sichern.“

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Kita-Streiks in Berlin: Verdi-Forderungen könnten System zerspalten

Die von der Gewerkschaft Verdi initiierten Streiks an den Kita-Eigenbetrieben in Berlin gehen nun in die dritte Woche. Verdi möchte mit diesen Streiks einen gesonderten Tarifvertrag für die kommunalen Kitas erreichen, parallel zu dem bereits bestehenden Tarifvertrag TV-L. Dieser eigenständige Tarifvertrag soll unter anderem einen verbesserten Personalschlüssel durch kleinere Gruppengrößen und einen Ausgleich für die hohe Belastung des pädagogischen Fachpersonals in den kommunalen Kitas Berlins beinhalten.

Die von der Gewerkschaft Verdi initiierten Streiks an den Kita-Eigenbetrieben in Berlin gehen nun in die dritte Woche. Verdi möchte mit diesen Streiks einen gesonderten Tarifvertrag für die kommunalen Kitas erreichen, parallel zu dem bereits bestehenden Tarifvertrag TV-L. Dieser eigenständige Tarifvertrag soll unter anderem einen verbesserten Personalschlüssel durch kleinere Gruppengrößen und einen Ausgleich für die hohe Belastung des pädagogischen Fachpersonals in den kommunalen Kitas Berlins beinhalten.

Während diese Forderungen auf den ersten Blick begründet und lobenswert erscheinen, wird auf den zweiten Blick die sehr einseitige und oberflächliche Vorgehensweise von Verdi deutlich. Ein separater Tarifvertrag würde zu einer Spaltung innerhalb des Berliner Kita-Systems und zur Benachteiligung andere Kitaträger führen. Lars Békési, Geschäftsführer des Kitaverbands VKMK, erklärt: “Der Personalmangel und die hohe Belastung betreffen nicht nur die kommunalen Kitas in Berlin, sondern eine Vielzahl von Kindertagesstätten, die jedoch bei den Forderungen Verdis vergessen werden.” Zudem lässt Verdi die rechtlichen Grundlagen, welche die Personalausstattung in Kitas regeln, außer Acht: Berlin ist Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und kann somit keine eigenständigen Tarifverträge für kommunale Kitabetriebe abschließen. Darüber hinaus ist der Personalschlüssel nicht Bestandteil des Tarifvertrags, sondern separat geregelt in §11 des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG). “Verdi ignoriert somit die rechtlichen und systemischen Rahmenbedingungen des Kita-Systems in Berlin. Gruppengröße und Personalausstattung können nicht, wie Verdi fordert, im Tarifvertrag geregelt werden, da dies nicht mit dem bestehenden Recht vereinbar ist und unser einheitliches System auseinanderdividieren würde.”, so Békési. Weiterhin warnt er: “Die sehr einseitigen Forderungen, die auf eine Spaltung zwischen den Kita-Eigenbetriebe und den Kitas freier Träger abzielen, werden zu Lasten des sozialen Friedens und der Stabilität und Qualität der Bildung und Betreuung unserer Jüngsten gehen.”

Der VKMK beobachtet den Streik nun seit knapp drei Wochen mit zunehmendem Unverständnis und appelliert an Verdi, realistische und rechtlich fundierte Lösungen zu erarbeiten, die das gesamte Kita-System verbessern und nicht den Großteil der Kita-Betriebe und damit auch den Großteil der Kinder und des Fachpersonals übersieht.

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10 Jahre VKMK – Fragen und Antworten an die Gründerin Frau Dr. Gabriela Pfändner-Morrice

Vor zehn Jahren gründete Frau Dr. Gabriela Pfändner-Morrice den Verband kleiner und mittelgroßer Kitaträger (VKMK), um eine starke Stimme für kleine und mittelgroße Träger der freien Jugendhilfe in Berlin zu schaffen. Im Interview spricht Frau Dr. Pfändner-Morrice über die Gründe für die Gründung, die Ziele und Visionen sowie die Entwicklungen und Erfolge des VKMK in den letzten zehn Jahren.

Vor zehn Jahren gründete Frau Dr. Gabriela Pfändner-Morrice den Verband kleiner und mittelgroßer Kitaträger (VKMK), um eine starke Stimme für kleine und mittelgroße Träger der freien Jugendhilfe in Berlin zu schaffen. In einem spannenden Interview gibt sie Einblicke in die Entstehungsgeschichte des VKMK, die Herausforderungen und Erfolge der letzten Dekade sowie ihre persönlichen Visionen für die Zukunft.

VKMK: Warum hast Du Dich vor 10 Jahren entschieden, den VKMK zu gründen?

Gabriela Pfändner-Morrice: Zunächst – wie kam es zu diesem Namen: Wir haben dem Verband diesen Namen gegeben nach dem Vorbild des Verbandes der KMU – der Vertretung kleiner und mittlerer Wirtschaftsunternehmen -, die bis zu 250 Mitarbeiter haben. Die Gründungshistorie des VKMK beginnt mit der Anregung der damaligen Ansprechpartnerin der GLS Bank, ein Netzwerk mit anderen kleinen und mittelgroßen Trägern der freien Jugendhilfe zu gründen zwecks Erfahrungsaustausch in Bezug auf Organisation, Verwaltung und Themen, die sich aus der RV-Tag und den Anforderungen des Senats ergaben. Dieses Netzwerk mit dem Namen NIKI gründete ich zusammen mit einigen anderen GLS Kunden dieses Bereichs bereits im Jahre 2011. Mit der Sozietät „Die Kitarechtler“, ebenfalls aus diesem Netzwerk, entstand dann die Idee zur Gründung eines Verbandes zur Vertretung der kleinen und mittleren Kitaträger. In meiner täglichen Arbeit war ich immer wieder darauf gestoßen, dass in Berlin eine Vertretung der kleinen und mittleren Träger der freien Jugendhilfe in Politik und der Verwaltung fehlte mit den entsprechenden Auswirkungen. Diese Betriebsgrößen im Kitabereich hatten bislang weder durch den DaKs noch durch die großen Träger wie Fröbel oder den Paritätischen Wohlfahrtsverband eine Stimme im politischen Geschehen. Wir waren von der Größe zu klein für die Paritätischen und zu groß für den DaKs. Die Belange und Besonderheiten dieser Träger fanden insofern keinerlei Berücksichtigung in allen Verhandlungen zwischen den bisherigen Kitaverbänden und dem Senat. Ich hatte als kleiner Kitaträger der freien Jugendhilfe begonnen, aber ich hatte die Vision zu wachsen und mittelgroß zu werden und damit im Bezirk den Eltern und Kindern mehr als nur die ersten 30 Plätze anbieten zu können. Es war mein Anliegen, in den Behörden und in der Politik den Blick zu schärfen für Bedingungen dieser Träger und damit auch den Ausbau der Kitaplätze zu stützen. Die kleinen und mittleren, oftmals aus zunächst aus eigenem Bedarf gegründeten, inhaberinitiierten Unternehmungen, die sich damals in einer bis dahin seltener genutzten Rechtsform der gemeinnützigen GmbH gründeten, brauchten eine Stimme. Denn die bislang häufig genutzte Rechtsform des Vereins war auf Dauer nicht geeignet, um die für einen Ausbau der dringend benötigten Kitaplatz-Kapazitäten notwendige Kontinuität und Stabilität zu gewährleisten.23.04.2024

VKMK: Welche Visionen und Ziele hattest Du bei der Gründung des VKMK im Sinn?

Gabriela Pfändner-Morrice: Am 31.10.2013 fand die Ursprungsversammlung zur Gründung des Verbandes statt mit dem Ziel, den kleinen und mittleren Trägergruppen mit ihren größenspezifischen Themen und Konstellationen Gehör zu verschaffen bei der Aushandlung der Verordnungen der RV-Tag zwischen dem Senat, dem DaKs und den großen Wohlfahrtsverbänden. Insbesondere ging es darum, diesen Kleinen und Mittelgroßen Trägern einen Platz an dem sogenannten „Runden Tisch“ zu verschaffen.

VKMK: Welche Veränderungen oder Verbesserungen hast Du durch die Gründung angestrebt?

Gabriela Pfändner-Morrice: In den RV-Tag Verhandlungen waren die spezifischen Erfordernisse einer gemeinnützigen GmbH bis dahin nicht vertreten worden. Die besonderen Notwendigkeiten der kleinen und mittleren Träger der freien Jugendhilfe sind auch finanzieller Natur. Es ging und geht um die Verbesserung der Finanzierung insbesondere der Personal- und Sachkostenpauschale. Die Mieten für Räumlichkeiten am freien Markt steigen unaufhörlich, ebenso steigen die Gehaltserwartungen der Mitarbeiter auf Grund der Knappheit an Fachkräften am Markt. Im Wettbewerb mit den Eigenbetrieben, die oftmals in städtischen Immobilien tätig sind, müssen die Freien Träger in unserer Größenordnung den sich verändernden Verhältnissen stellen und den Betreuungsauftrag in einem immer schwieriger werdenden finanziellen und personellen Umfeld erfüllen.

VKMK: Wie bewertest Du heute, nach 10 Jahren, Dein persönliches und kollektives Wirken?

Gabriela Pfändner-Morrice: Mit dieser Initialzündung von damals sind inzwischen feste Netzwerke entstanden zwischen den Trägern, die die Kitalandschaft in Berlin extrem bereichern: Mit Konzepten einer Klangschalenpädagogik, bilinguale Kitas in verschiedenen Sprachen, Bewegung, vegan…… Der Austausch läuft exzellent und gerade in der Corona-Krise hat sich ein großer Zusammenhalt gezeigt. Die gegenseitige Unterstützung wirkt bis heute nach.

VKMK: Inwiefern haben sich die ursprünglichen Ziele des VKMK aus Deiner Sicht in dieser Zeit verwirklicht?

Gabriela Pfändner-Morrice: Wir werden in Zukunft mit am Runden Tisch vertreten sein und damit haben sich meine Ziele hundertprozentig verwirklicht.

VKMK: Wie empfindest Du die Entwicklung des VKMK seit seiner Gründung bis heute?

Gabriela Pfändner-Morrice: Der Verband hat eine ausgezeichnete Entwicklung innerhalb der bestehenden Konstellation zwischen alteingesessenem Paritätischen Wohlfahrtsverband und DaKS genommen. Das Mitgliederwachstum und die Verfestigung der Kontakte zum Senat haben die Erwartungen übertroffen. Durch die sehr kompetente Geschäftsführung ist es gelungen, eine Wissensbasis aufzubauen, die exakt auf gemeinnützige GmbHs zugeschnitten ist.

VKMK: Welche Rolle hat der VKMK in Deinem persönlichen und beruflichen Leben gespielt?

Gabriela Pfändner-Morrice: Anfangs mit viel Enthusiasmus gestartet, hat es doch viel Zeiteinsatz und mentale Kraft erfordert, diese Grundstruktur aufzubauen. Ich kann bis heute aus dem angesammelten Wissensschatz für meinen täglichen Informationsbedarf schöpfen.

VKMK: Was bedeutet für Dich die Zusammenarbeit und das Engagement im VKMK?

Gabriela Pfändner-Morrice: Zu einigen Trägern sind persönliche und freundschaftliche Bande entstanden mit viel Austausch und gegenseitiger Unterstützung. Das ist mir sehr viel wert.

VKMK: Welche Hoffnungen und Erwartungen hast Du für die Zukunft des VKMK?

Gabriela Pfändner-Morrice: Durch den Platz am Runden Tisch werden wir den Beitrag, den die kleinen und mittelgroßen Träger zur Kitalandschaft in Berlin leisten, noch weiter stärken und auf eine noch solidere Grundlage stellen. Damit in Zukunft die angebotenen Kitaplätze in Berlin erhalten und in aller Vielfalt auch noch ausgebaut werden können.

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Finanzsenator plant Gehaltserhöhung für Landesbeamte und Kita-Pädagogen:innen weiterhin ohne Hauptstadtzulage

Finanzsenator Stefan Evers (CDU) plant, den Tarifabschluss für Landesbeschäftigte (TV-L) vom Dezember 2023 auf die rund 58.000 Beamten des Landes Berlin zu übertragen. „Es geht um die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, erklärte Evers am Mittwoch. „Attraktive Arbeitsbedingungen und eine wettbewerbsfähige Besoldung sind ein Schlüssel dafür.“ Der VKMK  kann das Bestreben nach besseren finanziellen Rahmenbedingungen für die Landesbediensteten nachvollziehen. Er weist jedoch darauf hin, dass der Tarifvertrag (TV-L) und die darin fest verankerte Hauptstadtzulage auch für die Pädagogen:innen in den Berliner Kitas ausgehandelt wurden.

Finanzsenator Stefan Evers (CDU) plant, den Tarifabschluss für Landesbeschäftigte (TV-L) vom Dezember 2023 auf die rund 58.000 Beamten des Landes Berlin zu übertragen. „Es geht um die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, erklärte Evers am Mittwoch. „Attraktive Arbeitsbedingungen und eine wettbewerbsfähige Besoldung sind ein Schlüssel dafür.“

Der VKMK  kann das Bestreben nach besseren finanziellen Rahmenbedingungen für die Landesbediensteten nachvollziehen. Er weist jedoch darauf hin, dass der Tarifvertrag (TV-L) und die darin fest verankerte Hauptstadtzulage auch für die Pädagogen:innen in den Berliner Kitas ausgehandelt wurden. Diese erleben jedoch weiterhin eine erhebliche Ungleichbehandlung, da ihnen die Hauptstadtzulage in Höhe von 150 Euro (brutto) monatlich vorenthalten wird. Den Pädagogen:innen wurde vom Berliner Senat die Hauptstadtzulage versprochen. Seit Februar versucht der Senat jedoch mit dem Hinweis, „es fänden aktuell redaktionelle Nachverhandlungen der Tarifpartner statt“, dieses Versprechen zu umgehen.

Seit 2020 nimmt das Land Berlin bewusst eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der knapp 30.000 Beschäftigten bei den freien Trägern in Kauf, die mit dem aktuellen Tarifabschluss vom Dezember 2023 eigentlich beendet sein sollte. Dennoch deuten Senatsmitglieder seit Monaten an, dass im Haushalt kein Geld mehr für die Erfüllung des Versprechens zur Verfügung stünde. Angesichts dessen, dass 89% aller Berliner Kitas von freien Trägern betrieben werden, ist dieses „Zweierlei Maß“ nicht nachvollziehbar.

Der VKMK fordert daher die politischen Verantwortlichen dringend auf, ihr Versprechen einzulösen und die Hauptstadtzulage auch den Beschäftigten freier Träger auszuzahlen. „Sollte diese Ungleichbehandlung weiterhin bestehen bleiben, verliert der CDU-geführte Senat nicht nur seine Glaubwürdigkeit, sondern verursacht auch eine zunehmende Not bei den Pädagogen:innen. Vor allem wird er sich den Unmut der Berliner Wirtschaft und der Eltern zuziehen, die um die Zuverlässigkeit der frühkindlichen Bildung und Betreuung bangen müssen. Wenn der Finanzsenator zurecht die Rahmenbedingungen für die Berliner Landesbeamten verbessern will, muss er zugleich sein Wort halten und die Hauptstadtzulage an alle Berliner Pädagogen: innen in den Kitas auszahlen“, betont eindringlich VKMK-Geschäftsführer Lars Békési.

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Lebendige Vielfalt: Einblick in die Welt des 'Kleinen Fratz' und die Kraft der kulturellen Diversität in der frühkindlichen Bildung

Am Tag der kulturellen Vielfalt hatten wir das Vergnügen, mit Grit Nierich zu sprechen, der Geschäftsführerin des Kita-Trägers "Kleiner Fratz" in Berlin. In unserem Gespräch tauchten wir ein in die faszinierende Welt der gelebten kulturellen Vielfalt innerhalb ihrer Einrichtungen. Dabei erklärte sie nicht nur, wie sie in den Kitas aktiv die kulturelle Diversität fördern, sondern auch, wie sie Sensibilität im Umgang damit kultivieren und mit den Herausforderungen umgehen, die sich möglicherweise ergeben können. Grits Worte sind durchdrungen von einer tiefen Überzeugung und Leidenschaft für dieses Thema, die sich tagtäglich in den Kitas manifestieren. Insbesondere für Kinder kann gelebte kulturelle Vielfalt eine große Bereicherung sein.

Am Tag der kulturellen Vielfalt hatten wir das Vergnügen, mit Grit Nierich zu sprechen, der Geschäftsführerin des Kita-Trägers "Kleiner Fratz" in Berlin. In unserem Gespräch tauchten wir ein in die faszinierende Welt der gelebten kulturellen Vielfalt innerhalb ihrer Einrichtungen. Dabei erklärte sie nicht nur, wie sie in den Kitas aktiv die kulturelle Diversität fördern, sondern auch, wie sie Sensibilität im Umgang damit kultivieren und mit den Herausforderungen umgehen, die sich möglicherweise ergeben können. Grits Worte sind durchdrungen von einer tiefen Überzeugung und Leidenschaft für dieses Thema, die sich tagtäglich in den Kitas manifestieren. Insbesondere für Kinder kann gelebte kulturelle Vielfalt eine große Bereicherung sein. Durch den Kontakt mit unterschiedlichen Kulturen und Traditionen erfahren die Kinder eine Bereicherung für ihren Intellekt und gleichzeitig wird ihre Toleranz gefördert. "Kulturelle Vielfalt macht das Denken weit," erklärt Nierich. Ein zentrales Anliegen beim Kleinen Fratz ist es, Kindern von Anfang an Toleranz und Empathie zu vermitteln. "Kinder gehen unbefangen miteinander um und haben noch keine Klischees," fährt Nierich fort. Die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte sei es, diese unvoreingenommene Haltung zu unterstützen und Klischees abzubauen. 

Die Vielfalt im Team beim Kleinen Fratz

Die multikulturelle Zusammensetzung der Teams ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit bei "Kleiner Fratz". "Unsere Teams sind so weit wie möglich multikulturell aufgestellt," erklärt Nierich. Dieser Ansatz entstand aus Wertschätzung und Toleranz gegenüber den Menschen selbst. "Wichtig ist uns der Mensch, und so sind wir multikulturell geworden, ohne dass es unsere Absicht war." Diese unbewusste Entwicklung spiegelt sich auch in der Verwaltung wider, die ebenfalls multikulturell aufgestellt ist. Die Herausforderung besteht darin, eine ausgewogene Mischung in den Teams all ihrer Kitas in Berlin zu gewährleisten, damit Kinder vielfältige Perspektiven kennenlernen. "Es ist uns wichtig, dass Kinder verschiedene Kulturen kennenlernen und nicht nur in ihren eigenen gefangen bleiben," betont Nierich. 

Über Grenzen hinaus: Interkultureller Austausch und Weiterbildung

Um die Sensibilität der Mitarbeiter zu stärken, werden regelmäßige Weiterbildungen und internationale Besuche organisiert. "Wir waren bereits in verschiedenen Ländern wie Polen, der Ukraine, Nordirland, Chile, Frankreich, Costa Rica und Peru", erzählt Grit stolz. Bei den Besuchen in anderen Einrichtungen können wertvolle Erkenntnisse gewonnen und internationale Bildungsansätze in die eigenen Kitas integriert werden. "Es ist wichtig, über den Tellerrand zu schauen und von anderen Kulturen zu lernen."  betont sie. Auch bei Dingen, die auf den ersten Blick vielleicht unverständlich oder seltsam wirken, wird im Kleinen Fratz hinterfragt und diskutiert. "Wir wollen eine Sensibilisierung der Menschen für andere Werte erreichen. Wir wollen ihnen zeigen, dass nicht nur das eigene Wertgefühl zählt, sondern auch die anderen", erklärt Nierich. Anstatt über andere hinweg zu urteilen, wird der Austausch gesucht. Die Weiterbildungen des Kleinen Fratz reichen von Schulungen mit der Roma-Vereinigung Amaro Foro bis hin zu Fachtagen und Demonstrationen. "Wir schauen immer, wo Problemlagen liegen und gucken dann, welche Träger in diesen Bereichen Weiterbildungen anbieten", erklärt Nierich. Auf diese Weise stärken die pädagogischen Fachkräfte kontinuierlich ihre interkulturelle Kompetenz und erweitern ihren Horizont.

Ein Höhepunkt des interkulturellen Austauschs war die Zusammenarbeit mit einer Partnerkita in Cayamarca, Peru. "Was wir geschafft haben, ist, die Peruaner, unsere Partnerkita aus Cayamarca, nach Deutschland, nach Berlin zu holen," erzählt Nierich. "da haben wir Kost und Logis gestellt." Die Partnerkita ist Bestandteil der Städtepartnerschft Treptow/Köpenick-Cajamarca. Diese gegenseitigen Besuche haben zu einem intensiven Austausch von Wissen und Erfahrungen geführt. "Vier Kollegen sind jetzt nach Peru gereist und haben dort mitgearbeitet in den Einrichtungen. Sie sind richtig eingetaucht und konnten sehen, was die Peruaner aus dem gemacht haben, was sie aus Deutschland mitgenommen haben. Das war zum Beispiel das freie Spiel, das kannten sie nicht. Genauso wie Funktionsräume, die sie sich jetzt eingerichtet haben. Und genauso haben wir viel aus Peru mitgenommen. Das System ist dort sehr verschult. Lehrer sind in den Kitas mit den pädagogischen Fachkräften gleichgestellt. Dort bedeutet Kita wirklich Bildung." Trotz finanzieller Herausforderungen bemüht sich der Kleine Fratz weiterhin, den interkulturellen Austausch zu fördern. "Ich würde wahnsinnig gerne alle Erasmus-Länder hier zu uns nach Deutschland einladen", gesteht Nierich. "Wir versuchen es immer wieder, aber meistens fehlt es an finanziellen Mitteln, vor allem für die Flugtickets."

Der Kleine Fratz bei den Lakota

Eine besondere Inspiration für Nierichs pädagogische Arbeit ist ihre ehrenamtliche Tätigkeit für die Lakota: "Unser Engagement kommt ehrlicherweise durch unsere ehrenamtliche Arbeit im Reservat in Nordamerika, bei den indigenen Völkern," erklärt sie weiter. "Der Besuch vor Ort hat einfach die Augen geöffnet. Die Lebensbedingungen dort... und dann sitzt man hier in Deutschland und schimpft über irgendetwas. Man wird dadurch gut geerdet." Die ehrenamtliche Arbeit des Kleinen Fratz umfasst Besuche von Festen wie den Karl-May-Festspielen und Indianer- und Trapper-Festivals, wo sie indianischen Schmuck verkaufen und im wahrsten Sinne des Wortes für das Projekt trommeln, um Unterstützer und Spender zu finden. "Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für die Situation der indigenen Völker zu schärfen und ihre Traditionen zu unterstützen", erklärt Nierich. "Dort geht es wirklich um harte Lebensbedingungen, um Holz und Propan für den Winter, also eher um Überlebensbedingungen. Vielen Familien fehlt es von der Socke, über die Unterwäsche bis hin zur Mütze, einfach an allem. Es ist leider wirklich ein Dritte-Welt-Bereich in den USA." Sie und ihr Team setzen sich auch vor Ort in South Dakota für die Bedürfnisse der Gemeinden ein: "Wir sind auch vor Ort in South Dakota, so dass man sie direkt unterstützen kann." 

Überwindung von Herausforderungen und Förderung des Verständnisses

"Manchmal bedeutet kulturelle Vielfalt für mich aber auch einfach aushalten. Dass man diese aushalten muss, wenn man zwar die Hintergründe kennt, sich schon belesen hat, Weiterbildung gemacht hat, aber es trotzdem nicht versteht oder nicht in seinen Kontext hineinbringen kann", beginnt Grit Nierich nachdenklich. Sie beschreibt die Herausforderungen, die damit einhergehen, die Vielschichtigkeit verschiedener Kulturen zu verstehen und anzunehmen. Besonders in der Bildung können Hindernisse auftreten, die es zu überwinden gilt. Grit Nierich führt an, dass es manchmal schwierig sein könne, Entscheidungen zu akzeptieren, die sich negativ auf die Bildungschancen von Kindern auswirken. Sie erklärt: "Ich verstehe ganz einfach nicht, warum das Kind nicht in die Kita geschickt wird, obwohl es die deutsche Sprache noch nicht kann." Für Pädagogen kann es frustrierend sein, wenn andere Prioritäten gesetzt werden und dadurch die Bedeutung frühkindlicher Bildung vernachlässigt wird. Dennoch betont Grit, dass es wichtig sei, mit den Eltern zusammenzuarbeiten, um die Situation zu verbessern. "Wir arbeiten definitiv mit den Eltern daran, dass dieser Zustand nicht so bleibt", erklärt sie entschieden.

Um effektiv kommunizieren zu können, ist es für Grit von großer Bedeutung, die Hintergründe und Lebensumstände der Familien zu verstehen. Weiterbildungen spielen dabei eine zentrale Rolle. "Als erstes ist die Weiterbildung wichtig: Woher kommen diese Menschen, warum haben sie genau diese Rituale und Familienkonstellationen? Wie sehen diese überhaupt aus, wie leben sie in ihrer Gemeinschaft und wie leben sie innerhalb der Familie", erklärt sie. Durch dieses erweiterte Wissen kann sie auf Augenhöhe kommunizieren und den Dialog mit den Familien auf eine fundierte Basis stellen. Damit die entsprechenden Familien erreicht werden, hat der Kleine Fratz verschiedene Projekte initiiert, unter anderem für die Beratung von Familien aus Südosteuropa. Diese Projekte dienen als niederschwellige Anlaufstelle, um den Familien direkte und unkomplizierte Unterstützung zu bieten. "Wir schauen, dass wir die Familien unterstützen können, also gerade die Familie, die sonst nicht in der normalen Beratungsstelle ankommen", erklärt Grit. Darüber hinaus betreibt das Kleine Fratz ein Familienzentrum, in dem Familien von einem multikulturellen Team beraten werden können. Diese Projekte ermöglichen es den Familien, ihre Anliegen anzusprechen und Lösungen für ihre individuellen Herausforderungen zu finden.

Ein weiteres Thema, das im Kleinen Fratz sensibel behandelt wird, ist das Aufkommen von rechtem Gedankengut: "Rechtes Gedankengut haben wir auch manchmal in der Kita, über die Eltern," erläutert Nierich besorgt. Diese sensiblen Themen werden beim Kleinen Fratz intensiv behandelt:  "Das wird erst mal von den pädagogischen Fachkräften aufbereitet und dann wird mit den Kindern ins Gespräch gegangen," erklärt sie und betont die Bedeutung, solche Vorfälle nicht unbehandelt zu lassen. Ein zentraler Ansatz dafür ist die Nutzung von Literatur und die Schaffung von offenen Diskussionsräumen. "Der erste Weg ist, wo kommen wir denn alle her? Wir hängen eine Weltkarte auf und jeder schaut, ob er es weiß. Dann machen wir eine Pinnnadel dort rein und schauen, wie weit das von Berlin weg ist", beschreibt Grit. Dabei werden Fragen gestellt wie: Warst du schon einmal dort? Kommen deine Eltern von dort? Wie ist das Leben in anderen Ländern? Was sind typische Rituale und Feste dieses Landes? Durch spielerische Annäherungen an das Thema lernen die Kinder, die Vielfalt der Welt zu schätzen und kulturelle Unterschiede zu respektieren. "Für Kinder machen diese kleinen Unterschiede nichts am gemeinsamen Spielen oder Lernen aus. Es ist egal, wie du aussiehst, ob blaue Augen oder braune. Das Wichtigste ist, dass wir alle Menschen sind und miteinander spielen können.", betont Grit. Abschließend fasst sie es mit einer Weisheit der Lakota zusammen: "Wir sind alle miteinander verwandt."

Kulturelle Vielfalt als Bereicherung in der frühkindlichen Bildung 

Im Kleinen Fratz, wird kulturelle Vielfalt nicht nur gelebt, sondern auch als eine Bereicherung für die frühkindliche Bildung gesehen. Eine Besonderheit, die sich in einer Vielzahl von gesprochenen Sprachen widerspiegelt. "Durch die Bank bestimmt 30 Sprachen", schätzt Grit Nierich. "Das Spektrum reicht von europäischen Sprachen bis hin zu den verschiedensten Dialekten und Stammessprachen. Ich glaube, aus Europa ist alles vertreten bei uns. Dann die arabischen Sprachen, auch mit den ganz verschiedenen Ausrichtungen, von Hocharabisch bis zu allen anderen Kombinationen. Kinder mit afrikanischem Hintergrund sprechen oftmals Französisch, dann noch eine indigene Sprache oder Stammessprache, manchmal noch Englisch, also es gibt wirklich Kinder, die schon dreisprachig aufwachsen." Um diese Vielfalt zu unterstützen, werden im Kleinen Fratz verschiedene Ressourcen eingesetzt. So nutzen sie beispielsweise die Vorlese-App Polylino, um den Kindern Geschichten in ihrer Muttersprache zu präsentieren. "Das Kind, das jetzt Deutsch spricht, hört Arabisch und findet das total interessant und das Kind, das arabisch spricht, ist total stolz, dass jetzt in seiner Muttersprache vorgelesen wird.", beschreibt Grit. Diese Interaktionen zwischen den Kindern fördern eine Atmosphäre der Neugierde und Toleranz. Das Zusammensein mit Kindern aus unterschiedlichen Kulturen kann auch positive Auswirkungen auf den Erwerb weiterer Sprachen haben. "Ich kann mir vorstellen, dass es eine Offenheit gegenüber dem Erlernen anderer Sprachen gibt", erklärt Grit. "Weil man in der Kita schon sieht, dass es viele verschiedene Sprachen gibt, weil man vielleicht auch mit Kindern in der Kita war, die zweisprachig aufwachsen. So findet man vielleicht selbst einen Gefallen an der Vielfalt der Sprache und entwickelt eine höhere Bereitschaft, eine andere Sprache zu lernen."

Die kulturelle Vielfalt wirkt sich jedoch nicht nur auf den Erwerb von Sprachfähigkeiten aus, sondern hat auch Auswirkungen auf andere Bereiche der Bildung. So werden durch das Kennenlernen anderer Kulturen geographische und gesellschaftskundliche Kenntnisse gefördert: "Dann natürlich auch das Wissen über Geographie und Gesellschaftskunde. Dadurch, dass man viele andere Kinder aus anderen Ländern kennt, hat man vielleicht schon mal von Nigeria oder Peru gehört, weiß wo das in etwa liegt und was besonders für dieses Land ist. So entsteht eben eine Offenheit diesen Fächern gegenüber, weil sie keine fremden Themen anbringen. Man hat ja schon Berührungspunkte damit gehabt." betont Grit. Die Vielfalt in den Kitas bereitet Kinder auf neue soziale Umgebungen vor. "Wenn man schon die Toleranz aus der Kita mitbringt, kann man auch in der Schule eine große Toleranz beweisen, gegenüber den Mitschülern und den Lehrern." betont Grit.

Einen entscheidenden Beitrag zur Förderung der kulturellen Vielfalt leisten ausgewählte Materialien: "Spielzeug und Bücher nehmen mit die größte Rolle bei der Förderung der kulturellen Vielfalt ein, weil es genau die Dinge sind, womit die Kinder den ganzen Tag umgehen und womit sie lernen," erklärt Grit mit Nachdruck. "Beispielsweise wenn sie Familie spielen, in der Puppenecke mit Puppen, die verschiedene Hautfarben haben." Die Vielfalt in den Spielmaterialien und Büchern ermöglicht es den Kindern, verschiedene Kulturen optisch zu erkunden. "Am besten kann man das ja wirklich auch über Bücher vermitteln.” Die Auswahl an Literatur spielt eine entscheidende Rolle, um Kindern die Vielfalt der Welt näherzubringen. "Wichtig ist wirklich die Literatur und nicht nur vorzulesen, sondern über die Bücher zu sprechen," betont Grit. "Es gibt beispielsweise viele Bücher über Flucht, geschrieben für Kleine, für Dreijährige. Und diese Bücher beschreiben dann, was es mit Kindern macht, wenn sie in ein fremdes Land kommen, wenn sie feststellen, dass dort die Menschen alle anders aussehen und auch noch komisch sprechen. Solche Bücher sensibilisieren Kinder schon in frühen Jahren für die Hintergründe anderer Menschen."

Auch Eltern, deren Kinder eine kulturell vielfältige Kita besuchen, können viel aus dieser Erfahrung mitnehmen und lernen. "Wenn es darum geht, kulturelle Vielfalt im Kleinen Fratz zu leben und umzusetzen, reagieren die Eltern sehr positiv", berichtet Grit Nierich. Die Einbeziehung der Eltern bei Aktivitäten wie Festen, dem Vorlesen in ihrer Muttersprache oder dem Teilen traditioneller Gerichte wird von den Eltern begrüßt. Alle tragen dazu bei, dass diese Feste zu einem besonderen Erlebnis werden. Durch solche Veranstaltungen können Vorurteile abgebaut und das Verständnis füreinander gefördert werden. Selbst in Bezirken mit geringerer kultureller Vielfalt, wie beispielsweise Pankow, ist die Offenheit groß.

Von Erfahrungen lernen: Empfehlungen für Kitas auf dem Weg zur kulturellen Vielfalt

Für Kitas, die gerade erst ihre ersten Schritte in Richtung kulturelle Vielfalt unternehmen, empfiehlt Grit den Austausch mit anderen Einrichtungen. Durch den Besuch von Modellprojekten oder Konsultationskitas können wertvolle Einblicke gewonnen werden. "Dort hineinzuschauen und zu fragen, wie habt ihr das gemacht?", ermutigt sie. Es geht darum, von den Erfahrungen anderer zu lernen und Fehler zu vermeiden. "Die Fehler, die man selbst schon einmal gemacht hat, muss ja nicht ein anderer wiederholen", betont sie. Durch den Dialog mit anderen Einrichtungen können bewährte Praktiken erörtert werden, um gemeinsam bessere Lösungen zu finden. "Der offene Austausch mit anderen Kitas und Trägern ist für uns ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit", betont Grit. Gemeinsam kann man an der Weiterentwicklung der Fachpraxis arbeiten und die Potenziale der kulturellen Vielfalt noch besser nutzen.

Im Kleinen Fratz wird die Vielfalt der Kulturen nicht nur als Bereicherung betrachtet, sondern aktiv gelebt. Es ist ein lebendiger Ort, an dem Kinder und ihre Familien unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu bereichern. Hierbei steht das Ziel im Vordergrund, den Kindern eine offene und tolerante Haltung mit auf den Weg zu geben und ihnen die Schönheit und Vielfalt der Welt näherzubringen, wie Grit betont.

Die Erfolgsgeschichte des Kleinen Fratz dient als leuchtendes Beispiel für andere Kitas und Träger. Sie zeigt eindrucksvoll, wie die Förderung kultureller Vielfalt eine inklusive Gemeinschaft schaffen kann. Nur durch einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit verschiedenen Kulturen können wir eine Umgebung schaffen, in der jedes Kind die Möglichkeit hat, sich optimal zu entwickeln und zu entfalten.

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