Sprachförderung in der Kita: VKMK warnt vor ungleichen Bildungschancen durch selektive Förderlösungen
Der VKMK begrüßt grundsätzlich jedes Engagement zur Unterstützung von Sprachförderung in Bildungseinrichtungen. Gleichzeitig wird die aktuelle Entwicklung als Hinweis auf eine zunehmende strukturelle Verschiebung in der Berliner Bildungspolitik bewertet, bei der staatliche Verantwortung teilweise durch selektive Förderinstrumente und projektbezogene Ansätze überlagert wird.
Fünf Tage, viele Eindrücke: Unterwegs in Sloweniens Bildungslandschaft
“Es ist immer empfehlenswert, einen Blick über den Tellerrand zu wagen und in andere Länder zu schauen, Bildungssysteme in unterschiedlichen Teilen unserer Erde zu vergleichen und dabei das eigene Bildungssystem nicht als das ultimativ beste anzusehen. Wer sich diese Offenheit bewahrt, kann viel lernen und verbessern.“
Veränderung als Konstante: Wie Transitionen uns durchs Leben begleiten
Übergänge sind ein wiederkehrendes Thema in einer jeden Biographie. Wir erleben sie im Kindesalter, im Jugend- und Erwachsenenalter - unser Lebenslauf ist beispielsweise ein Zeugnis für eine Vielzahl von Übergängen, die wir bereits bewältigt haben. Dabei gibt es große, einschneidende Übergänge, aber auch kleine, die wir selbst vielleicht nicht einmal als Übergang wahrnehmen.
Kindertagesförderungsgesetzes: Chancengerechtigkeit nur auf dem Papier - Neuer Partizipationszuschlag benachteiligt Zehntausende Kinder
Heute hat der Berliner Senat den Entwurf zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes beschlossen. Die Senatskanzlei bezeichnet den Schritt in ihrer offiziellen Pressemitteilung als wichtigen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit, mit welchem “alle Kinder unabhängig von Herkunft und Lebensumständen frühzeitig unterstützt [werden]”. Starke Worte – doch eine zentrale Neuerung im Gesetz steht diesem Versprechen diametral entgegen: die Einführung des sogenannten Partizipationszuschlags. Der VKMK – Der Kitaverband warnt, dass dadurch massive Chancenungleichheit und Selektion drohen.
Kita-Eingewöhnung: Die erste große Trennung und wie sie gut gelingt
Mal ist es ein Jobwechsel, mal ein Umzug in eine andere Stadt, ein neuer Freundeskreis oder auch der Übergang von der Schule ins Berufsleben: Das Leben ist voller Veränderungen und Eingewöhnungen in neue Lebenssituationen und -umstände. Manchmal fällt uns dieser Wandel leicht, manchmal schwer - doch ein kleiner, bestimmter Übergang prägt maßgeblich, wie wir im Laufe unseres Lebens solche Umstellungen bewältigen: Der Start in die Kita. Dieser Übergang steht vielen Kindern nun kurz bevor, manche befinden sich bereits mitten im Prozess.
Eingewöhnungsmodelle in der Kita: Berliner, Münchener und Tübinger Ansatz im Vergleich
Die Eingewöhnung in eine Kindertageseinrichtung stellt für Kinder und ihre Familien eine bedeutende Übergangsphase dar. Sie markiert nicht nur den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, sondern ist auch entscheidend für die weitere Entwicklung des Kindes. Um diesen Übergang so behutsam und kindgerecht wie möglich zu gestalten, haben sich verschiedene Modelle etabliert, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen und jeweils eigene methodische Ansätze verfolgen. Zu den bekanntesten gehören das Berliner Modell, das Münchener Modell und das Tübinger Modell.
Stark fürs Leben: Soft Skills von klein auf fördern
Unsere Welt wandelt sich stetig - und das mit einer zunehmenden Geschwindigkeit. Technologisierung, Globalisierung und geopolitische Spannungen scheinen die Welt immer komplexer werden zu lassen. Und ein Blick auf die Gesellschaft zeigt, dass der Umgang mit diesem Wandel ebenfalls eine Herausforderung darzustellen scheint: Die mentale Gesundheit leidet, Förderbedarfe steigen - und die Reaktion darauf? Die bleibt oft auf die Bekämpfung von Symptomen beschränkt. Betroffen sind nicht nur wir Erwachsene, sondern auch Kinder, die in diesem rasanten, komplexen Wandel aufwachsen.
Tag der Kinderbetreuung? Wie aus Betreuung Bildung wurde – und was noch vor uns liegt
Vor wenigen Jahrzehnten sah die außerfamiliäre Kinderbetreuung noch etwas anders aus als heutzutage: Strukturen, pädagogische Konzepte, Schwerpunkte sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung und Erwartung waren andere. Seitdem hat sich jedoch vieles verändert - Veränderungen, die auch einen Spiegel eines gewissen gesellschaftlichen, soziodemografischen und politischen Wandels darstellen. Und trotz vieler Veränderungen zum Positiven hin bleibt auch weiterhin einiges zu tun.
Kreativität fördern, Zukunft gestalten: Wie kreative Denkfähigkeiten in der frühkindlichen Bildung geweckt werden
Vergangene Woche setzte sich ein Artikel im Tagesspiegel mit dem Bildungserfolg Estlands auseinander, der im PISA-Test 2022 deutlich wurde – demselben Test, der in Deutschland für einen großen Schock sorgte. Estland schnitt im Test als europäischer Spitzenreiter ab und lag in vielen Bereichen deutlich vor Deutschland – unter anderem auch in der noch jungen Disziplin des kreativen Denkens. Während Deutschland in diesem Bereich lediglich im OECD-Durchschnitt verweilt und der Erfolg stark von der sozioökonomischen Herkunft der Kinder abhängt – sozioökonomisch privilegierte Schüler:innen erzielten im Durchschnitt 11 Punkte mehr als ihre weniger privilegierten Mitschüler:innen –, liegt Estland über dem Durchschnitt.