VKMK - Der Kitaverband begrüßt neues Berliner Bildungsprogramm: Mehr Struktur, Kinderrechte und Praxisnähe
Das neue Berliner Bildungsprogramm wurde gestern von Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie vorgestellt. Nach Kritik aus Teilen der Fachwelt an früheren Entwürfen bewertet der VKMK - Der Kitaverband die nun vorliegende Fassung als eine gute Grundlage für die praktische Umsetzung.
Das neue Berliner Bildungsprogramm wurde gestern von Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie vorgestellt. Nach Kritik aus Teilen der Fachwelt an früheren Entwürfen bewertet der VKMK - Der Kitaverband die nun vorliegende Fassung als eine gute Grundlage für die praktische Umsetzung.
“Besonders positiv hervorzuheben sind die klare Gliederung und Struktur des Berliner Bildungsprogramms sowie die Integration fachlicher Terminologien. Damit bietet das Programm nicht nur einen professionellen, dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechenden Referenzrahmen, sondern erleichtert auch die praktische Anschlussfähigkeit - etwa durch Rollenbeschreibungen, grafische Übersichten und Reflexionsfragen in jedem Kapitel.” erklärt Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK. “Diese Anschlussfähigkeit gehört zu den zentralen Qualitäten des Bildungsprogramms als Grundlage pädagogischen Handelns. Nun kommt es darauf an, wie die Inhalte in der Praxis umgesetzt und ausgestaltet werden.”
Auch in der Praxis wird die finale Version positiv bewertet. „Das neue Berliner Bildungsprogramm zeigt deutlich, dass viele Hinweise aus der Fachwelt aufgenommen und integriert wurden. Darüber hinaus werden alle Facetten der frühkindlichen Bildung berücksichtigt und erhalten Raum - von demokratischer Bildung über Partizipation, Kinderschutz und Inklusion bis hin zu ästhetisch-künstlerischer Bildung. Besonders gelungen sind dabei der starke Fokus auf Sprachentwicklung, die Konkretisierung im Bereich Mathematik sowie die gute Einbettung der Bildungsbereiche im Kita-Alltag. Positiv fällt zudem die konsequente Verankerung der Kinderrechte im gesamten Bildungsprogramm auf.“ betont Grit Nierich, Geschäftsführerin des VKMK-Mitglieds Kleiner Fratz GmbH.
Im Vergleich zu früheren Fassungen stellt das neue Berliner Bildungsprogramm damit eine klare Professionalisierung und inhaltliche Weiterentwicklung dar. „Es bildet insgesamt eine gute Grundlage für qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung in den Berliner Kitas, die individuell beziehungsweise Kita- und Trägerseitig ausgestaltet werden kann.” so Nierich abschließend.
Brand vor Berliner Kita: Rauch, Ruß und die Sorge um das Wohl der Kinder
Am 21.05.2025 geriet in Berlin Oberschöneweide direkt vor einer Kita ein parkendes Auto in Brand. Die Flammen griffen auf ein weiteres Fahrzeug sowie drei umstehende Bäume über. Die Brandursache ist bislang unklar - die Folgen für die Kita jedoch erheblich.
Am 21.05.2025 geriet in Berlin Oberschöneweide direkt vor einer Kita ein parkendes Auto in Brand. Die Flammen griffen auf ein weiteres Fahrzeug sowie drei umstehende Bäume über. Die Brandursache ist bislang unklar - die Folgen für die Kita jedoch erheblich.
Betroffen ist eine Kita des Trägers Berliner Traumzauberland, Mitglied im VKMK - Der Kitaverband. Durch geöffnete Fenster drangen Rauch und Ruß in die Innenräume der Kita. Zwar gab es keine Verletzte, doch die Sorgen sind dennoch groß: “Wir machen uns natürlich Gedanken um das gesundheitliche Wohlbefinden der Kinder sowie unserer Kolleginnen und Kollegen, da nach wie vor die Gefahr besteht, Schadstoffe, ausgelöst durch den Brand, einzuatmen und gesundheitliche Folgen wie Husten, Reizungen im Hals oder belegte Schleimhäute davonzutragen.” erklärt Ulli Pietsch, Leiterin der Kita.
Auch psychisch belastet das Ereignis Kinder wie Fachkräfte: “Wir spüren eine hohe psychische Anspannung. Viele Fragen sind noch offen und es herrscht Verunsicherung. Viele Kinder haben das Erlebte noch nicht vollständig verarbeitet - das Thema beschäftigt sie emotional sehr. Um diese Eindrücke aufzuarbeiten, ist intensive pädagogische Begleitung notwendig. Wir begleiten sie sensibel, stärken ihr Sicherheitsgefühl und geben Raum für Fragen, Sorgen und Gesprächen.” so Frau Pietsch weiter.
Die Räume der Kita waren in der Folge zunächst nicht mehr nutzbar. Am Tag des Brandes musste der Betrieb kurzfristig in den Garten verlegt werden, anschließend blieb die Einrichtung für fünf Tage - drei Werktage und das folgende Wochenende - geschlossen. Inzwischen ist die Kita wieder geöffnet. Zahlreiche Spiel- und Einrichtungsmaterialien, Bücher, langjährig gepflegte Dokumentationen sowie persönliche Gegenstände von Kindern und Mitarbeitenden wurden durch den Rauch stark beschädigt oder vollständig zerstört und mussten entsorgt werden.
Die Wiederaufnahme des pädagogischen Alltags stellt das Team vor große Herausforderungen: “Auch nach der Wiedereröffnung haben wir viele zusätzliche Aufgaben zu bewältigen.” berichtet Kitaleiterin Ulli Pietsch. “Wir koordinieren die Kommunikation mit Behörden, Versicherungen und Handwerksbetrieben. Wir müssen Wäsche reinigen, jedes einzelne Spielzeug, Böden, Decken, Fenster, Wände und Möbel. Gleichzeitig gilt es, Übergangslösungen zu schaffen, zerstörte Materialien zu ersetzen und die Kita im Grunde neu einzurichten.” Hinzu kommen viele Unsicherheiten: Es fehlen klare Orientierungshilfen seitens der Kita-Aufsicht, beispielsweise zu Anhaltspunkten oder Abläufen in solchen Krisensituationen. Auch bezüglich der Kostenübernahme durch die Versicherung herrschte lange Unklarheit. Nun hat sie in dieser Woche der Übernahme der Kosten für das entsorgte Inventar zugestimmt.
Gleichzeitig ist es der Kita ein großes Anliegen, den Kindern trotz der schwierigen Umstände einen stabilen und liebevollen Alltag zu ermöglichen. “Auch das erfordert viel Kraft, Flexibilität und zusätzliche Arbeit", betont Kita-Leiterin Ulli Pietsch. “Wir sind sehr dankbar, dass das gesamte Team mit großem persönlichen Einsatz weit über die reguläre pädagogische Arbeit hinausgeht - oft auch über die eigentliche Arbeitszeit hinaus.” Auch der Träger hat schnell und unbürokratisch reagiert: “Er war sofort ansprechbar, kam zur Beratung vor Ort und beauftragte umgehend eine Firma für die Brandsanierung.” Eine weitere wichtige Stütze ist die Elternschaft: “Das Verständnis, die Geduld und die Unterstützung der Familien bedeuten für uns eine große Erleichterung”, so Frau Pietsch.
Auch der VKMK - Der Kitaverband zeigt sich bestürzt über das Geschehene. Nachdem der Verband durch sein Mitglied Berliner Traumzauberland über den Vorfall informiert wurde, äußert sich Geschäftsführer Lars Békési: “Die Auswirkungen eines solchen Ereignisses sind nicht zu unterschätzen - weder für die Kinder noch für die Eltern, unsere Pädagoginnen und Pädagogen sowie den Träger. Wir wünschen allen Betroffenen viel Kraft und stehen ihnen in dieser herausfordernden Zeit zur Seite.”
Kita 2.0 - Digitales Update, reales Chaos
Die modernisierte Software ISBJ-KiTa der Berliner Jugendhilfe wurde Ende Juni neu ausgerollt. Das System ist für Jugendämter und Kita-Träger in Berlin verpflichtend und bildet zentrale Prozesse ab - von der An- und Abmeldung von Kindern in Kitas über die Beantragung und Abrechnung von Kita-Gutscheinen bis hin zur monatlichen Trägerabrechnung. Aktuell zeigt sich jedoch, dass die Software erhebliche Funktionsstörungen aufweist. Besonders betroffen ist die Vergabe und Bearbeitung von Kita-Gutscheinen: Berlinweit kommt es zu gravierenden Problemen und Verzögerungen, die Eltern, Kinder, Jugendämter und Kita-Träger vor erhebliche Herausforderungen stellen.
Die modernisierte Software ISBJ-KiTa der Berliner Jugendhilfe wurde Ende Juni neu ausgerollt. Das System ist für Jugendämter und Kita-Träger in Berlin verpflichtend und bildet zentrale Prozesse ab - von der An- und Abmeldung von Kindern in Kitas über die Beantragung und Abrechnung von Kita-Gutscheinen bis hin zur monatlichen Trägerabrechnung. Aktuell zeigt sich jedoch, dass die Software erhebliche Funktionsstörungen aufweist. Besonders betroffen ist die Vergabe und Bearbeitung von Kita-Gutscheinen: Berlinweit kommt es zu gravierenden Problemen und Verzögerungen, die Eltern, Kinder, Jugendämter und Kita-Träger vor erhebliche Herausforderungen stellen.
Die massiven Probleme mit der ISBJ-Software sind nicht neu: Bereits seit März 2023 dokumentieren die Mitglieder des VKMK - Der Kitaverband regelmäßig Störungen und Unstimmigkeiten im System, wie etwa fehlerhafte Abrechnungen, und melden diese an die Senatsverwaltung. Doch bislang trafen die Auswirkungen primär die Kita-Träger. Mit dem jüngsten Update weiten sich die Probleme jedoch nun auch auf Eltern, Kinder und Jugendämter aus - eine Entwicklung, die aus Sicht des Verbandes besonders alarmierend ist. “Dass sich die Fehler trotz aufwändiger Modernisierung weiter verschärfen, ist ein fatales Signal.” macht Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, deutlich.
Schon seit Langem kämpfen die Jugendämter in mehreren Berliner Bezirken mit Personalmangel - bei gleichzeitig hoher Arbeitsbelastung. Die aktuellen Einschränkungen im ISBJ-System treffen sie daher besonders hart. Gleichzeitig stehen viele Eltern nun vor der Frage, ob und wie sie ihre Kinder ohne Gutschein überhaupt in einer Kita anmelden können. “Jetzt trifft das Problem, welches unsere Träger schon seit Jahren erleiden und ertragen dürfen, auch Jugendämter und Eltern. Es entstehen unnötige Mehrbelastungen an allen Stellen, die vermeidbar wären, wenn das ISBJ technisch zuverlässig funktionieren würde.” so Lars Békési. Zur Einordnung der Ursachen ergänzt Békési: “Man muss sich das ISBJ vorstellen wie ein Einfamilienhaus, das vor über 20 Jahren gebaut wurde. Im Laufe der Zeit wurde immer wieder etwas Neues angebaut - um es zu verbessern, aber oft ohne Plan und manchmal mit wechselnden Verantwortlichen. Heute ist das Haus so verwinkelt und unübersichtlich, dass kaum noch jemand weiß, wo man eingreifen kann, ohne dabei an anderer Stelle Schaden anzurichten. ”
Auch Kita-Träger sind weiterhin und zunehmend massiv von den Störungen betroffen. Die Mitglieder des VKMK berichten von fehlerhaften Abrechnungen, verursacht durch falsche oder unvollständige Daten im System. Zusätzlich geraten viele Träger unter finanziellen Druck: Ohne ausgestellte Gutscheine erhalten sie keine Zahlungen vom Land Berlin und müssen in Vorleistung gehen - ohne Klarheit, wann eine Refinanzierung erfolgt. “Trotz dieser Herausforderungen ist es wichtig, dass Eltern wissen: Unsere Kita-Träger stehen weiterhin zuverlässig an der Seite der Familien. Auch ohne aktuell gültigen Kita-Gutschein werden Kinder aufgenommen - denn das Wohl der Kinder steht für uns an erster Stelle und sie können am wenigsten für eine nicht funktionierende Software.” unterstreicht Lars Békési.
Weltkindertag überschattet von Ver.di: Kommunale Kitas stehen vor unbefristetem Streik
Heute hat die Gewerkschaft Ver.di das Ergebnis der Urabstimmung zum geplanten Erzwingungsstreik an den kommunalen Kitas veröffentlicht. Statt der angestrebten 75 Prozent sprachen sich ganze 91,7 Prozent für einen unbefristeten Streik aus. Sollte es in den kommenden Tagen zu keiner Einigung mit dem Berliner Senat über den geforderten Entlastungstarifvertrag kommen, werden die Beschäftigten der kommunalen Kitas in Berlin ab dem 30. September in den Erzwingungsstreik treten.
Heute hat die Gewerkschaft Ver.di das Ergebnis der Urabstimmung zum geplanten Erzwingungsstreik an den kommunalen Kitas veröffentlicht. Statt der angestrebten 75 Prozent sprachen sich ganze 91,7 Prozent für einen unbefristeten Streik aus. Sollte es in den kommenden Tagen zu keiner Einigung mit dem Berliner Senat über den geforderten Entlastungstarifvertrag kommen, werden die Beschäftigten der kommunalen Kitas in Berlin ab dem 30. September in den Erzwingungsstreik treten.
Dass dieses Abstimmungsergebnis ausgerechnet am Weltkindertag verkündet wurde, empfindet der Kitaverband VKMK als äußerst unglücklich. „Der heutige Tag sollte ganz im Zeichen unserer Kinder stehen. Doch Ver.di überschattet mit dem klaren Votum für einen Erzwingungsstreik – und damit gegen eine stabile, verlässliche Bildung und Betreuung der Kinder – diesen besonderen Anlass."“, so Lars Békési, Geschäftsführer des Verbandes.
Das Ergebnis der Urabstimmung steht nicht nur im klaren Widerspruch zum heutigen Weltkindertag, sondern auch zu dem Motto, unter welchem dieser steht: “Mit Kinderrechten in die Zukunft”. Zu diesen Rechten, die in der UN-Kinderrechtskonvention verankert sind, zählt auch das grundlegende Recht auf Bildung. Ein unbefristeter Streik der kommunalen Kitas würde jedoch genau dieses Recht für die betroffenen Kinder einschränken und ihre Bildungschancen damit gefährden. Sollte der Streik wie angekündigt beginnen, wird es für viele Kinder in Berlin deutlich schwieriger, ihr Recht auf Bildung in den kommunalen Kitas wahrzunehmen. „Es ist paradox, dass an einem Tag, der Kinder und ihre Rechte in den Mittelpunkt stellt, eine Maßnahme beschlossen wird, die genau diametral dem entgegengesetzt ist.“, kritisiert Békési.
Leidtragende des bevorstehenden unbefristeten Streiks werden somit primär Eltern und Kinder sein. Nicht ohne Grund haben schon jetzt mehrere hundert Eltern ihre Kinder von den kommunalen Kitas abgemeldet. Mit diesem Ergebnis wird sich die Situation nun vermutlich noch weiter zuspitzen, da sich Eltern nicht mehr darauf verlassen können, dass ihre Kinder ihr Recht auf Betreuung und Förderung in den kommunalen Kitas antreten können.
Verdi-Streiks bedrohen Einheitlichkeit der Kita-Finanzierung – VKMK fordert realistische Lösungen
Die Verdi-Streiks in den kommunalen Kitas spitzen sich zu. Unmittelbar vor der Urabstimmung zum Erzwingungsstreik am 19. September fordern die Gewerkschaftsmitglieder auch weiterhin einen eigenen Tarifvertrag zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte in Berliner Eigenbetrieben. Die negativen Auswirkungen der Warnstreiks sind bereits heute spürbar: Hunderte Kinder besuchen aufgrund der unsicheren Betreuungssituation in diesem Kita-Jahr nicht mehr die kommunalen Einrichtungen.
Die Verdi-Streiks in den kommunalen Kitas spitzen sich zu. Unmittelbar vor der Urabstimmung zum Erzwingungsstreik am 19. September fordern die Gewerkschaftsmitglieder auch weiterhin einen eigenen Tarifvertrag zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte in Berliner Eigenbetrieben. Die negativen Auswirkungen der Warnstreiks sind bereits heute spürbar: Hunderte Kinder besuchen aufgrund der unsicheren Betreuungssituation in diesem Kita-Jahr nicht mehr die kommunalen Einrichtungen.
Der Kitaverband VKMK äußert sein zunehmendes Unverständnis angesichts der Streiks. „Das Berliner Finanzierungssystem über die Rahmenvereinbarung (RV-Tag) sorgt für Einheitlichkeit zwischen kommunalen, freien und wohlfahrtlichen Trägern. Verdi riskiert mit seiner Forderung eine gefährliche Spaltung dieser Struktur“, erklärt Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK. Zudem warnt er vor möglichen Konsequenzen: Ein separater Tarifvertrag wird Berlin erneut aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) drängen. Diese Mitgliedschaft sollte nicht leichtfertig durch Verdi aufs Spiel gesetzt werden.
Békési betont außerdem, dass kommunale Kitas Eigenbetriebe des Landes Berlin sind. „Die Forderungen von Verdi sind in diesem Kontext unverständlich, da Eigenbetriebe im Gegensatz zu der Rechtsform von öffentlichen Körperschaften keine unabhängigen Entscheidungen treffen können,“ so Békési weiter.
Grundsätzlich unterstützt der VKMK die Forderungen nach Entlastung des pädagogischen Personals, lehnt jedoch den von Verdi eingeschlagenen Weg ab. Krankentage, Fortbildung und Urlaub müssen im Personalschlüssel und dessen Finanzierung berücksichtigt werden, um alle Berliner Kitas zu entlasten. “Ein separater Tarifvertrag, der nur 12 % der Berliner Kitaplätze betrifft, wäre keine langfristige Lösung“, erklärt Békési. Der Kitaverband sieht die anstehenden Verhandlungen zur Rahmenvereinbarung („Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen“) als den einzig richtigen Ort, um die berechtigten Anliegen der Fachkräfte umfassend zu regeln – sowohl für freie als auch kommunale Träger.
Neue Studie zeigt: Kita-Personal leidet unter besonders hohen Fehlzeiten – VKMK fordert Maßnahmen
Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Krankenversicherung DAK offenbart neue Zahlen zu krankheitsbedingten Ausfällen im Kita-Personal. Demnach sind die Ausfallzeiten in dieser Berufsgruppe im Vergleich zu anderen Berufsgruppen deutlich höher. Besonders besorgniserregend sieht die Situation in Berlin aus: Hier liegt die durchschnittliche Zahl der krankheitsbedingten Fehltage bei 35,7 Tagen pro Jahr.
Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Krankenversicherung DAK offenbart neue Zahlen zu krankheitsbedingten Ausfällen im Kita-Personal. Demnach sind die Ausfallzeiten in dieser Berufsgruppe im Vergleich zu anderen Berufsgruppen deutlich höher. Besonders besorgniserregend sieht die Situation in Berlin aus: Hier liegt die durchschnittliche Zahl der krankheitsbedingten Fehltage bei 35,7 Tagen pro Jahr. Das sind 15,3 Tage mehr als im Durchschnitt anderer Berufsgruppen und 6,1 Tage mehr als im bundesweiten Durchschnitt des Kita-Personals. Diese Zahlen verdeutlichen eine Entwicklung im Kita-Bereich, insbesondere in der Hauptstadt, welche auch der Kita-Verband VKMK seit geraumer Zeit intern bei seinen Mitgliedern beobachtet.
Mitglieder des VKMK berichten insbesondere von einem drastischen Anstieg der Atmenwegsinfektionen im Vergleich zu den Vorjahren. Diese Beobachtung wird durch die Studie der Bertelsmann-Stiftung bestätigt, in welcher Atemwegsinfektionen als häufigste Ursache für krankheitsbedingte Ausfalltage identifiziert wurden. Die zweithäufigste Ursache sind laut Studie psychische Erkrankungen. In Berlin machen diese 20,5% aller krankheitsbedingten Fehltage im Kita-Personal aus. In einem Interview mit dem rbb Inforadio erklärt Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, dass dieser Trend unter anderem auf eine Vielzahl von zunehmenden Belastungen zurückzuführen ist, die in der Metropole Berlin besonders stark zusammenwirken, darunter sozioökonomisch schwache Herkunft, mangelnde Deutschkenntnisse und ein allgemeiner Anstieg an Verhaltensauffälligkeiten vieler Kinder.
Die neue Studie bestätigt die internen Beobachtungen des VKMK. Auch die Schlussfolgerung der Bertelsmann-Stiftung, dass die bereits ungünstigen Rahmenbedingungen im Kita-Bereich maßgeblich zu den erhöhten Fehlzeiten beitragen, teilt der Verband. „Wir befinden uns in einem klassischen Kreislauf“, so Békési. „Die hohe Arbeitsbelastung führt zu mehr Ausfällen, die wiederum die Belastung des verbleibenden Personals weiter erhöhen.“ Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, fordert der VKMK dringend Maßnahmen. „Eine Entlastung der Pädagoginnen und Pädagogen muss durch zusätzliches Personal, wie kaufmännische Verwaltungskräfte und unterstützendes Personal, erfolgen“, betont Békési, “Langfristig muss die Personalausstattung auf 120 % angehoben werden, um sicherzustellen, dass Kitas ausreichend personelle Kapazitäten haben, um Ausfälle zu kompensieren, ohne die Belastung der Fachkräfte weiter zu erhöhen.” Trotz der aktuellen Herausforderungen blickt Békési optimistisch in die Zukunft: „Wenn es uns gelingt, diese bereits bekannten Stellschrauben zu justieren, können wir unsere Pädagoginnen und Pädagogen deutlich entlasten und ihnen attraktivere Arbeitsbedingungen bieten. Dies würde nicht nur die derzeitige Situation entschärfen, sondern auch dazu beitragen, zukünftige Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu sichern.“
Kita-Streiks in Berlin: Verdi-Forderungen könnten System zerspalten
Die von der Gewerkschaft Verdi initiierten Streiks an den Kita-Eigenbetrieben in Berlin gehen nun in die dritte Woche. Verdi möchte mit diesen Streiks einen gesonderten Tarifvertrag für die kommunalen Kitas erreichen, parallel zu dem bereits bestehenden Tarifvertrag TV-L. Dieser eigenständige Tarifvertrag soll unter anderem einen verbesserten Personalschlüssel durch kleinere Gruppengrößen und einen Ausgleich für die hohe Belastung des pädagogischen Fachpersonals in den kommunalen Kitas Berlins beinhalten.
Die von der Gewerkschaft Verdi initiierten Streiks an den Kita-Eigenbetrieben in Berlin gehen nun in die dritte Woche. Verdi möchte mit diesen Streiks einen gesonderten Tarifvertrag für die kommunalen Kitas erreichen, parallel zu dem bereits bestehenden Tarifvertrag TV-L. Dieser eigenständige Tarifvertrag soll unter anderem einen verbesserten Personalschlüssel durch kleinere Gruppengrößen und einen Ausgleich für die hohe Belastung des pädagogischen Fachpersonals in den kommunalen Kitas Berlins beinhalten.
Während diese Forderungen auf den ersten Blick begründet und lobenswert erscheinen, wird auf den zweiten Blick die sehr einseitige und oberflächliche Vorgehensweise von Verdi deutlich. Ein separater Tarifvertrag würde zu einer Spaltung innerhalb des Berliner Kita-Systems und zur Benachteiligung andere Kitaträger führen. Lars Békési, Geschäftsführer des Kitaverbands VKMK, erklärt: “Der Personalmangel und die hohe Belastung betreffen nicht nur die kommunalen Kitas in Berlin, sondern eine Vielzahl von Kindertagesstätten, die jedoch bei den Forderungen Verdis vergessen werden.” Zudem lässt Verdi die rechtlichen Grundlagen, welche die Personalausstattung in Kitas regeln, außer Acht: Berlin ist Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und kann somit keine eigenständigen Tarifverträge für kommunale Kitabetriebe abschließen. Darüber hinaus ist der Personalschlüssel nicht Bestandteil des Tarifvertrags, sondern separat geregelt in §11 des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG). “Verdi ignoriert somit die rechtlichen und systemischen Rahmenbedingungen des Kita-Systems in Berlin. Gruppengröße und Personalausstattung können nicht, wie Verdi fordert, im Tarifvertrag geregelt werden, da dies nicht mit dem bestehenden Recht vereinbar ist und unser einheitliches System auseinanderdividieren würde.”, so Békési. Weiterhin warnt er: “Die sehr einseitigen Forderungen, die auf eine Spaltung zwischen den Kita-Eigenbetriebe und den Kitas freier Träger abzielen, werden zu Lasten des sozialen Friedens und der Stabilität und Qualität der Bildung und Betreuung unserer Jüngsten gehen.”
Der VKMK beobachtet den Streik nun seit knapp drei Wochen mit zunehmendem Unverständnis und appelliert an Verdi, realistische und rechtlich fundierte Lösungen zu erarbeiten, die das gesamte Kita-System verbessern und nicht den Großteil der Kita-Betriebe und damit auch den Großteil der Kinder und des Fachpersonals übersieht.
10 Jahre VKMK – Fragen und Antworten an die Gründerin Frau Dr. Gabriela Pfändner-Morrice
Vor zehn Jahren gründete Frau Dr. Gabriela Pfändner-Morrice den Verband kleiner und mittelgroßer Kitaträger (VKMK), um eine starke Stimme für kleine und mittelgroße Träger der freien Jugendhilfe in Berlin zu schaffen. Im Interview spricht Frau Dr. Pfändner-Morrice über die Gründe für die Gründung, die Ziele und Visionen sowie die Entwicklungen und Erfolge des VKMK in den letzten zehn Jahren.
Vor zehn Jahren gründete Frau Dr. Gabriela Pfändner-Morrice den Verband kleiner und mittelgroßer Kitaträger (VKMK), um eine starke Stimme für kleine und mittelgroße Träger der freien Jugendhilfe in Berlin zu schaffen. In einem spannenden Interview gibt sie Einblicke in die Entstehungsgeschichte des VKMK, die Herausforderungen und Erfolge der letzten Dekade sowie ihre persönlichen Visionen für die Zukunft.
VKMK: Warum hast Du Dich vor 10 Jahren entschieden, den VKMK zu gründen?
Gabriela Pfändner-Morrice: Zunächst – wie kam es zu diesem Namen: Wir haben dem Verband diesen Namen gegeben nach dem Vorbild des Verbandes der KMU – der Vertretung kleiner und mittlerer Wirtschaftsunternehmen -, die bis zu 250 Mitarbeiter haben. Die Gründungshistorie des VKMK beginnt mit der Anregung der damaligen Ansprechpartnerin der GLS Bank, ein Netzwerk mit anderen kleinen und mittelgroßen Trägern der freien Jugendhilfe zu gründen zwecks Erfahrungsaustausch in Bezug auf Organisation, Verwaltung und Themen, die sich aus der RV-Tag und den Anforderungen des Senats ergaben. Dieses Netzwerk mit dem Namen NIKI gründete ich zusammen mit einigen anderen GLS Kunden dieses Bereichs bereits im Jahre 2011. Mit der Sozietät „Die Kitarechtler“, ebenfalls aus diesem Netzwerk, entstand dann die Idee zur Gründung eines Verbandes zur Vertretung der kleinen und mittleren Kitaträger. In meiner täglichen Arbeit war ich immer wieder darauf gestoßen, dass in Berlin eine Vertretung der kleinen und mittleren Träger der freien Jugendhilfe in Politik und der Verwaltung fehlte mit den entsprechenden Auswirkungen. Diese Betriebsgrößen im Kitabereich hatten bislang weder durch den DaKs noch durch die großen Träger wie Fröbel oder den Paritätischen Wohlfahrtsverband eine Stimme im politischen Geschehen. Wir waren von der Größe zu klein für die Paritätischen und zu groß für den DaKs. Die Belange und Besonderheiten dieser Träger fanden insofern keinerlei Berücksichtigung in allen Verhandlungen zwischen den bisherigen Kitaverbänden und dem Senat. Ich hatte als kleiner Kitaträger der freien Jugendhilfe begonnen, aber ich hatte die Vision zu wachsen und mittelgroß zu werden und damit im Bezirk den Eltern und Kindern mehr als nur die ersten 30 Plätze anbieten zu können. Es war mein Anliegen, in den Behörden und in der Politik den Blick zu schärfen für Bedingungen dieser Träger und damit auch den Ausbau der Kitaplätze zu stützen. Die kleinen und mittleren, oftmals aus zunächst aus eigenem Bedarf gegründeten, inhaberinitiierten Unternehmungen, die sich damals in einer bis dahin seltener genutzten Rechtsform der gemeinnützigen GmbH gründeten, brauchten eine Stimme. Denn die bislang häufig genutzte Rechtsform des Vereins war auf Dauer nicht geeignet, um die für einen Ausbau der dringend benötigten Kitaplatz-Kapazitäten notwendige Kontinuität und Stabilität zu gewährleisten.23.04.2024
VKMK: Welche Visionen und Ziele hattest Du bei der Gründung des VKMK im Sinn?
Gabriela Pfändner-Morrice: Am 31.10.2013 fand die Ursprungsversammlung zur Gründung des Verbandes statt mit dem Ziel, den kleinen und mittleren Trägergruppen mit ihren größenspezifischen Themen und Konstellationen Gehör zu verschaffen bei der Aushandlung der Verordnungen der RV-Tag zwischen dem Senat, dem DaKs und den großen Wohlfahrtsverbänden. Insbesondere ging es darum, diesen Kleinen und Mittelgroßen Trägern einen Platz an dem sogenannten „Runden Tisch“ zu verschaffen.
VKMK: Welche Veränderungen oder Verbesserungen hast Du durch die Gründung angestrebt?
Gabriela Pfändner-Morrice: In den RV-Tag Verhandlungen waren die spezifischen Erfordernisse einer gemeinnützigen GmbH bis dahin nicht vertreten worden. Die besonderen Notwendigkeiten der kleinen und mittleren Träger der freien Jugendhilfe sind auch finanzieller Natur. Es ging und geht um die Verbesserung der Finanzierung insbesondere der Personal- und Sachkostenpauschale. Die Mieten für Räumlichkeiten am freien Markt steigen unaufhörlich, ebenso steigen die Gehaltserwartungen der Mitarbeiter auf Grund der Knappheit an Fachkräften am Markt. Im Wettbewerb mit den Eigenbetrieben, die oftmals in städtischen Immobilien tätig sind, müssen die Freien Träger in unserer Größenordnung den sich verändernden Verhältnissen stellen und den Betreuungsauftrag in einem immer schwieriger werdenden finanziellen und personellen Umfeld erfüllen.
VKMK: Wie bewertest Du heute, nach 10 Jahren, Dein persönliches und kollektives Wirken?
Gabriela Pfändner-Morrice: Mit dieser Initialzündung von damals sind inzwischen feste Netzwerke entstanden zwischen den Trägern, die die Kitalandschaft in Berlin extrem bereichern: Mit Konzepten einer Klangschalenpädagogik, bilinguale Kitas in verschiedenen Sprachen, Bewegung, vegan…… Der Austausch läuft exzellent und gerade in der Corona-Krise hat sich ein großer Zusammenhalt gezeigt. Die gegenseitige Unterstützung wirkt bis heute nach.
VKMK: Inwiefern haben sich die ursprünglichen Ziele des VKMK aus Deiner Sicht in dieser Zeit verwirklicht?
Gabriela Pfändner-Morrice: Wir werden in Zukunft mit am Runden Tisch vertreten sein und damit haben sich meine Ziele hundertprozentig verwirklicht.
VKMK: Wie empfindest Du die Entwicklung des VKMK seit seiner Gründung bis heute?
Gabriela Pfändner-Morrice: Der Verband hat eine ausgezeichnete Entwicklung innerhalb der bestehenden Konstellation zwischen alteingesessenem Paritätischen Wohlfahrtsverband und DaKS genommen. Das Mitgliederwachstum und die Verfestigung der Kontakte zum Senat haben die Erwartungen übertroffen. Durch die sehr kompetente Geschäftsführung ist es gelungen, eine Wissensbasis aufzubauen, die exakt auf gemeinnützige GmbHs zugeschnitten ist.
VKMK: Welche Rolle hat der VKMK in Deinem persönlichen und beruflichen Leben gespielt?
Gabriela Pfändner-Morrice: Anfangs mit viel Enthusiasmus gestartet, hat es doch viel Zeiteinsatz und mentale Kraft erfordert, diese Grundstruktur aufzubauen. Ich kann bis heute aus dem angesammelten Wissensschatz für meinen täglichen Informationsbedarf schöpfen.
VKMK: Was bedeutet für Dich die Zusammenarbeit und das Engagement im VKMK?
Gabriela Pfändner-Morrice: Zu einigen Trägern sind persönliche und freundschaftliche Bande entstanden mit viel Austausch und gegenseitiger Unterstützung. Das ist mir sehr viel wert.
VKMK: Welche Hoffnungen und Erwartungen hast Du für die Zukunft des VKMK?
Gabriela Pfändner-Morrice: Durch den Platz am Runden Tisch werden wir den Beitrag, den die kleinen und mittelgroßen Träger zur Kitalandschaft in Berlin leisten, noch weiter stärken und auf eine noch solidere Grundlage stellen. Damit in Zukunft die angebotenen Kitaplätze in Berlin erhalten und in aller Vielfalt auch noch ausgebaut werden können.
Finanzsenator plant Gehaltserhöhung für Landesbeamte und Kita-Pädagogen:innen weiterhin ohne Hauptstadtzulage
Finanzsenator Stefan Evers (CDU) plant, den Tarifabschluss für Landesbeschäftigte (TV-L) vom Dezember 2023 auf die rund 58.000 Beamten des Landes Berlin zu übertragen. „Es geht um die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, erklärte Evers am Mittwoch. „Attraktive Arbeitsbedingungen und eine wettbewerbsfähige Besoldung sind ein Schlüssel dafür.“ Der VKMK kann das Bestreben nach besseren finanziellen Rahmenbedingungen für die Landesbediensteten nachvollziehen. Er weist jedoch darauf hin, dass der Tarifvertrag (TV-L) und die darin fest verankerte Hauptstadtzulage auch für die Pädagogen:innen in den Berliner Kitas ausgehandelt wurden.
Finanzsenator Stefan Evers (CDU) plant, den Tarifabschluss für Landesbeschäftigte (TV-L) vom Dezember 2023 auf die rund 58.000 Beamten des Landes Berlin zu übertragen. „Es geht um die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, erklärte Evers am Mittwoch. „Attraktive Arbeitsbedingungen und eine wettbewerbsfähige Besoldung sind ein Schlüssel dafür.“
Der VKMK kann das Bestreben nach besseren finanziellen Rahmenbedingungen für die Landesbediensteten nachvollziehen. Er weist jedoch darauf hin, dass der Tarifvertrag (TV-L) und die darin fest verankerte Hauptstadtzulage auch für die Pädagogen:innen in den Berliner Kitas ausgehandelt wurden. Diese erleben jedoch weiterhin eine erhebliche Ungleichbehandlung, da ihnen die Hauptstadtzulage in Höhe von 150 Euro (brutto) monatlich vorenthalten wird. Den Pädagogen:innen wurde vom Berliner Senat die Hauptstadtzulage versprochen. Seit Februar versucht der Senat jedoch mit dem Hinweis, „es fänden aktuell redaktionelle Nachverhandlungen der Tarifpartner statt“, dieses Versprechen zu umgehen.
Seit 2020 nimmt das Land Berlin bewusst eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der knapp 30.000 Beschäftigten bei den freien Trägern in Kauf, die mit dem aktuellen Tarifabschluss vom Dezember 2023 eigentlich beendet sein sollte. Dennoch deuten Senatsmitglieder seit Monaten an, dass im Haushalt kein Geld mehr für die Erfüllung des Versprechens zur Verfügung stünde. Angesichts dessen, dass 89% aller Berliner Kitas von freien Trägern betrieben werden, ist dieses „Zweierlei Maß“ nicht nachvollziehbar.
Der VKMK fordert daher die politischen Verantwortlichen dringend auf, ihr Versprechen einzulösen und die Hauptstadtzulage auch den Beschäftigten freier Träger auszuzahlen. „Sollte diese Ungleichbehandlung weiterhin bestehen bleiben, verliert der CDU-geführte Senat nicht nur seine Glaubwürdigkeit, sondern verursacht auch eine zunehmende Not bei den Pädagogen:innen. Vor allem wird er sich den Unmut der Berliner Wirtschaft und der Eltern zuziehen, die um die Zuverlässigkeit der frühkindlichen Bildung und Betreuung bangen müssen. Wenn der Finanzsenator zurecht die Rahmenbedingungen für die Berliner Landesbeamten verbessern will, muss er zugleich sein Wort halten und die Hauptstadtzulage an alle Berliner Pädagogen: innen in den Kitas auszahlen“, betont eindringlich VKMK-Geschäftsführer Lars Békési.