VKMK unterstützt Forderungen des Bundesrats: Dauerhafte Qualitätsanforderungen brauchen dauerhafte Finanzierung
Bereits mit Veröffentlichung des Referentenentwurfs zum Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz (SCQEG) warnte der VKMK – Der Kitaverband vor erheblichen finanziellen Mehrbelastungen für Länder, Kommunen und Kita-Träger - insbesondere nach 2034. Denn während die Qualitätsanforderungen des SCQEGs dauerhaft gesetzlich verankert werden sollen, ist die finanzielle Bundesbeteiligung zeitlich bis 2034 befristet und sinkt im Laufe der Jahre schrittweise.
Vorschulpflicht allein schafft keine besseren Bildungschancen -VKMK fordert stattdessen Stärkung der Bildungsqualität
Der Wunsch nach verlässlicher frühkindlicher Bildung ist groß: Laut ifo Bildungsbarometer 2026 befürworten 72 Prozent der befragten Erwachsenen und 74 Prozent der Eltern ein verpflichtendes Kita-Jahr vor der Einschulung.
Länder sollen gestalten können. Qualität muss verbindlich bleiben.
Der VKMK begrüßt die Empfehlung der Bundesratsausschüsse, die kleinteiligen Minutenangaben im Entwurf des Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetzes (SCQEG) durch eine Pflicht zu ausreichenden Personalressourcen zu ersetzen. Dies betrifft etwa den Umfang der Förderung bei festgestelltem Bedarf und die zeitlichen Vorgaben für Fachberatungen.
Starke Kinder, starke Zukunft: Ein Appell an die Politik
„Starke Kinder, starke Zukunft“ - ein starkes Motto für den Weltkindertag. Und kaum wichtiger könnte diese Botschaft gerade jetzt sein. Denn während starke Kinder als Basis einer starken Zukunft zumindest auf verbaler Ebene gesellschaftlicher und politischer Konsens sind, scheinen die öffentlichen Bekenntnisse für bessere Bedingungen für Kinder oft an der Übersetzung in konkretes Handeln zu scheitern.
Beitragsfreiheit ist nicht gleich Bildungsgerechtigkeit: Weshalb Qualität priorisiert werden sollte
Ist die Beitragsfreiheit die Lösung unserer Bildungsprobleme in Deutschland?
Diese Frage stellt sich der VKMK - Der Kitaverband angesichts des am Montag veröffentlichten Beschlusses des SPD-Parteivorstands und des gestrig veröffentlichten PISA-Berichts 2025.
Berlin handelt mit dem Partizipationszuschlag entgegen den Empfehlungen der Expert:innen
PISA 2025 empfiehlt ausdrücklich, sprachliche und andere Entwicklungsbedarfe frühzeitig zu diagnostizieren, daran verbindliche Fördermaßnahmen anzuschließen und Ressourcen nach sozialen und pädagogischen Bedarfen zuzuweisen.
Frühkindliche Bildung stärken: Gute Ziele brauchen finanzielle Substanz
Kürzlich war Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in einem Interview zu Gast bei der FAZ. Thema waren dabei unter anderem die frühkindliche Bildung und das KiTa-Startchancen-und Qualitätsentwicklungsgesetz (SCQEG) - mit einer bemerkenswerten Positionierung Karin Priens: Frühkindliche Bildung wird ihrer Bedeutung entsprechend noch nicht ausreichend priorisiert. Sie fordert Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Euro von Bund und Länder in die frühkindliche Bildung.
Vom Platzmangel zum Strukturwandel - Rechnerisch 18.200 Plätze weniger, bereits 78 Standorte geschlossen: VKMK fordert Vorhaltefinanzierung gegen das Kitasterben
Mit der neuen Kindertagesstättenentwicklungsplanung vollzieht Berlin einen grundlegenden Strategiewechsel. Der flächendeckende Kitaplatzmangel ist weitgehend überwunden. Nun droht die entgegengesetzte Entwicklung: Notwendige Kitas schließen, weil die nahezu ausschließlich kindbezogene Finanzierung bei sinkender Auslastung keine ausreichende Absicherung der Infrastruktur vorsieht.