Von Herausforderungen und Glücksmomenten - Geschichten aus dem Kita-Alltag
Unsere Kitas sind voller wunderschöner, inspirierender Geschichten – Geschichten von engagierten Fachkräften, die sich tagtäglich mit Herzblut und Leidenschaft für unsere Kinder einsetzen, und Geschichten von Kindern, die mit staunenden und leuchtenden Augen jeden Tag etwas Neues lernen und erleben. Doch bleiben uns diese Geschichten leider zumeist verwehrt. Denn statt dieser positiven Erlebnisse sind es oft die Horrorgeschichten, die in den Medien verbreitet werden – Geschichten von Überlastung, Kindeswohlgefährdung und Aufbewahrung statt Bildung.
Unsere Kitas sind voller wunderschöner, inspirierender Geschichten – Geschichten von engagierten Fachkräften, die sich tagtäglich mit Herzblut und Leidenschaft für unsere Kinder einsetzen, und Geschichten von Kindern, die mit staunenden und leuchtenden Augen jeden Tag etwas Neues lernen und erleben. Doch bleiben uns diese Geschichten leider zumeist verwehrt. Denn statt dieser positiven Erlebnisse sind es oft die Horrorgeschichten, die in den Medien verbreitet werden – Geschichten von Überlastung, Kindeswohlgefährdung und Aufbewahrung statt Bildung. Szenarien, die jedoch nicht der allgemeinen Realität in den Kitas und der Arbeit unserer Fachkräfte entsprechen. Aus diesem Grund möchten wir heute den schönen kleinen und großen Erlebnisse, die sich jeden Tag in unseren Kitas ereignen, Raum geben und sie in den Vordergrund stellen. Wir haben hierfür einige Pädagog:innen aus unserem Verband gebeten, ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit uns zu teilen. Ihre Geschichten zeigen, wie wertvoll und bereichernd die Arbeit in einer Kita wirklich ist.
Eine starke Erziehungspartnerschaft
Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern spielt eine zentrale Rolle in der pädagogischen Arbeit. Nicht immer kann es einfach sein, eine starke Partnerschaft mit den Eltern aufzubauen, da sie viel Vertrauen erfordert. Umso schöner ist es, zu hören, wie stark die Zusammenarbeit, das Vertrauen und die Wertschätzung zwischen Eltern und Fachkräften in den Kitas unserer Mitglieder ist. Sie berichten von gemeinsamen Gartentagen, bei denen Eltern und Fachkräfte zusammen anpacken, Eltern, die bei den Fachkräften um Rat für besondere Situationen im Familienalltag fragen, Eltern, die zu den Geburtstagen von Teammitgliedern liebevoll Kuchen backen und Eltern, die auch mal den Fachkräften ein offenes Ohr schenken, wenn sie merken, dass sie etwas belastet.
Doch die Erziehungspartnerschaft verlangt oft nicht nur viel Vertrauen, sondern auch Verständnis in schwierigen Zeiten, wie der Pandemie: “Jegliche Unterstützung während und nach Corona – das Verständnis und die Geduld der Eltern bei Reduzierungen, Kürzungen der Öffnungszeiten und ähnlichem – waren entscheidend. Statt Vorwürfen, Schuldzuweisungen und Demütigungen hatten wir offene, konstruktive Gespräche und gemeinsame Lösungsfindungen.”, erinnert sich eine Fachkraft.
Wie wichtig eine starke Erziehungspartnerschaft auch für die Entwicklung der Kinder ist, zeigt uns auch eine ganz besondere Geschichte aus einer Kita. Eine Pädagogin erzählt von zwei Kindern, die von Schwerstmehrfachbehinderung betroffen waren. „Zu Beginn hörten wir von den Eltern oft Sätze wie ‚Mein Kind kann nichts‘ oder ‚Ich habe Angst, wie es in der Schule werden soll und was passiert, wenn ich nicht mehr da bin‘. Spätestens als am Ende der Kita-Zeit für diese zwei Kinder feststand, dass sie in Regelschulen eingeschult werden - wenn auch mit Assistenz - , konnte man zweimal mehr davon sprechen, dass die Partnerschaft zwischen Kita und Eltern und Therapeut:innen gelungen ist.“
Gemeinsam stark im Team
Doch natürlich ist nicht nur die Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung, sondern ebenso das Miteinander im Team. Kollegialität und Zusammenhalt im Team sind wichtige Bestandteile, um gemeinsam Herausforderungen und schwierige Zeiten gut meistern zu können. Wie dies in der Praxis aussehen kann, berichtet eine Fachkraft aus ihrem Alltag: “Offenheit, Ehrlichkeit, Respekt und Fürsorge gegenüber jedem Einzelnen – sei es durch das Abnehmen von Kindern mit Auffälligkeiten, um mal durchzuatmen, das Verzichten auf Vorbereitungszeiten oder Freiräume, um andere nicht allein stehen zu lassen - es könnte einem selbst ja auch einmal so ergehen - , oder kleine Aufmerksamkeiten der Kitaleitung zur Motivation und Anerkennung.“ Insgesamt wird häufig große Wertschätzung für die Unterstützung durch den Träger oder das Leitungsteam geäußert: “Wir haben ein gut funktionierendes Leitungsteam, welches das gesamte Team in regelmäßigen Teamsitzungen unterstützt und an allen Herausforderungen gemeinsam arbeitet.” In einer weiteren Kita sorgt der Träger dafür, dass sich das Team auf das Wesentliche konzentrieren kann: „Unser Träger kümmert sich um sehr viele Pflichten jenseits der Pädagogik und der "Arbeit am Kind", damit unser Team die "wirkliche" Arbeit leisten kann.” Und auch wenn einmal nicht alles rund läuft, gibt es Wege damit konstruktiv umzugehen: ”Reden und sehen. Wir versuchen eine positive Fehlerkultur zu leben.”
Dies zeigt, dass trotz der Herausforderungen im Kita-Alltag ein starkes Miteinander, Vertrauen, Respekt und gegenseitige Unterstützung der Schlüssel sind, um Lösungen zu finden und gemeinsam bestmöglich für die Kinder da zu sein.
Leuchtende Kinderaugen: Besondere Erlebnisse in der Kita
Der Kita-Alltag besteht aus lauter kleinen und großen besonderen Momenten, die Kinderaugen zum Leuchten bringen und es gibt immer wundervolle Erlebnisse, die die Kinder zum strahlen bringen: von spannenden Waldtagen und kreativen Musikprojekten über besondere Ausflüge bis hin zu jeglichen Aktivitäten, bei denen sie sich bewegen, fühlen und experimentieren können. Erst kürzlich, zur Faschingszeit, fand ein solches besonderes Ereignis statt: “Die Kinder präsentierten sich stolz in ihren Kostümen, wie auf einem roten Teppich.”, erzählt eine Fachkraft. Ein weiteres Highlight, das in einer Kita regelmäßig stattfindet, ist das „Kinderhotel“: Einmal im Monat übernachten die Kinder unter einem bestimmten Motto von Freitag auf Samstag in der Kita.
Doch nicht nur diese großen Ereignisse bereiten Kindern eine besondere Freude, auch die kleinen Momente können Großes bewegen. Es sind die Augenblicke, in denen sich die Kinder gehört, gesehen und anerkannt fühlen – sei es im Morgenkreis oder bei allem was situationsbedingt direkt aufgegriffen und umgesetzt wird. „Die leuchtenden Augen der Kinder beobachten wir nicht nur bei besonderen Ideen oder Aktivitäten“, sagt eine Fachkraft. “Das Bemerkenswerte ist vielmehr, dass wir bereits in vielen - scheinbar nicht besonderen - Kita-Alltagssituationen mit glücklichen Kinderaugen erfreut werden. Auch und gerade dies zeigt, dass die wertvolle Tätigkeit von Pädagog:innen nicht zuletzt aus den Alltagssituationen einen Zauber entfalten kann.”
Berührende Geschichten aus dem Kita-Alltag
Wie wertvoll die Arbeit unserer Fachkräfte und Kitas ist, zeigt sich in den vielen berührenden und beeindruckenden Geschichten aus dem Alltag. Geschichten, die zeigen, dass die pädagogische Arbeit weit über die Bildung und Betreuung hinausgeht und essentiell für die Entwicklung, die Startchancen und das Wohlbefinden der Kinder ist. Ein besonderes Beispiel hierfür kommt von einer Fachkraft, die von ihrer Arbeit mit einem Kind mit Trisomie 21 berichtete: “Wir betreuen ein Kind mit Trisomie 21 und am Anfang war eine Kommunikation mit dem Kind so gut wie unmöglich. Es war zwei Jahre alt, rumänischer Herkunft, verstand kein Wort deutsch, weinte viel, biss und schubste andere Kinder. Jetzt ist das Kind 4 Jahre und mit Unterstützung einer Heilpädagogin konnten Strukturen, Kommunikationshilfsmittel und vieles mehr erarbeitet werden, die ein entspanntes Umgehen mit diesem Kind in der Gemeinschaft möglich machen. Spielen mit anderen Kindern war bis vor Kurzem nicht möglich. Jetzt spielt sie, beziehungsweise auch andere Kinder mit ihr zusammen. Sie umarmt andere Kinder und Erzieher:innen. Sie zeigt auf Bilder, wenn sie etwas möchte und auch wenn sie nur lautiert, nimmt sie auf eine angenehme Art mit allen Kontakt auf. Es ist so schön zu sehen, wie dieses Kind sich entwickelt hat und wir es auch in einer schwierigen und personell engen Situation geschafft haben, so etwas Wundervolles zu erreichen.”
Eine weitere Fachkraft berichtet von den Momenten, in denen deutlich wird, wie wichtige die Arbeit nicht nur für die Kinder, sondern für die ganze Familie ist: “Die wiederholte rührende Dankbarkeit der Eltern, insbesondere der Eltern von Kindern, die von Behinderung betroffenen - auch mehrfach schwerstbehinderten - betroffen sind, wenn diese Kinder unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status, nicht nur in unserer Kita aufgenommen werden, sondern über die Zeit hinweg kontinuierlich - teils sehr erstaunliche - Fortschritte machen. Nicht selten haben diese Eltern kafkaeske 'Kämpfe' auch und gerade mit Behörden hinter sich und freuen sich, wenn sie bei den entsprechenden Behörden- und Verwaltungsverfahren von unserer Kita, beziehungsweise von unserem Träger Unterstützung erhalten. Nicht selten haben Eltern - auch und gerade aus diesem Kreis - bei landeseigenen Betrieben erfahren müssen, dass ihre Kinder dort nicht aufgenommen oder nicht weiter betreut werden können, etwa wegen Überlastung oder Überforderung. In die Gesichter dieser Kinder - egal aus welchen anderen Kulturen sowie Regionen dieser Erde sie stammen - und deren Eltern zu schauen, ist eine besondere Freude.” Die Auswirkungen der inklusiven Arbeit reichen jedoch weit über das individuelle hinaus: “In unserer mehrsprachigen und inklusiven Kita haben wir solche Bilder häufiger, dass Kinder sich um einander kümmern; besonders rührend ist, wenn Kinder mit Diagnosen aus dem autistischen Spektrum zusammen mit Kindern ohne besondere Herausforderungen sich um unsere schwerstmehrfachbehinderten Kinder kümmern und mit ihnen gemeinsam feiern.” Solch inklusive Arbeit in den Kitas ist nicht nur der Grundstein für die individuelle Entwicklung und den späteren Lebensweg der Kinder von großer Bedeutung, sondern für unsere gesamte, zukünftige Gesellschaft. Sie trägt wesentlich dazu bei, dass Respekt, Toleranz und Zusammenhalt bereits in jungen Jahren selbstverständlich werden - etwas, wovon so mancher Erwachsene sich eine Scheibe abschneiden kann.
Von kleinen Gesten und großer Wirkung – Warum die Kita-Arbeit so bereichernd ist
In dieser Arbeit fließt nicht nur viel Energie und Hingabe von den Pädagog:innen zu den Kindern, sondern auch von den Kindern zurück. Sie zeigen ihre Dankbarkeit und Wertschätzung auf ihre ganz eigene, berührende Weise. Eine Pädagogin erinnert sich an einen besonderen Tag, an dem viele Kinder krank waren: „Zur Mittagsruhe blieben nur noch drei Kinder übrig – eine äußerst seltene Situation. Zwei Kinder waren der Meinung, dass es nun endlich genug Platz gibt, damit auch Ihre Erzieherin sich zur Mittagszeit hinlegen kann und holten sogleich zwei Matratzen für sie.” Ein weiteres rührendes Erlebnis aus dem Kita-Alltag berichtet eine weitere Fachkraft: „Als ich nach einer längeren Auszeit wegen eines Trauerfalls wieder in die Kita kam, war die Freude der Kinder so groß, dass sie mich fast umgerannt haben.”
Jeder Tag in der Kita hält neue Überraschungen bereit. Es gibt Herausforderungen, Momente der Erschöpfung, aber auch Augenblicke voller Wärme und Glück: “Es ist sehr anstrengend und herausfordernd. Manchmal weiß man nicht, wie man die Dinge schaffen soll. Wenn einer krank wird, kann es schonmal sehr sehr herausfordernd sein. Aber wir sind ein gutes Team, das sich möglichst gegenseitig zu unterstützen versucht. Wir haben wundervolle Kinder und wir haben sehr entspannte Eltern. Wenn dich ein Kind in den Arm nimmt und sagt ‘nur noch mal kurz drücken’, damit es gut in den Tag starten kann und du merkst, dass das ein Moment ist, der dich glücklich macht, dann bist du hier richtig. Egal wie schlecht es dir geht, wenn ein Kind dich anstrahlt oder Quatsch mit dir macht, wird es dir besser gehen. Die Arbeit mit Kindern ist der beste Trost und der beste emotionale Aufbau, den ich selbst je erlebt habe.”
Diese Geschichten zeigen, wie besonders, wundervoll und facettenreich die pädagogische Arbeit ist. Es sind Geschichten von Erfolg, Zusammenarbeit, Dankbarkeit und Freude – Geschichten, die jeden Tag in der Kita passieren. Und es sind die Geschichten, die erzählt werden sollten. Natürlich gibt es zahlreiche Herausforderungen im Kita-Alltag - nicht zuletzt aufgrund struktureller Defizite, die einer unzureichenden Bildungspolitik in der frühkindlichen Bildung zugrunde liegen und dringend einer Verbesserung bedürfen. Doch trotz schwieriger Rahmenbedingungen, personeller Engpässe und anderer Hürden setzen sich unsere Fachkräfte und Kitas mit unermüdlichem Einsatz dafür ein, den Kindern ein sicheres und förderliches Umfeld für ihre Entwicklung zu schaffen. Und wer darüber nachdenkt, in der Kita zu arbeiten, dem sei ein Satz einer Fachkraft besonders ans Herz gelegt: „Einfach machen!“.
2 Schließtage mehr in Berliner Kitas: VKMK wirbt für Verständnis und plädiert für diese erforderliche Erhöhung
Die jüngsten Pressemitteilungen des Landeselternausschusses Kita Berlin (LEAK) und des Bezirkselternausschusses Marzahn-Hellersdorf (BEAK Ma-He) vom 19.02.2025 zeigen:
Die geplante Anpassung der Kita-Schließtage ist ein sensibles Thema, das Eltern bewegt. Der VKMK- Der Kitaverband nimmt die Sorgen der Eltern ernst, betont jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit, eine tragfähige Balance zwischen den berechtigten Betreuungsbedarfen der Familien und den Qualitätsansprüchen an frühkindliche Bildung zu wahren.
Die jüngsten Pressemitteilungen des Landeselternausschusses Kita Berlin (LEAK) und des Bezirkselternausschusses Marzahn-Hellersdorf (BEAK Ma-He) vom 19.02.2025 zeigen:
Die geplante Anpassung der Kita-Schließtage ist ein sensibles Thema, das Eltern bewegt. Der VKMK- Der Kitaverband nimmt die Sorgen der Eltern ernst, betont jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit, eine tragfähige Balance zwischen den berechtigten Betreuungsbedarfen der Familien und den Qualitätsansprüchen an frühkindliche Bildung zu wahren.
Aktuell sind gesetzlich maximal 25 Schließtage pro Jahr in Berlin vorgesehen (§3 Abs. 4, RV-Tag), die nicht überschritten werden dürfen. Während dieser Zeit müssen Träger eine angemessene Notbetreuung sicherstellen – beispielsweise durch Kooperationen mit anderen Einrichtungen.
Die Elternvertretungen weisen darauf hin, dass diese Notbetreuung nicht immer reibungslos funktioniere. „Diese Erfahrungen nehmen wir ernst“, betont Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK. „Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass diese Einschätzungen bislang nicht durch umfassende Datenerhebungen belegt sind.“
„Fortbildungen sind keine zusätzliche Belastung für das System, sondern eine zentrale Investition in die Qualität der frühkindlichen Bildung“.
„Wir teilen das Anliegen der Eltern: Jedes Kind hat ein Recht auf bestmögliche frühkindliche Bildung. Doch um diesem Anspruch gerecht zu werden, benötigen unsere Kita-Teams auch die notwendige Zeit für Fortbildungen– insbesondere in einer Zeit, in der die Anforderungen an die frühkindliche Bildung stetig wachsen und immer mehr Kinder besondere Förderbedarfe haben“, erklärt Békési.
Derzeit stehen den Fachkräften im Schnitt nur 3,8 Fortbildungstage pro Jahr zur Verfügung. Der VKMK setzt sich dafür ein, dass der gesetzlich verankerte Mindestanspruch von fünf Fortbildungstagen pro Jahr (§2 Abs. 1 Berliner Bildungszeitgesetz) wieder gewährleistet wird. „Fortbildungen sind keine zusätzliche Belastung für das System, sondern eine zentrale Investition in die Qualität der frühkindlichen Bildung“, so Békési.
Die vorgeschlagene moderate Anpassung um zwei zusätzliche Schließtage ist eine pragmatische Lösung, um trotz Personalknappheit weiterhin hochwertige Bildung und Betreuung zu gewährleisten. „Wir verstehen, dass jede Einschränkung der Betreuungszeiten eine Herausforderung für zahlreiche Familien darstellt. Gleichzeitig müssen wir auch an die langfristige Qualitätssicherung denken – denn gut qualifizierte Fachkräfte sind der Schlüssel zu guter Bildung”, erklärt Békési.
Grundsätzlich unterstützt der VKMK die Forderungen der Elternvertreter nach einer besseren Personalausstattung und einer verlässlichen Finanzierung der Berliner Kitas. Doch diese Herausforderungen lassen sich nicht kurzfristig lösen. „Bis ausreichende Ressourcen zur Verfügung stehen, müssen wir tragfähige schnell umsetzbare Lösungen finden, die sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch den Anforderungen an die Bildungsqualität gerecht werden“, so Békési abschließend.
Runder Tisch Kita: VKMK schlägt zur sofortigen Entlastung der Kita-Teams die Erhöhung der Schließtage für Berliner Kitas vor
Die hohe Belastung des pädagogischen Fachpersonals führte im vergangenen Jahr wiederholt zu Streiks der Beschäftigten an den kommunalen Kitas Berlins - und auch diese Woche auf der Didacta wurde in Vorträgen und Gesprächen die anhaltende Relevanz des Themas nochmal deutlich. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, den Runden Tisch Kita ins Leben gerufen, um gemeinsam Maßnahmen zur Entlastung des pädagogischen Personals in den Berliner Kitas zu erörtern. Im Rahmen dieser Runde stellt die Verbesserung des Personalschlüssels im U3-Bereich eine breit diskutierte Entlastungsmöglichkeit dar. Auch der Kitaverband VKMK wird wieder aktiv an den Gesprächen teilnehmen.
Die hohe Belastung des pädagogischen Fachpersonals führte im vergangenen Jahr wiederholt zu Streiks der Beschäftigten an den kommunalen Kitas Berlins - und auch diese Woche auf der Didacta wurde in Vorträgen und Gesprächen die anhaltende Relevanz des Themas nochmal deutlich. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, den Runden Tisch Kita ins Leben gerufen, um gemeinsam Maßnahmen zur Entlastung des pädagogischen Personals in den Berliner Kitas zu erörtern. Im Rahmen dieser Runde stellt die Verbesserung des Personalschlüssels im U3-Bereich eine breit diskutierte Entlastungsmöglichkeit dar. Auch der Kitaverband VKMK wird wieder aktiv an den Gesprächen teilnehmen.
In Vorbereitung auf diese Sitzung hat der VKMK eine Umfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt, um eine Einschätzung aus der Praxis zur vorgeschlagenen Verbesserungen des Personalschlüssels im U3-Bereich einzufangen sowie die aktuellen Belastungsfaktoren im Kita-Bereich zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass die vorgeschlagene Entlastungsmaßnahme mit 70% große Zustimmung findet. Gleichzeitig wurde mehrfach betont, dass diese Maßnahme nicht auf den U3-Bereich beschränkt bleiben darf. Denn nicht nur der U3-Bereich ist von einer hohen Belastung betroffen, auch die Fachkräfte im Ü3-Bereich stehen stark unter Druck. Die wachsenden Anforderungen können mit dem bestehenden Personalschlüssel nicht mehr ausreichend abgedeckt werden. Zudem belastet die Erhöhung der Krankmeldungen – sowohl in der Häufigkeit als auch in der Dauer – die Kita-Teams erheblich. Der daraus resultierende Personalausfall kann auch durch eine Verbesserung des U3-Schlüssels nicht ausgeglichen werden. „Diese Maßnahme ist zweifellos erstrebenswert, wird aber kurzfristig aufgrund der enormen Krankenstände keine spürbare Entlastung für die Kita-Teams bringen“, fasst Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, zusammen.
Angesichts dieser hohen Belastungen benötigen unsere Kita-Teams dringend schnell umsetzbare Maßnahmen, die eine sofortige Entlastung bringen. Andernfalls dürften auch die Gewerkschaften zu neuen Streikmaßnahmen ihre Mitglieder aufrufen. Der Kitaverband VKMK setzt sich daher dafür ein, im ersten Schritt eine Erhöhung der Schließtage für eine kurzfristige, aber nachhaltige Entlastung umzusetzen. „Wird die Anzahl der Schließtage erhöht, entlasten wir damit unsere Kita-Teams unmittelbar und stärken gleichzeitig die Qualität der frühkindlichen Bildung, da unseren Fachkräften mehr Zeit für wichtige Schulungen, Fort- und Weiterbildungen und interne fachliche Austauschrunden zur Verfügung steht." erläutert Békési, und fügt hinzu: “Die Verbesserung des Personalschlüssels ist erstrebenswert, jedoch sollte diese erst im zweiten Schritt erfolgen und nicht auf den U3-Bereich begrenzt sein.“ Stattdessen braucht es eine generelle Erhöhung der Personalausstattung, welche die realen Fehlzeiten durch Krankheit, Urlaub und Fortbildungen einbezieht und abdeckt. Auf diese Weise werden nicht nur Fachkräfte im U3-Bereich, sondern alle pädagogischen Fachkräfte in den Kitas entlastet.
Runder Tisch Kita: VKMK fordert pragmatische Entlastungsmaßnahmen für Kitas in Berlin
Am heutigen Tag, den 08. November, findet auf Einladung von Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, der Runde Tisch Kita statt. Dies ist eine Antwort der Senatsverwaltung auf die Forderungen Verdis nach Entlastung des pädagogischen Personals in den Kita-Eigenbetrieben in Berlin.
Am heutigen Tag, den 08. November, findet auf Einladung von Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, der Runde Tisch Kita statt. Dies ist eine Antwort der Senatsverwaltung auf die Forderungen Verdis nach Entlastung des pädagogischen Personals in den Kita-Eigenbetrieben in Berlin. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Bezirke, Gremien, Verbände und Bündnisse, der Gewerkschaften, der Elternschaft sowie der Kita-Eigenbetriebe will die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bei dem Runden Tisch Belastungsfaktoren und Entlastungsmöglichkeiten im Kita-Alltag identifizieren und erörtern.
Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, erläutert: „Angesichts der angespannten Haushaltslage in Berlin schlagen wir effiziente, pragmatische und schnell wirksame Entlastungsmaßnahmen vor, die das Land Berlin kaum bis gar nichts kosten oder als wertvolle Investitionen wirken. Die Erhöhung der Schließtage verursacht keine zusätzlichen Ausgaben für das Land, steigert aber die Qualität der frühkindlichen Bildung erheblich. Diese zusätzlichen Schließtage schaffen für Kita-Träger dringend benötigte Kapazitäten, um den stetig wachsenden Anforderungen in der Elternarbeit und den zunehmenden Herausforderungen in der täglichen Beziehungsarbeit mit den Kindern gerecht zu werden. Sie bieten den Teams Zeit und Raum für Austausch, gezielte Fort- und Weiterbildungen sowie Teamstärkung. Gleichzeitig profitieren die pädagogischen Fachkräfte von wichtigen Entlastungsmomenten, in denen sie in Ruhe an der Weiterentwicklung der internen und externen Qualitätsstandards arbeiten können. Wer schnelle und wirksame Entlastung erzielen will, sollte diese Maßnahme als ersten Schritt in Betracht ziehen.“
Neben dem Vorschlag zur Erhöhung der Schließtage wird der VKMK weitere Entlastungsmaßnahmen in die Diskussion einbringen.
Weltkindertag überschattet von Ver.di: Kommunale Kitas stehen vor unbefristetem Streik
Heute hat die Gewerkschaft Ver.di das Ergebnis der Urabstimmung zum geplanten Erzwingungsstreik an den kommunalen Kitas veröffentlicht. Statt der angestrebten 75 Prozent sprachen sich ganze 91,7 Prozent für einen unbefristeten Streik aus. Sollte es in den kommenden Tagen zu keiner Einigung mit dem Berliner Senat über den geforderten Entlastungstarifvertrag kommen, werden die Beschäftigten der kommunalen Kitas in Berlin ab dem 30. September in den Erzwingungsstreik treten.
Heute hat die Gewerkschaft Ver.di das Ergebnis der Urabstimmung zum geplanten Erzwingungsstreik an den kommunalen Kitas veröffentlicht. Statt der angestrebten 75 Prozent sprachen sich ganze 91,7 Prozent für einen unbefristeten Streik aus. Sollte es in den kommenden Tagen zu keiner Einigung mit dem Berliner Senat über den geforderten Entlastungstarifvertrag kommen, werden die Beschäftigten der kommunalen Kitas in Berlin ab dem 30. September in den Erzwingungsstreik treten.
Dass dieses Abstimmungsergebnis ausgerechnet am Weltkindertag verkündet wurde, empfindet der Kitaverband VKMK als äußerst unglücklich. „Der heutige Tag sollte ganz im Zeichen unserer Kinder stehen. Doch Ver.di überschattet mit dem klaren Votum für einen Erzwingungsstreik – und damit gegen eine stabile, verlässliche Bildung und Betreuung der Kinder – diesen besonderen Anlass."“, so Lars Békési, Geschäftsführer des Verbandes.
Das Ergebnis der Urabstimmung steht nicht nur im klaren Widerspruch zum heutigen Weltkindertag, sondern auch zu dem Motto, unter welchem dieser steht: “Mit Kinderrechten in die Zukunft”. Zu diesen Rechten, die in der UN-Kinderrechtskonvention verankert sind, zählt auch das grundlegende Recht auf Bildung. Ein unbefristeter Streik der kommunalen Kitas würde jedoch genau dieses Recht für die betroffenen Kinder einschränken und ihre Bildungschancen damit gefährden. Sollte der Streik wie angekündigt beginnen, wird es für viele Kinder in Berlin deutlich schwieriger, ihr Recht auf Bildung in den kommunalen Kitas wahrzunehmen. „Es ist paradox, dass an einem Tag, der Kinder und ihre Rechte in den Mittelpunkt stellt, eine Maßnahme beschlossen wird, die genau diametral dem entgegengesetzt ist.“, kritisiert Békési.
Leidtragende des bevorstehenden unbefristeten Streiks werden somit primär Eltern und Kinder sein. Nicht ohne Grund haben schon jetzt mehrere hundert Eltern ihre Kinder von den kommunalen Kitas abgemeldet. Mit diesem Ergebnis wird sich die Situation nun vermutlich noch weiter zuspitzen, da sich Eltern nicht mehr darauf verlassen können, dass ihre Kinder ihr Recht auf Betreuung und Förderung in den kommunalen Kitas antreten können.
Verdi-Streiks bedrohen Einheitlichkeit der Kita-Finanzierung – VKMK fordert realistische Lösungen
Die Verdi-Streiks in den kommunalen Kitas spitzen sich zu. Unmittelbar vor der Urabstimmung zum Erzwingungsstreik am 19. September fordern die Gewerkschaftsmitglieder auch weiterhin einen eigenen Tarifvertrag zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte in Berliner Eigenbetrieben. Die negativen Auswirkungen der Warnstreiks sind bereits heute spürbar: Hunderte Kinder besuchen aufgrund der unsicheren Betreuungssituation in diesem Kita-Jahr nicht mehr die kommunalen Einrichtungen.
Die Verdi-Streiks in den kommunalen Kitas spitzen sich zu. Unmittelbar vor der Urabstimmung zum Erzwingungsstreik am 19. September fordern die Gewerkschaftsmitglieder auch weiterhin einen eigenen Tarifvertrag zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte in Berliner Eigenbetrieben. Die negativen Auswirkungen der Warnstreiks sind bereits heute spürbar: Hunderte Kinder besuchen aufgrund der unsicheren Betreuungssituation in diesem Kita-Jahr nicht mehr die kommunalen Einrichtungen.
Der Kitaverband VKMK äußert sein zunehmendes Unverständnis angesichts der Streiks. „Das Berliner Finanzierungssystem über die Rahmenvereinbarung (RV-Tag) sorgt für Einheitlichkeit zwischen kommunalen, freien und wohlfahrtlichen Trägern. Verdi riskiert mit seiner Forderung eine gefährliche Spaltung dieser Struktur“, erklärt Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK. Zudem warnt er vor möglichen Konsequenzen: Ein separater Tarifvertrag wird Berlin erneut aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) drängen. Diese Mitgliedschaft sollte nicht leichtfertig durch Verdi aufs Spiel gesetzt werden.
Békési betont außerdem, dass kommunale Kitas Eigenbetriebe des Landes Berlin sind. „Die Forderungen von Verdi sind in diesem Kontext unverständlich, da Eigenbetriebe im Gegensatz zu der Rechtsform von öffentlichen Körperschaften keine unabhängigen Entscheidungen treffen können,“ so Békési weiter.
Grundsätzlich unterstützt der VKMK die Forderungen nach Entlastung des pädagogischen Personals, lehnt jedoch den von Verdi eingeschlagenen Weg ab. Krankentage, Fortbildung und Urlaub müssen im Personalschlüssel und dessen Finanzierung berücksichtigt werden, um alle Berliner Kitas zu entlasten. “Ein separater Tarifvertrag, der nur 12 % der Berliner Kitaplätze betrifft, wäre keine langfristige Lösung“, erklärt Békési. Der Kitaverband sieht die anstehenden Verhandlungen zur Rahmenvereinbarung („Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen“) als den einzig richtigen Ort, um die berechtigten Anliegen der Fachkräfte umfassend zu regeln – sowohl für freie als auch kommunale Träger.
Abwanderung von Kita-Fachkräften: Ein flächendeckendes Problem mit Folgen
Ende August veröffentlichte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Niedersachsen-Bremen eine Studie zur Beschäftigungssituation in den Berufen der Kinderbetreuung und -erziehung in Niedersachsen. Unter anderem wird aus dieser Studie die Diskrepanz zwischen Fachkräfte-Zuwachs und der ungedeckte Bedarf an Fachkräften in der frühkindlichen Bildung ersichtlich. Eine Diskrepanz, die sich nicht nur auf Niedersachsen beschränkt, sondern die in allen Bundesländern vorzufinden ist und erhebliche Folgen für die Qualität der frühkindlichen Bildung mit sich bringen kann.
Ende August veröffentlichte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Niedersachsen-Bremen eine Studie zur Beschäftigungssituation in den Berufen der Kinderbetreuung und -erziehung in Niedersachsen. Unter anderem wird aus dieser Studie die Diskrepanz zwischen Fachkräfte-Zuwachs und der ungedeckte Bedarf an Fachkräften in der frühkindlichen Bildung ersichtlich. Eine Diskrepanz, die sich nicht nur auf Niedersachsen beschränkt, sondern die in allen Bundesländern vorzufinden ist und erhebliche Folgen für die Qualität der frühkindlichen Bildung mit sich bringen kann.
In den vergangenen zehn Jahren ist die Anzahl an pädagogischen Fachkräften in Kitas um über 50% gestiegen. Daraus könnte geschlussfolgert werden, die Kitas hätten genügend Personal. Doch neben dem hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigten von über 40%, erschwert auch die anhaltende Fachkräfteabwanderung die Deckung des Personalbedarfs, wodurch die Gewährleistung einer stabilen Bildungs- und Betreuungssituation wesentlich erschwert wird. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wenden sich 20% der pädagogischen Fachkräfte in Niedersachsen im Laufe ihrer Berufslaufbahn von der Arbeit in der Kita dauerhaft ab. Eine etwas ältere Längsschnittstudie des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation aus dem Jahr 2019 kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass bundesweit 20% der pädagogischen Fachkräfte in den ersten fünf Jahren ihrer Berufskarriere den Kitas den Rücken zukehren.
Die Zahlen zeigen, dass sehr viele Personen am Berufsbild der pädagogischen Fachkraft interessiert sind und gewillt wären, diesen Berufsweg zu beschreiten. Jedoch gibt es erhebliche Schwierigkeiten, die Fachkräfte langfristig an das Arbeitsfeld Kita zu binden. Als Gründe hierfür nennt die Autorengruppe der Studie unter anderem schlechte Rahmenbedingungen, wie eine ungünstige Personalausstattung, sowie Arbeit unter Stress und Druck. Auch andere Studien, wie die OECD-Fachkräftebefragung (2018), kommen zu dem Ergebnis, dass die Fachkräfte mit der pädagogischen Arbeit im Grunde sehr zufrieden sind, jedoch begrenzte Personalressourcen mehrheitlich für Unzufriedenheit und Stress im Personal führt. Nach der DKLK-Studie (2024) sind, neben der Unzufriedenheit, auch erhöhte Ausfälle im Personal Folgen einer unzureichenden Personalausstattung, was die Situation wiederum zusätzlich verschärft.
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir, in gemeinsamer Anstrengung, Rahmenbedingungen schaffen, um unsere pädagogischen Fachkräfte langfristig an das Arbeitsfeld Kita zu binden. Einer der ausschlaggebendsten Faktoren hierfür ist unter anderem eine bessere Personalausstattung, damit wieder mehr Zeit für die pädagogische Arbeit bleibt, unsere Pädagog:innen ohne Stress und Druck ihrer Tätigkeit nachgehen können und somit besser auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kinder eingegangen werden kann. Der Kitaverband VKMK sieht gerade jetzt, wo mit dem Geburtenrückgang die Zahl der Kinder sinkt, die optimale Chance, dies in die Tat umzusetzen. Daher fordert der Verband die Bundesländer dazu auf, in ihren Gesetzen die Finanzierung der Personalressourcen anzupassen, damit die Kitas eine höhere Personalausstattung ermöglichen können und eine stabile Bildung und Betreuung für alle Kinder sichergestellt werden kann.
Quellen:
Kita-Betreuung: 51 % mehr pädagogisches Personal im März 2023 als zehn Jahre zuvor: in: Statistisches Bundesamt, o. D., [online] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_N004_p002.html.
Fischer, Florence/Tomi Neckov/FLEET Education Events GmbH/VBE Bundesverband/VBE Landesverband/Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)/VBE Baden-Württemberg/VBE Hessen/VBE Nordrhein-Westfalen/Andy Schieler: DKLK-Studie 2023, in: DKLK-Studie 2023, 21.03.2023, [online] https://deutscher-kitaleitungskongress.de/wp-content/uploads/2023/03/DKLK_Studie_2023_210x297_A4_V07_RZ-1.pdf.
Wrobel, Martin/Uwe Harten/Amelie Berisha: Beschäftigungssituation in den Berufen der Kinderbetreuung und -erziehung in Niedersachsen, in: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, 27.08.2024, [online] doi:10.48720/IAB.RENSB.2401.
Bader, Samuel/Birgit Riedel/Carolyn Seybel/Daniel Turani/Deutsches Jugendinstitut: Kita-Fachkräfte im internationalen Vergleich: Ergebnisse der OECD-Fachkräftebefragung 2018, Band II, in: Forschung zu Kindern, Jugendlichen und Familien an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Fachpraxis, Deutsches Jugendinstitut, 2021.
Weltkindertag: Eine Hommage an Unsere Pädagogischen Held*innen
Am 20. September feiern wir den Weltkindertag. Und während wir diesen Tag natürlich den Kindern widmen, die unsere Zukunft repräsentieren - so möchten wir ihn auch nutzen um an all jene zu erinnern, die fundamental dazu beitragen, dass eben diese Kinder, ihr volles Potenzial erkunden und entfalten können: die pädagogischen Fachkräfte.
Am 20. September feiern wir den Weltkindertag. Und während wir diesen Tag natürlich den Kindern widmen, die unsere Zukunft repräsentieren - so möchten wir ihn auch nutzen um an all jene zu erinnern, die fundamental dazu beitragen, dass eben diese Kinder, ihr volles Potenzial erkunden und entfalten können: die pädagogischen Fachkräfte.
Diese engagierten Menschen in Kindertagesstätten, Krippen, Schulen und Pflegeeinrichtungen leisten Tag für Tag Großartiges. Sie schaffen eine sichere und anregende Umgebung, in der Kinder lernen, wachsen und spielen können. Sie sind nicht nur Pädagogen, sondern auch Zuhörer, Tröster und Vorbilder für unsere Kleinen. Ihr Einfluss reicht weit über die Kita hinaus und prägt die Zukunft unserer Gesellschaft.
Jedoch ist es nahezu unmöglich, über ihre hingebungsvolle Arbeit zu sprechen, ohne gleichzeitig auf die herausfordernden Bedingungen hinzuweisen, die viele Fachkräfte heute akut belasten. Unterbezahlung und Personalmangel verwandeln oft den Beruf, den sie aus voller Leidenschaft gewählt haben, in einen wahren Balanceakt. Trotz ihrer herausragenden fachlichen Qualifikationen und ihres persönlichen Engagements sehen sich viele von ihnen gezwungen, ihre wertvolle Arbeit aufzugeben. Die alarmierend hohen Abwanderungsraten in diesem Berufsfeld verdeutlichen diese akute Problematik.
Pädagogische Fachkräfte sind nicht nur Expert*innen in der Bildung, sondern auch Schlüsselfiguren in der sozialen Entwicklung unserer Kinder. Sie fördern wichtige soziale Kompetenzen wie Empathie, Teamarbeit und Konfliktlösung, die für ein erfolgreiches und erfülltes Leben unverzichtbar sind. Sie unterstützen Kinder dabei, ihre Neugier zu wecken und ihre kreativen Fähigkeiten zu entfalten. In einer sich ständig wandelnden und zunehmend komplexen Welt sind diese Fähigkeiten von unschätzbarem Wert.
Wir sollten den Weltkindertag daher nicht nur als Gelegenheit sehen, unsere Kinder zu feiern, sondern auch als Anlass, um all die pädagogischen Fachkräfte zu würdigen, die Tag für Tag ihre Zeit, Energie und Liebe in die Bildung und Betreuung unserer Kinder investieren. Ihre Arbeit ist nicht nur eine Berufung, sondern eine Verpflichtung gegenüber der nächsten Generation.
Es ist an der Zeit, die Bedingungen für pädagogische Fachkräfte zu verbessern und sicherzustellen, dass sie die Unterstützung und Wertschätzung erhalten, die sie verdienen. Wenn wir die Qualität der frühkindlichen Bildung verbessern und sicherstellen, dass pädagogische Fachkräfte unter optimalen Bedingungen arbeiten können, investieren wir in eine bessere Zukunft für uns alle.
Der Weltkindertag erinnert uns daran, dass Kinder unsere kostbarste Ressource sind und dass diejenigen, die sich um sie kümmern, unsere höchste Anerkennung verdienen. Lasst uns diesen Tag nutzen, um unsere Dankbarkeit und Wertschätzung für die pädagogischen Fachkräfte auszudrücken, die so unermüdlich daran arbeiten, unsere Kinder auf ihren Lebensweg vorzubereiten und ihnen dabei zu helfen, die besten Versionen von sich selbst zu werden.
VKMK fordert dringende Verbesserung der frühkindlichen Bildung: Positionspapier
Der Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK) gibt die Veröffentlichung seines Positionspapiers bekannt, das sich auf die dringende Notwendigkeit konzentriert, die Qualität und Effizienz der frühkindlichen Bildung zu verbessern.
Berlin, 14.09.2023 - Der Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK) gibt die Veröffentlichung seines Positionspapiers bekannt, das sich auf die dringende Notwendigkeit konzentriert, die Qualität und Effizienz der frühkindlichen Bildung zu verbessern.
In einem kürzlichen Treffen mit Jugendsenatorin und derzeit amtierenden KMK-Präsidentin Frau Günther-Wünsch wurden bereits zahlreiche inhaltliche Übereinstimmungen festgestellt, und beide Seiten betonen ihren gemeinsamen Willen, konstruktive Lösungen zu erarbeiten und sie erfolgreich mit weiteren Akteuren der frühkindlichen Bildung umzusetzen.
Die Bedeutung der frühkindlichen Bildung für die individuelle Förderung und die Zukunftschancen der Kinder kann nicht genug betont werden. Der VKMK strebt danach, hochwertige Bildungs- und Betreuungsangebote für alle Kinder bereitzustellen. Angesichts aktueller Herausforderungen wie dem Mangel an pädagogischem Fachpersonal und dem erhöhten Bedarf an individueller Förderung in Kindertagesstätten ist es von größter Dringlichkeit, zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Positionspapier: “DIE AKTUELLE HERAUSFORDERUNG QUALIFIZIERTEN PERSONALS: Auswirkungen auf die frühkindliche Bildung.”
In seinem Positionspapier skizziert der VKMK eine Reihe von Maßnahmen, darunter die kurzfristige Forderung nach Entlastung des pädagogischen Personals von nicht-pädagogischen und bürokratischen Aufgaben durch zusätzliche Unterstützungskräfte.
Darüber hinaus setzt sich der Verband für die Integration der Kitasozialarbeit in multiprofessionelle Teams in allen Kindertagesstätten ein. Der VKMK fordert auch eine angemessene gesellschaftliche Anerkennung für alle Kita-Beschäftigten sowie die Schaffung erweiterter Karriereoptionen für alle Kita-Beschäftigten.
Wir sind zuversichtlich, dass durch weitere Gespräche mit Senatorin Günther-Wünsch und in den entsprechenden Fachausschüssen nicht nur kurzfristige Maßnahmen, sondern auch mittelfristige Verbesserungen umgesetzt werden können.