Stark fürs Leben: Soft Skills von klein auf fördern
Unsere Welt wandelt sich stetig - und das mit einer zunehmenden Geschwindigkeit. Technologisierung, Globalisierung und geopolitische Spannungen scheinen die Welt immer komplexer werden zu lassen. Und ein Blick auf die Gesellschaft zeigt, dass der Umgang mit diesem Wandel ebenfalls eine Herausforderung darzustellen scheint: Die mentale Gesundheit leidet, Förderbedarfe steigen - und die Reaktion darauf? Die bleibt oft auf die Bekämpfung von Symptomen beschränkt. Betroffen sind nicht nur wir Erwachsene, sondern auch Kinder, die in diesem rasanten, komplexen Wandel aufwachsen.
Unsere Welt wandelt sich stetig - und das mit einer zunehmenden Geschwindigkeit. Technologisierung, Globalisierung und geopolitische Spannungen scheinen die Welt immer komplexer werden zu lassen. Und ein Blick auf die Gesellschaft zeigt, dass der Umgang mit diesem Wandel ebenfalls eine Herausforderung darzustellen scheint: Die mentale Gesundheit leidet, Förderbedarfe steigen - und die Reaktion darauf? Die bleibt oft auf die Bekämpfung von Symptomen beschränkt. Betroffen sind nicht nur wir Erwachsene, sondern auch Kinder, die in diesem rasanten, komplexen Wandel aufwachsen.
Daher möchten wir heute, am internationalen Kindertag, unseren Fokus darauf legen, wie wir Kinder besser auf einen gesunden Umgang mit der Welt vorbereiten können: Mit Prävention, mit Soft Skills, mit der Stärkung ihrer Persönlichkeit.
Was sind Soft Skills - und warum sind sie so wichtig?
Soft Skills beschreiben persönliche Fähigkeiten und stellen damit das Gegenteil von Hard Skills - also fachlicher Kompetenz - dar. Zu den Soft Skills zählen beispielsweise soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen - aber auch Resilienz, Adaptionsfähigkeit, Problemlösungsfindung, Medienkompetenz, Lernfreude, .. - und die Liste könnte noch sehr viel weiter gehen. Kurzum: Es handelt sich um Fähigkeiten, die Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit stärken und dabei helfen, sich in der Welt, in der Gesellschaft und im Berufsleben zurechtzufinden. Und genau diese Fähigkeiten sind essentiell in einer Zeit, in welcher aufgrund der stetigen und schnellen Veränderungen nicht klar abschätzbar ist, wie die Zukunft aussehen könnte. Wir können nicht genau wissen, welche Hard Skills in 10-20 Jahren gefragt sein werden, doch wir wissen, dass Soft Skills entscheidend dabei helfen werden, mit verschiedenen Zukunftsszenarien souverän umzugehen und sich auf Veränderungen einzulassen. Während in der Schule - insbesondere in der weiterführenden Schule - die Vermittlung von Hard Skills im Vordergrund steht, legt die frühkindliche Bildung den Grundstein für die Entwicklung von Soft Skills. Hier wird das Fundament für die Entwicklung persönlicher Kompetenzen gelegt, welche Kinder auf die Zukunft vorbereiten. Doch wie genau kann das im Alltag aussehen?
Mit Gefühl und Gemeinschaft: Soziale und emotionale Kompetenzen in der frühkindlichen Bildung
Soziale und emotionale Kompetenzen beziehen sich vor allem auf den Umgang mit anderen und mit sich selbst. Teamfähigkeit, Empathie und emotionale Selbstregulation zählen hier beispielsweise dazu. Beginnen wir mit dem Umgang mit anderen. Kinder bringen in der Kita häufig eine wertvolle Grundlage mit: vorurteilsfreie Offenheit. Kinder erkennen Unterschiede, kennen aber keine trennenden Unterschiede. Durch den Besuch einer Kita, in der Kinder mit ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten und Hintergründen zusammenkommen, wird die Vielfalt für sie zur Normalität und Selbstverständlichkeit – und ihre Offenheit gegenüber Unterschieden wird weiter gestärkt. Empathie können Kinder in der frühkindlichen Bildung auf vielfältige Weise entwickeln und vertiefen. Zentral dafür ist die Fähigkeit zum Perspektivwechsel – und genau diese kann durch Rollenspiele, Theaterspielen oder auch das Erzählen und Erleben von Geschichten gefördert werden. Kinder schlüpfen dabei in die Rolle einer anderen Person, erleben eine andere Lebensrealität als ihre eigene – und tauchen so in eine neue Gefühlswelt ein. Auch der Morgenkreis ist ein wichtiger Schlüssel zur Förderung von Empathie: Hier erfahren Kinder, was andere beschäftigt und wie es ihnen geht. Gleichzeitig bietet der Morgenkreis die Möglichkeit, emotionale Selbstregulation zu erlernen – etwa durch das Reflektieren und Benennen eigener Gefühle. In diesem geschützten Rahmen, begleitet durch pädagogisches Fachpersonal, lernen Kinder, ihre eigenen Emotionen besser einzuordnen und mit ihnen umzugehen. Auch Rückzugsorte – wie Kuschelecken – und Bewegungsspiele zur Entspannung können Kinder dabei unterstützen, ihre Gefühle bewusst wahrzunehmen und wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Emotionale Selbstregulation kann jedoch auch ganz unmittelbar im Miteinander geübt werden – etwa durch Gruppenspiele. Dabei lernen Kinder, die Gefühle anderer zu respektieren, ihre eigenen Emotionen auch einmal zurückzustellen, Regeln zu befolgen, Frustration auszuhalten, Impulse zu kontrollieren und Kompromisse auszuhandeln. All das stellt auch die Basis für Teamfähigkeit dar.
Mit Kreativität die Zukunft gestalten: Von der Selbstentfaltung zur Problemlösungskompetenz
Kreativität ist leider eine in der Gesellschaft sehr unterschätzte Schlüsselkompetenz für die persönliche Entwicklung - wie man bereits daran erkennen kann, dass der Kunstunterricht an den Schulen im Laufe der Jahre im Schnitt zunehmend reduziert wurde - zugunsten leistungsorientierter Kernfächer. Aber weshalb ist Kreativität so wichtig? Das beginnt bei der Selbstentfaltung und Selbstwirksamkeit. Kreativ zu sein bedeutet, etwas Eigenes zu erschaffen: Gedanken, Geschichten, Ideen, Szenarien, Kunst. Dieser schöpferische Akt ist ein Ausdruck des individuellen Selbst, eine Möglichkeit, die eigene Perspektive sichtbar und wirksam werden zu lassen. Kreativität bringt einen in die Lage, in unterschiedlichste Richtungen zu denken, spielerisch Möglichen zu erforschen, scheinbar Unzusammenhängendes zu verknüpfen und neue Perspektiven zu entdecken. Es lehrt uns, kritisch zu hinterfragen, Ideen und Innovationen zu entwickeln sowie Lösungen für Probleme zu finden. Man könnte schon fast sagen, dass Kreativität dadurch eine der wichtigsten Zukunftskompetenzen ist. Gleichzeitig bringt uns Kreativität bei, mit Unsicherheiten umzugehen und resilient zu werden, denn bei der Umsetzung von Ideen werden wir gerne auch mal mit Rückschlägen konfrontiert, die Überwindung erfordern. Und wie lässt sich Kreativität in der frühkindlichen Bildung fördern? Indem man Kindern Räume zum Erkunden, Erforschen und Gestalten eröffnet. Wenn Kinder über ausreichend Zeit und Raum verfügen, um sich auszuprobieren, legen sie das Fundament für kreatives Denken. Das kann in vielfältiger Weise verfestigt werden - etwa durch Malen, Basteln, Bauen, Singen, Tanzen und vielem mehr. Dabei können unterschiedlichste Materialien zum Einsatz kommen und verschiedenste Themen als Anlass dienen, ganz gleich ob im Rahmen eines Motto-Themas oder eines ganz besonderen Projekts wie etwa Upcycling. Ein besonderes Beispiel für die Förderung von Kreativität wollen wir aus Singapur - einem Land, in dem Soft Skills ganz oben auf der Agenda der frühkindlichen Bildung stehen - vorstellen: Dort entwickeln Kinder spielerisch und kindgerecht eigene kleine Business-Ideen. Was zunächst nach einer Überforderung klingen mag, ist in Wahrheit eine kreative Übung, die viele Kompetenzen verbindet: Ideenfindung, Umsetzung, Problemlösung, Teamarbeit und Präsentation. All das sind Bestandteile kreativen Denkens - angewendet in einem Kontext, der spielerisch bleibt, aber Zukunftsrelevanz hat.
Digital lernen, sicher wachsen: Medienkompetenzen von klein auf
Kommen wir nun zur Medienkompetenz - einer Fähigkeit, die exemplarisch zeigt, wie sich auch die Anforderungen an unsere Kompetenzen im Laufe der Zeit verändert haben. Denn noch vor wenigen Jahrzehnten galt Medienkompetenz bei weitem nicht als Schlüsselkompetenz. Doch nun sind wir in einer Zeit angekommen, in welcher sie zu den wichtigsten Zukunftskompetenzen zählt - nicht nur, um in der Arbeitswelt Schritt halten zu können, sondern auch im Hinblick auf unsere mentale Gesundheit. Dabei handelt es sich um eine Kompetenz, die längst nicht mehr nur Erwachsenen vorbehalten ist, sondern vor allem auch Kindern frühzeitig vermittelt werden sollte. Denn so viele Chancen die Digitalisierung und Technologisierung auch bieten, ebenso viele Risiken bergen sie. Dies verdeutlichte erst kürzlich eine Auswertung von jugendschutz.net, in welcher deutlich wurde, dass Kinder und Jugendliche zunehmend Hass-Inhalten und sexualisierter Gewalt im Internet ausgesetzt sind. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt insbesondere vor dem übermäßigen Konsum sozialer Medien, da dieser sich negativ auf die mentale Gesundheit auswirken kann. Sie empfiehlt daher, Medienkompetenzen frühzeitig zu fördern. UNICEF wiederum macht in ihrem kürzlich erschienenen Ranking zum Wohlbefinden von Kindern deutlich, dass eine ausgewogene Nutzung sogar zu einer höheren Lebenszufriedenheit beitragen kann. Dies macht deutlich: Die Frage ist nicht ob, sondern wie Medien genutzt werden - und genau hier setzt Medienkompetenz an. Doch weshalb sollte man damit bereits in der frühkindlichen Bildung beginnen? Ganz einfach: Weil der Medienkonsum auch bei Kleinkindern drastisch gestiegen ist, wie die Studie miniKIM 2023 verdeutlichte. Demnach verfügt inzwischen jedes zehnte Kind im Alter von zwei bis fünf Jahren über ein eigenes Handy oder Smartphone - jedes fünfte Kind sogar über ein eigenes Tablet. 23% der Kinder in dieser Altersgruppe nutzen täglich ein Gerät mit Internetzugang. Umso wichtiger wird es also, bereits im frühen Kindesalter Medienkompetenzen zu fördern. Doch wie kann das konkret aussehen? Zunächst sollte klar sein: Es geht dabei keineswegs darum, Kinder einfach vor digitale Geräte zu “parken”, sondern vielmehr, um Medien spielerisch, altersgerecht und pädagogisch begleitet in den Alltag einzubinden. Besonders wichtig dabei ist, aufgrund des hohen Suchtpotenzials digitaler Medien klare Nutzungszeiten festzulegen. Beispielsweise können Tablets gezielt genutzt werden, um gemeinsam mit den Kindern altersgerechte Lernvideos anzusehen, in digitalen Bilderbüchern zu schmökern oder interaktive Geschichten zu entdecken. So lernen die Kinder ganz nebenbei, dass Medien Hilfsmittel zum Lernen und Erforschen sein können. Auch die kreative Anwendung von Medien lässt sich gut in den Kita-Alltag integrieren: durch kleine Audioaufnahmen, das Erstellen von Fotogeschichten oder kurzen Videos - etwa als digitale Ergänzung zu einem gemeinsamen Ausflug oder Projektthema. Ebenso zentral ist die gemeinsame Reflexion über Medienerlebnisse. Gespräche darüber, was Kinder zu Hause sehen, welche Apps sie nutzen oder ob sie Werbung erkennen können, hilfen ihnen, Inhalte besser einzuordnen und erste kritische Fragen zu stellen.
Soft Skills bereiten Kinder von klein auf auf das Leben vor. Sie bilden die Basis dafür, dass Kinder später ein glückliches und erfolgreiches Leben führen können - und helfen ihnen schon im Hier und Jetzt gut im Leben, mit Veränderungen, Herausforderungen, mit sich selbst und mit anderen zurechtkommen. Während die Bedeutung von Soft Skills kein Geheimnis ist und in den Kitas viel dafür getan wird, diese zu fördern, ist es dennoch im Kita-Alltag oft schwierig, auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Die dafür notwendigen Ressourcen - wie Personal, Zeit, Geld, Raum und Materialien - stehen häufig nur eingeschränkt zur Verfügung. Für die Entwicklung von Medienkompetenzen wäre zum Beispiel die Einführung eines Digitalpakts für Kitas ein wichtiger Schritt. Zur Förderung von Kreativität könnten Programme wie das Schulprojekt “MAX - Artists in Residence”, bei dem Künstler:innen ein Atelier in einer Schule erhalten und gemeinsam mit Kindern arbeiten, auch für Kitas modellhaft sein. Darüber hinaus könnte die gezielte Förderung mulitprofessioneller Teams - ergänzt etwa durch Theater-, Kunst- und Medienpädagog:innen - einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Soft Skills leisten.
Wenn wir Kinder stark für die Zukunft machen und ihnen die bestmöglichen Startchancen bieten wollen, müssen jetzt die Bedingungen geschaffen werden, in denen sie ihre individuellen Stärken erkennen, entfalten und vertiefen können - und das beginnt bei einer qualitativ hochwertigen frühkindlichen Bildung.
Fachkräftegewinnung aus dem Ausland: Eine Erfolgsgeschichte dank "BIS" - Ein Bericht aus Berlin
Die Herausforderungen, hochqualifizierte Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern zu gewinnen, sind oft von bürokratischen Prozessen geprägt, die den Einstellungsprozess erschweren oder sogar behindern können. Diese Realität erlebte Herr Frank Mozer, der gemeinsam mit Sabine Schieferdecker-Bach, Geschäftsführer des internationalen Kindergartens in Berlin ist. Doch dank BIS entwickelte sich diese Geschichte, zu einer Erfolgsgeschichte.
Die Herausforderungen, hochqualifizierte Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern zu gewinnen, sind oft von bürokratischen Prozessen geprägt, die den Einstellungsprozess erschweren oder sogar behindern können. Diese Realität erlebte Herr Frank Mozer, der gemeinsam mit Sabine Schieferdecker-Bach, Geschäftsführer des internationalen Kindergartens in Berlin ist. In einem Gespräch berichtete er über die Schwierigkeiten, vor allem wenn es um Bewerber:innen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union geht, aber auch über die Hilfestellungen, die er erfahren konnte, welche diese Geschichte schlussendlich zu einer Erfolgsgeschichte werden ließen.
Der Pädagoge aus Serbien, der sich um die Stelle im internationalen Kindergarten in Berlin bewarb, beeindruckte Frank Mozer nicht nur durch seine langjährige Erfahrung in der Grundschulpädagogik und bilingualen Kindergärten, sondern auch durch seinen internationalen Hintergrund. Mit Erfahrungen aus Bali, Indonesien, und China brachte er eine kulturelle Vielfalt und interkulturelle Kompetenz mit, die im globalen Kontext des Kindergartens äußerst wertvoll war.
Doch, trotz seiner Qualifikationen und des klaren Bedarfs an seinen Fähigkeiten stellte sein Nicht-EU-Status vorerst eine bedeutende Herausforderung dar. Die mit diesem Status verbundenen bürokratischen Hürden erweisen sich als komplex und zeitintensiv und die herkömmlichen Wege der Visabeantragung gestalteten sich oftmals frustrierend, sowohl für Arbeitnehmer, als auch -geber.
Frank Mozer wollte tatkräftig unterstützen, um das Bewerbungsverfahren schnellstmöglich in die richtigen Bahnen zu lenken, doch waren ihm hier in vielen Fällen selbst die Hände gebunden. Der Termin für die Visabeantragung bei der Botschaft für Serbien wurde mehrfach verschoben und auch die bürokratischen Prozesse in Deutschland können hier viel Zeit in Anspruch nehmen. Für Mozer war klar, dass er die Qualifikationen des Mannes aus Serbien in seinem Kindergarten brauche und dies, am liebsten, so schnell wie möglich. Er erkundigte sich nach Lösungen und wurde schnell fündig; BIS. Business Immigration Service, der sich als rettender Anker inmitten der bürokratischen Stürme erwies. Dieser Service erleichterte nicht nur die Anmeldung und Anerkennung, sondern fungierte auch als Vermittler zwischen verschiedenen Behörden und Botschaften.
Wie funktioniert BIS?
Vorab ist zum empfehlen, dass man die Qualifikationen der Fachkraft auf mögliche Anerkennungen in Deutschland nachprüfen lässt. Dies kann man bequem über die Website: https://anabin.kmk.org/anabin.html umsetzen. Bei erfolgreichen Übereinstimmungen benötigt man schlussendlich nur noch die Vollmachtserklärung der Fachkraft, um die bürokratischen Prozesse auch in seinem/ihrem Namen durch BIS umsetzen zu lassen.
BIS überprüft final noch einmal die Anerkennung der Qualifikationen und nach Erfolg tritt alsbald ein präziser Abwicklungsprozess in Kraft. BIS nimmt Kontakt mit dem Senat auf, um die notwendige Zustimmung einzuholen. Sobald diese erteilt wurde, erfolgt die Weiterleitung an die Bundesagentur für Arbeit, die den nächsten Schritt in die Wege leitet. Bei reibungslosem Ablauf wird der Anerkennungsbescheid an die Auslandsvertretung gesendet. Diese übernimmt die abschließenden Schritte im Visumsverfahren. Nach erfolgreicher Klärung und Bestätigung durch die Auslandsvertretung geht die Anerkennung an die Botschaft in Serbien.
Mit dem Abschluss dieser formalen Schritte, kann die Umsetzung des Visums innerhalb weniger Wochen erfolgen, wodurch der Bewerber / die Bewerberin für zunächst ein Jahr ein Visum erhält.
Der gesamte Prozess, inklusive Vorbereitungen und Anerkennun im Falle von Frank Mozer, erstreckte sich von Mai bis zum letztendlichen Arbeitsbeginn im Oktober. Ein Prozedere, das Vorab-Recherche und Eigeninitiative beinhaltet und, welches ohne den schlussendlichen Fund von BIS einen deutlich längeren Zeitrahmen in Anspruch genommen hätte.
(Hinweis: Als Teil des Prozesses musste der Arbeitgeber eine Gebühr von 411 Euro an das BIS entrichten, um sicherzustellen, dass die Schnittstelle ordnungsgemäß etabliert wurde und die Arbeitgeberpflichten effizient übernommen wurden.)
Resümee
Frank Mozer betonte, dass das BIS nicht nur die bürokratische Hindernisse überwand, sondern auch eine entscheidende Rolle dabei spielte, den gesamten Prozess der Fachkräftegewinnung effizienter und zielführender zu gestalten.
"Das beschleunigte Fachkräfteverfahren war für uns wirklich entscheidend. Die Unterstützung und Lösungsorientierung, die wir beim BIS erfuhren, waren von unschätzbarem Wert. Der Service erleichterte nicht nur die Anerkennung der Qualifikationen unseres Pädagogen, sondern ermöglichte auch eine reibungslose Visumsbestätigung und damit eine erfolgreiche Integration in unser Berliner Kindergarten-Team", sagte Herr Mozer.
Inmitten des bestehenden Fachkräftemangels in der frühkindlichen Pädagogik erweisen sich hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland als eine bedeutsame Ressource und Chance für Bildungseinrichtungen. Das Beispiel von Herrn Frank Mozer und dem internationalen Kindergarten in Berlin verdeutlicht, wie entscheidend eine effiziente Fachkräftegewinnung ist, insbesondere bei Bewerbern aus Nicht-EU-Ländern. In diesem Zusammenhang bieten Verfahren wie das des Business Immigration Service (BIS) eine wertvolle Unterstützung. Indem sie bürokratische Hürden minimieren und den Prozess für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen erleichtern, tragen solche Mechanismen dazu bei, die Potenziale hochqualifizierter Fachkräfte optimal zu nutzen. Es ist entscheidend, dass wir diese Chancen erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die frühkindliche Pädagogik mit qualifiziertem Personal zu stärken und somit die bestmögliche Betreuung für unsere Kinder sicherzustellen.
Weitere Informationen
Für detaillierte Informationen zu den Dienstleistungen des Business Immigration Service (BIS) sowie zu den erforderlichen Unterlagen, Bearbeitungszeiten und Anerkennung von Qualifikationen können Interessierte die offizielle Website des BIS besuchen: https://www.businesslocationcenter.de/bis.
Die Webseite bietet eine umfassende und benutzerfreundliche Ressource für alle, die sich über das beschleunigte Fachkräfteverfahren und dessen Anwendbarkeit informieren möchten. Hier finden sich klare Anleitungen, die den Prozess der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland transparent machen und es sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern ermöglichen, sich optimal auf die Anforderungen vorzubereiten. Die leicht zugänglichen Informationen auf der Website erleichtern somit die Navigation durch den komplexen Prozess und bieten einen effizienten Weg, um qualifizierte Fachkräfte erfolgreich nach Deutschland zu bringen.
Neuste OECD-Studie: eine hausgemachte Perspektivlosigkeit?
Die jüngsten Ergebnisse einer OECD-Studie haben Deutschland in Bezug auf Bildungsabschlüsse in ein zwielichtiges Licht gerückt. Während die Zahl der Abschlüsse auf höherem Niveau stieg, nahm die Kluft zwischen denen, die keinen Sekundarschulabschluss erreichen, und denen mit tertiären Bildungsabschlüssen zu. Die Fakten sind alarmierend, aber sie weisen auf ein tiefer liegendes Problem hin - die konstante Unterfinanzierung der frühkindlichen Bildung.
Die jüngsten Ergebnisse einer OECD-Studie haben Deutschland in Bezug auf Bildungsabschlüsse in ein zwielichtiges Licht gerückt. Während die Zahl der Abschlüsse auf höherem Niveau stieg, nahm die Kluft zwischen denen, die keinen Sekundarschulabschluss erreichen, und denen mit tertiären Bildungsabschlüssen zu. Die Fakten sind alarmierend, aber sie weisen auf ein tiefer liegendes Problem hin - die konstante Unterfinanzierung der frühkindlichen Bildung.
Die OECD-Studie, die kürzlich veröffentlicht wurde, zeigt, dass Deutschland eines der beiden untersuchten Länder ist, in denen der Anteil der 25- bis 34-jährigen Bevölkerung ohne Abschluss im Sekundarbereich II gestiegen ist. Dieser Anstieg von 13 auf 16 Prozent zwischen 2015 und 2022 verdeutlicht, dass viele junge Menschen den Bildungsweg nicht erfolgreich abschließen können.
Aber warum ist das so?
Es ist von entscheidender Bedeutung zu erkennen, dass die alleinige Verantwortung für den Bildungserfolg nicht nur in den Schuljahren verankert werden sollte. Tatsächlich beginnt die entscheidende Phase für die Bildung eines Kindes viel früher, in den ersten Lebensjahren. Hier werden die Grundlagen für die Bildungslaufbahn gelegt, und diese Phase kann als eine Art Fundament betrachtet werden, auf dem der gesamte Bildungsaufbau erfolgen wird.
Erkennen von Herausforderungen und gezieltes Fördern von Stärken sind hier die Essenzen der späteren Entwicklung.
Kognitive Entwicklung: In den frühen Jahren werden die kognitiven Fähigkeiten eines Kindes geformt. Dies umfasst grundlegende Fertigkeiten wie das Erkennen von Buchstaben, Zahlen und Formen. Diese Grundlagen sind entscheidend für das spätere Verständnis komplexerer Konzepte in den höheren Bildungsjahren.
Sprachliche Entwicklung: Die Entwicklung der Sprache ist ein Schlüsselelement für den Bildungserfolg. In den ersten Lebensjahren erwerben Kinder nicht nur ihre Muttersprache, sondern legen auch den Grundstein für das Erlernen weiterer Sprachen. Frühzeitige Förderung in diesem Bereich kann die sprachlichen Fähigkeiten stärken, was sich positiv auf das spätere Lesen, Schreiben und Verstehen komplexer Texte auswirkt.
Soziale und emotionale Kompetenzen: Die frühkindliche Phase ist entscheidend für die Entwicklung von sozialen Fähigkeiten wie Empathie, Kooperation und Konfliktlösung. Diese Kompetenzen sind nicht nur im schulischen Umfeld wichtig, sondern begleiten ein Individuum auch sein ganzes Leben lang und beeinflussen sein Verhalten und seine Beziehungen.
Lernmotivation und Selbstvertrauen: In den frühen Jahren wird auch die Lernmotivation und das Selbstvertrauen eines Kindes geprägt. Kinder, die positive Erfahrungen mit dem Lernen und Entdecken machen, entwickeln oft eine innere Motivation, Wissen zu erwerben. Umgekehrt können negative Erfahrungen in dieser Phase das Lerninteresse beeinträchtigen.
Fähigkeiten zur Problemlösung: Die Fähigkeit, Probleme zu erkennen und Lösungen zu finden, wird in den ersten Lebensjahren geschult. Diese Fähigkeiten sind entscheidend für die Bewältigung komplexer Aufgaben und Herausforderungen in der späteren Schullaufbahn und im Berufsleben.
Kinder, die in mehrsprachigen Haushalten aufwachsen, stehen oft vor besonderen Herausforderungen im Bildungssystem Deutschlands. Die OECD-Studie spricht von einem starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und dem anschließenden Bildungserfolg. Dieser Zusammenhang betrifft nicht nur den Zugang zu Bildungsressourcen, sondern auch die gesellschaftliche Wahrnehmung von kultureller Vielfalt. Die Fähigkeit, mehrere Sprachen zu beherrschen, ist eine bemerkenswerte Stärke, die aufgrund ihrer enormen Vorteile gefördert werden sollte. Leider wird diese Stärke in einem Bildungssystem, das primär auf die Dominanz der vorherrschenden Unterrichtssprache, in diesem Fall Deutsch, ausgerichtet ist, oft nicht entsprechend gewürdigt und daraus resultierende Herausforderungen werden nicht entsprechend berücksichtigt.
Es ist wichtig zu betonen, dass diese scheinbaren Verzögerungen im Spracherwerb in einem klaren Kontext stehen: Kinder aus mehrsprachigen Haushalten erwerben nicht nur eine, sondern mehrere Sprachen parallel. Dies erfordert zusätzliche geistige Anstrengungen und Ressourcen, die oft übersehen werden. Leider wird diesen Kindern häufig nicht die gezielte Förderung und Unterstützung gewährt, die sie benötigen, um auf dem gleichen Niveau wie ihre monolingualen Mitschülerinnen und Mitschüler zu sein. Die Folgen dieses Mangels an Förderung und letztendlich auch an Anerkennung sind tiefgreifend. Kinder aus mehrsprachigen Haushalten können sich unsicher fühlen und sich selbst als weniger fähig wahrnehmen, da sie im System frühzeitig die Botschaft erhalten, dass sie in bestimmten Bereichen nicht ausreichende Leistung vollbringen. Diese anhaltende Unsicherheit und das Gefühl der Unterlegenheit können sich negativ auf ihre Lernmotivation, ihr Selbstvertrauen und ihre schulische Leistung auswirken.
Das eigentliche Problem liegt jedoch nicht bei den Kindern, sondern im Bildungssystem selbst. Das System muss dringend umgestaltet werden, um die besonderen Bedürfnisse und Potenziale mehrsprachiger Kinder zu erkennen und zu fördern. Wenn dies nicht geschieht, setzen wir Kinder von Anfang an dem Risiko der Perspektivlosigkeit aus, da sie fälschlicherweise annehmen könnten, dass der Fehler bei ihnen oder gar ihrer Mehrsprachigkeit liegt, nicht aber bei dem ausgelegten Bildungssystem, das nicht in der Lage ist, angemessen auf die klaren Chancen zu reagieren, die die Multilingualität bietet.
In einer Zeit, in der die Globalisierung unsere Welt immer stärker vernetzt und die Bildung zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für individuellen und gesellschaftlichen Erfolg wird, ist es zweifellos von unschätzbarem Wert, einen höheren Bildungsgrad zu erreichen. Ein solcher Abschluss eröffnet nicht nur Perspektiven in Deutschland, sondern auch international und ermöglicht den Zugang zu globalen Chancen. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Gesellschaft vielfältig und facettenreich ist. Nicht alle streben nach den gleichen Zielen und Idealen und es ist von großer Wichtigkeit, die Bedürfnisse und Potenziale aller Individuen ausreichend zu berücksichtigen.
In dieser multikulturellen und multilingualen Gesellschaft ist es entscheidend, auch diejenigen zu motivieren und Perspektiven zu setzen, die nicht zwangsläufig einen höheren Bildungsgrad anstreben. Eine breite Palette von beruflichen Förderungen und Entfaltungsmöglichkeiten sollte perspektivisch zur Verfügung stehen, um den individuellen Interessen und Fähigkeiten gerecht zu werden. Nicht jede/r Schüler*in ist auf dem Weg zur Universität oder dem akademischen Erfolg, und das ist keineswegs ein Zeichen von Mangel an Ambition oder Fähigkeiten. Es gibt viele hochintelligente, talentierte Menschen, die andere Wege wählen, sei es in der beruflichen Bildung, kreativen Künsten oder anderen Bereichen, die gleichermaßen wertvoll und bedeutend für unsere Gesellschaft sind. Es ist an der Zeit, eine Bildungspolitik zu fördern, die Vielfalt und Inklusion schätzt und die unterschiedlichen Bildungsziele und Lebenswege gleichermaßen unterstützt. Wir müssen die individuellen Stärken und Potenziale aller erkennen und ihnen die Möglichkeit geben, ihr Bestes zu entfalten, unabhängig von ihrem gewählten Bildungsweg.
Die ausreichende Bereitstellung von Ressourcen und finanziellen Mitteln für frühkindliche Bildungseinrichtungen ist von entscheidender Bedeutung. Die frühkindliche Bildung sollte nicht nur als Vorbereitung auf spätere Schuljahre angesehen werden, sondern als eine Institution, in der Kinder ihre Stärken erkennen und ausbauen sowie Herausforderungen selbstbewusst überkommen können.
Die momentane Situation, der sich viele Kitas gegenüberstehen sehen, erschwert dies leider erheblich. Eine anhaltende Unterfinanzierung und der Personalmangel erschweren die individuelle Förderung jedes Kindes ungemein. Nicht selten bleiben Herausforderungen somit unentdeckt oder erhalten nicht die notwendige, individuelle Aufmerksamkeit. So können sie sich weiterentwickeln und ausbauen und werden oftmals erst in den schulischen Jahren deutlich sichtbar, bei erheblichen Leistungsdifferenzen zu den Mitschülerinnen und Mitschülern. Die nun notwendigen Förderungen, um die Defizite erfolgreich zu überkommen, sind mannigfaltig. Die Herausforderungen, die sich dadurch persönlich und im Selbstwert des Kindes verankern, werden von außen oftmals unterschätzt. Wir benötigen einen Rahmen, in dem die Einzigartigkeit der Kinder wahrgenommen und gefördert werden kann. Nur so können wir sicherstellen, dass Kinder ihren eigenen Bildungsweg gestalten, basierend auf persönlichen Entscheidungen und Stärken, nicht aber auf Begrenzungen und Perspektivlosigkeit. Es liegt an uns, diese Veränderungen in der Bildung zu bewirken, indem wir die Bedeutung der frühkindlichen Bildung anerkennen, die Vielfalt der Bildungswege schätzen und die Chancen für jedes Kind gleichermaßen öffnen. Nur so können wir sicherstellen, dass Bildung nicht eine Quelle der Begrenzung ist, sondern ein Weg zur Entfaltung des vollen Potenzials eines jeden Einzelnen, und damit zur Stärkung unserer Gesellschaft als Ganzes.
Eine Gesellschaft, in der Menschen die Möglichkeit haben, sich in ihren Stärken zu entfalten, unabhängig von ihrem Bildungsgrad, würde eine unglaubliche Vielfalt an Talenten, Fähigkeiten und Ideen hervorbringen. Es ist an der Zeit, die frühkindliche Bildung und individuelle Förderung als Investition in unsere gemeinsame Zukunft zu betrachten, denn wenn jeder sein volles Potenzial ausschöpfen kann, werden wir alle davon profitieren.
Kitas: QuereinsteigerInnen als Antwort auf Personalmangel? - Wir sagen ja, aber...
“Quereinsteiger*Innen als Antwort auf Personalmangel?” Wir sagen: “Ja. Aber.. “ Quereinsteigerinnen sind keine bloße Notlösung – vielmehr bieten sie eine wertvolle Chance, die Bildungsqualität in Kitas aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen. Dies ist allerdings nur möglich, sofern das Vorhaben sorgfältig durchdacht und strukturiert angegangen wird. Unsere Gedanken und Lösungsvorschläge.
Der Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK) möchte seine zwiegespaltene Haltung bezüglich der möglichen Integration von Quereinsteiger*innen in Kitas äußern, wie kürzlich in dem Artikel "Fehlendes Personal in Kitas: Sind Quereinsteiger eine Lösung?", vom RBB, dargestellt.
Als Berufsverband unabhängiger freier Kita-Träger – einschließlich bilingualer Kindertagesstätten, bringen wir langjährige Erfahrung in der Quereinsteiger-Einstellung mit und möchten unsere Erfahrungswerte hierzu gerne miteinfließen lassen.
Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, betont: "Es ist unbestreitbar, dass Quereinsteiger*innen, insbesondere ausländische pädagogische Fachkräfte, eine Bereicherung für unsere Kitas vielerorts sind. Sie bringen nicht nur Fachwissen mit, sondern auch interkulturelle Vielfalt, die in Kitas eine wesentliche Stütze darstellen."
“Quereinsteiger*innen sollen nicht als Notpflaster fungieren müssen, sondern eine Chance darstellen.”
Allerdings stellt der VKMK klar, dass eine sorgfältige Ausarbeitung und Umsetzung dieses Ansatzes von größter Bedeutung ist und mahnt daher zur realistischen Betrachtung und einer realen Lösungsorientierung: "Die Umsetzung dieser multiprofessionellen Ansätze erfordert einen erheblichen Mehraufwand, darunter Aus- und Weiterbildungen sowie intensive Gespräche und Absprachen. Diese Maßnahmen sind unerlässlich, um den Bildungsauftrag erfolgreich zu realisieren. Ein einfacher Einsatz von Personal zur Entlastung wäre nicht im Sinne der Kinder und ihrer Zukunftsentwicklung. Quereinsteiger*innen sollen nicht als Notpflaster fungieren müssen, sondern eine Chance darstellen, den Bildungsauftrag noch erfolgreicher umzusetzen. Sollten künftig tatsächlich rund 20% des Personals Quereinsteiger*innen ausmachen, wie in dem Artikel erwähnt, bedarf es selbsterklärend eines klaren Fahrplans und intensiver Unterstützung", so Békési. "Die unabhängigen freien Kita-Träger unseres Verbandes haben bereits bewiesen, dass es möglich ist, Quereinsteiger*innen erfolgreich zu integrieren und berichten vielerorts von einer großen Bereicherung durch dieses Personal. Fachliches Mentoring, Schulungen und regelmäßiger Austausch sind hierbei Garanten des Erfolges."
“Wir befinden uns vor allem in westdeutschen Gemeinden in einer akuten Krise.”
Die Realitäten in vielen bundesdeutschen Kitas lassen an einer erfolgreichen Umsetzung jedoch Zweifel entstehen: "Wir befinden uns vor allem in westdeutschen Gemeinden in einer akuten Krise, die von einem erheblichen Personalmangel geprägt ist", so Békési. "Oftmals sehen sich pädagogische Fachkräfte mit der Herausforderung konfrontiert, mehr als 12 Kinder zu betreuen. In einigen Fällen ist es sogar üblich, dass eine Fachkraft alleine in der Kita agieren muss, ohne zusätzliche personelle Unterstützung. Fachliche Gespräche, Feedbackrunden und gezieltes Coaching, sind in solchen Situationen gar nicht anzudenken."
Der VKMK erkennt daher die Herausforderung darin, Quereinsteiger*innen, insbesondere solche ohne ausreichende pädagogische und rechtliche Kenntnisse (wie beispielsweise Aufsichtspflichten) sowie angemessene Vorkenntnisse in Bezug auf die jeweiligen Bildungsprogramme, angemessen zu begleiten und auszubilden. In dieser Hinsicht hat Berlin bereits durch Bundesmittel aus dem KitaQualitätsgesetz konkrete Maßnahmen ergriffen, wie die Einführung von Initiativen wie der 5-5-5 Regel. Hier zeigt sich bereits eine positive Entwicklung, und die Qualität kann weiter gesteigert werden. Dies wird durch die verstärkte Unterstützung der Fachberatung mittels Bundesmittel im Rahmen des Handlungs- und Finanzierungskonzepts ermöglicht. Eine vielversprechende Situation, die jedoch keineswegs flächendeckend in der gesamten Bundesrepublik Deutschland anzutreffen ist. Insbesondere in jenen Regionen, in denen ähnliche Maßnahmen wie in Berlin nicht umgesetzt werden, stellt die Gewährleistung der erforderlichen Betreuung und Schulung eine erhebliche Herausforderung dar.
“Sie wären zu verfrüht mit Verantwortung konfrontiert, die ihrem pädagogischen Ausbildungsgrad noch nicht entsprächen.”
"In der derzeitigen Lage ist es vielerorts schwer umsetzbar, die nötige Betreuung und Schulung zu gewährleisten", betont Békési. "Die Realität würde vermutlich darauf hinauslaufen, dass Quereinsteiger*innen nicht "nur" als Entlastung eingesetzt werden, während sie ihre pädagogische Fachausbildung abschließen dürfen, sondern gar als Not-Lösung inmitten des vielerorts anzutreffenden Personalmangels. Sie wären viel zu verfrüht mit Verantwortung konfrontiert, die ihrem pädagogischen Ausbildungsgrad noch nicht entsprächen. Dies würde natürlich nicht nur zu Lasten des auszubindenden Personals gehen, sindern schlussendlich auch zu Lasten des Kindeswohls. Selbsterklärend lehnen wir und unsere freien Kitaträger, diese Art von “Not-Lösung” entschieden ab. Sie steht in keiner Weise im Einklang mit unserem Streben nach Qualität in der Kinderbildung, der Achtung des Kinderrechts auf gute Bildung und unserer Wertschätzung für unsere Beschäftigten.
Die Vielen Mitglieder des VKMK stellen erfolgreiche Beispiele dar, wie die Umsetzung und Integration von Quereinsteiger*innen nicht nur gut, sondern auch erfolgreich und nachhaltig gestaltet werden kann.
Der VKMK betont seine Offenheit für einen konstruktiven Dialog zur Lösungsfindung. "Wir sind bereit, unsere Erkenntnisse und Erfahrungen beizutragen, um gemeinsam an praxisorientierten Lösungen zu arbeiten", erklärt Békési. "Wir sehen den Wert eines kontinuierlichen Austauschs, um die Qualität der Kitas langfristig zu verbessern und den Bildungsauftrag erfolgreich zu erfüllen."
Entlastung der pädagogischen Fachkräfte: Nicht-pädagogisches Personal als Antwort?
Seit dem 1. Juli ist in Bayerns Kindertagesstätten eine Neuregelung in Kraft getreten. Gemäß dieser Neuregelung müssen die Leitungen von Kindertagesstätten nicht mehr zwingend eine pädagogische Ausbildung vorweisen. Wir vom Verband der kleinen und mittelgroßen Kitaträger (VKMK) möchten die Perspektive unseres Verbandes auf diese Veränderung teilen.
Seit dem 1. Juli ist in Bayerns Kindertagesstätten eine Neuregelung in Kraft getreten. Gemäß dieser Neuregelung müssen die Leitungen von Kindertagesstätten nicht mehr zwingend eine pädagogische Ausbildung vorweisen. Wir vom Verband der kleinen und mittelgroßen Kitaträger (VKMK) möchten die Perspektive unseres Verbandes auf diese Veränderung teilen und die Bedeutung der Entlastung pädagogischer Fachkräfte von nicht-pädagogischen Aufgaben hervorheben.
Der VKMK begrüßt alle Bemühungen zur Entlastung der engagierten pädagogischen Fachkräfte, insbesondere solche, die darauf abzielen, rein administrative Lasten, bürokratische Hindernisse und statistische Erfassungen zu reduzieren.
Die frühkindliche Bildungsarbeit bildet das Fundament für die Entwicklung unserer jungen Generation und verdient unsere volle Aufmerksamkeit. Seit Jahren kämpfen diese Bildungsinstitutionen jedoch gegen einen zunehmenden Fachkräftemangel, der nicht selten darin resultiert, dass pädagogische Fachkräfte sich alltäglich einer zunehmenden Belastung durch Verwaltungs- und betriebswirtschaftliche Aufgaben gegenüberstehen sehen. Diese Aufgaben beanspruchen wertvolle Zeit, die anderweitig der pädagogischen Arbeit und der individuellen Förderung der Kinder zugutekommen könnte.
Auch Anforderungen an die Position der Kitaleitung haben sich im Laufe der Zeit erheblich weiterentwickelt. Die Führung von Teams, die Koordination von Abläufen und die Bewältigung betriebswirtschaftlicher Fragen sind heutzutage integrale Bestandteile der Leitungsarbeit. Eine gezielte Entlastung in diesen Bereichen ist nicht nur sinnvoll, sondern auch dringend erforderlich.
Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung zu betonen, dass Entlastung keinesfalls mit Entwertung gleichgesetzt werden sollte. Kita-Leitungen sind und bleiben pädagogische Fachkräfte, die über unverzichtbare Erfahrungen und Kompetenzen verfügen. Wir verfolgen daher vielmehr die Vision einer engen Zusammenarbeit zwischen pädagogischem und administrativem Fachwissen, um den Bildungsauftrag optimal zu erfüllen.
Wir möchten in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung multiprofessioneller Teams hinweisen. Diese Teams, bestehend aus Fachkräften unterschiedlicher Fachrichtungen, bieten eine umfassende Unterstützung für Kinder und ihre individuellen Bedürfnisse.
Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels sind multiprofessionelle Teams entscheidend. Sie entlasten pädagogische Fachkräfte von nicht-pädagogischen Aufgaben und ermöglichen es ihnen, sich auf ihre Kernarbeit zu konzentrieren, was zur Sicherung der Bildungsqualität beitragen kann. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Expertisen erlaubt zudem die Entwicklung innovativer pädagogischer Ansätze und eine gezieltere Förderung der Kinder. Dies stärkt somit nicht nur die individuelle Entwicklung der Kinder, sondern auch das Bildungssystem insgesamt. Die flächendeckende Integration multiprofessioneller Teams in Deutschland ist somit essentiell, um eine qualitativ hochwertige Bildung langfristig zu gewährleisten und muss deutlich stärker priorisiert werden.
Wir hegen deutliche Zweifel, ob die thematisierte Entwicklung in Bayern die angestrebten Ziele des frühkindlichen Bildungsauftrages in vollem Umfang erreichen wird. Keineswegs sollten Stellen, die zwingend auf pädagogisches Fachwissen angewiesen sind, auf dieses in der Not verzichten, um eine kurzfristige Personalentlastung umzusetzen. Dies würde dem frühkindlichen Bildungsauftrag nachhaltig nicht zu Gute kommen. Vielmehr sehen wir die Schaffung spezialisierter Stellen für nicht-pädagogische Verwaltungsaufgaben als mögliche Lösung an. Diese könnten von geschulten kaufmännischen und verwaltenden Experten übernommen werden, die in enger Zusammenarbeit mit der Kitaleitung stehen würden und diese hier vom administrativen Druck entlasten. Gleichzeitig würden sie sicherstellen, dass ihre pädagogische Expertise im Mittelpunkt stehen darf, wie von Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, betont wird.
Die Umsetzungen in Bayern sollten wir als Anstoß nutzen, den Fokus, auch in Berlin, deutlich stärker auf die nachhaltige Entlastung der pädagogischen Teams zu lenken, ohne den Blick vom frühkindlichen Bildungsauftrag und dessen Anforderungen zu wenden.
Für weitere Informationen und Anfragen steht Ihnen Lars Békési gerne zur Verfügung.
Wenn 2 sich Streiten, ist wohl "der Ausländer" Schuld?
Der Verband der kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK) möchte auf einen Artikel des Fokus aufmerksam machen, der unter dem Titel „Du mir nix sagen, du deutsch!“: Zoff mit Migranten-Jungs im Kindergarten" veröffentlicht wurde. Wir sind der Meinung, dass dieser Artikel nicht nur hochgradig Fremdenfeindlichkeit fördert, sondern auch den Zustand in den Kitas in ein absolut falsches Licht rückt.
Der Verband der kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK) möchte auf einen Artikel des Fokus aufmerksam machen, der unter dem Titel „Du mir nix sagen, du deutsch!“: Zoff mit Migranten-Jungs im Kindergarten" veröffentlicht wurde. Wir sind der Meinung, dass dieser Artikel nicht nur hochgradig Fremdenfeindlichkeit fördert, sondern auch den Zustand in den Kitas in ein absolut falsches Licht rückt und die Problematik bei den Kindern mit Migrationshintergrund selbst verankert, nicht aber bei der Politik.
Hierzu möchten wir gerne Stellung beziehen.
Seit Jahren überschlagen sich die Neuigkeiten zu der nicht enden wollenden Kitakrise. Unterschiedliche Finanzierungssysteme in den Ländern und Kommunen führen stets zur Unterfinanzierung im großen Stil, und daraus resultierend zu einem starken Fachkräftemangel, damit verbundener Überbelastung, hohen Krankenständen und letztendlich einem Einschränken des Bildungsangebotes. Die Bildungs- und Betreuungsarbeit kann schon lange nicht mehr so gewährleistet werden, wie sie sollte. Wir sind an einem Punkt angekommen, wo mancherorts nicht einmal mehr der Aufsichtspflicht vollends nachgegangen werden, geschweige denn jedes Kind sich auf einem sicheren Kitaplatz wägen kann.
Dieses Problem ist selbst kreiert und die mannigfaltigen Symptome waren schon lange absehbar.
Nicht überraschend, denn leider schon viel zu oft gesehen, tauchen in diesen problematischen Zeiten Artikel auf, die sich nicht mit dem Kernproblem auseinandersetzen möchten, sondern stattdessen nach einer Art Sündenbock lechzen, der als Katalysator dienen muss, um dem Frust und der angestauten Wut endlich Luft machen zu können. In diesem Fall trifft es, wie sehr oft, Menschen mit Migrationshintergrund.
Doch nun geht es sogar einen Schritt weiter; ihre Kinder sind Schuld. Kinder im frühkindlichen Alter.
"Du mir nix sagen - Du Deutsch". Chapeau. Es ist schon eine Leistung innerhalb eines Titels, diverse fremdenfeindliche Botschaften verstecken zu können. Man müsse beinahe den Hut ziehen, wenn es nicht so traurig wäre. Die gezielte Ablehnung der “gutmütigen Förderung” Deutschlands, ausgehend von Kindern im Kleinkindalter. Und das nicht nur aus kindlichem Trotz der Förderung gegenüber, nein, die Ablehnung ist, so wird es implementiert, geboren aus ihrer "Antideutschen" Haltung. Der gesamte Artikel setzt sich mit einem Limit der Toleranz diesen Kindern gegenüber auseinander und endet mit einem Statement, das die Verzerrung bestens unterstreicht:
“Sie kenne viele Kolleginnen, die anfangs offen waren für neue Kulturen und die sich darauf gefreut hatten, Kinder anderer Herkunft in das deutsche Kita-System einzugliedern. Doch mittlerweile würden sich immer mehr von ihnen fragen: „Wofür machen wir das, wenn der Dank von der anderen Seite eh nicht da ist?“”
Die “anfängliche Offenheit gegenüber neuen Kulturen” ist nun bereits etwas, das nicht einmal mehr hinter vorgehaltener Hand deutlich in der Vergangenheitsform besprochen wird, sondern offen gegenüber Journalisten. Denn schließlich wird ihnen für diese Offenheit nicht gebührend Dank entgegengebracht.
Keinem deutschen Kind würde man “Dankbarkeit” abfordern für zielgerichtete Förderung.
Wenn die kleine Lena-Marie in einer ADHS-Überstimulierung zu Wut greifen würde, würde vermutlich mit Verständnis agiert, nicht aber ein Limit an Toleranz verbalisiert werden, das erreicht wäre - schließlich würde ihr Verhalten nicht genügend Dankbarkeit repräsentieren.
Genauso wenig sollte es hier ein "Limit" an Toleranz geben, sofern Schwierigkeiten auftreten, bei Kindern mit Migrationshintergrund. Diese sollen und müssen dasselbe Förderungssprektrum erhalten, das ebenso Offenheit für Individualität lassen sollte.
Wir sind der Überzeugung/Meinung, dass solche Artikel gefährlich und verzerrend sind, da sie einseitige und stereotype Bilder von Kindern mit Migrationshintergrund zeichnen und damit Rassismus fördern. Wir sind ebenfalls der Meinung, dass wir einem akuten Problem gegenüberstehen, wenn Erzieher:innen bereits öffentlich ihre Ablehnung für Kinder aus bestimmten Herkunftsländern äußern.
Der Artikel liest sich, als wäre das Kernproblem in den Kitas momentan “das ausländische Kind”, wissend, dass sich seit Jahren die Artikel überschlagen zu akuten Förderungsdefiziten bei Kindern aus Familien mit sozialökonomischen Problemen.
Diese Förderungs-Defizite machen sich sprachlich aber auch in der Entwicklung bemerkbar und betreffen Kinder aus Deutschen Familien ebenso stark.
Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Kitakrise in erster Linie eine Folge von politischen Versäumnissen ist. Die Unterfinanzierung, Unterbesetzung und hohe Krankenstände in Kitas sind kein Zufall, sondern das Ergebnis von politischen Prioritäten gegen eine gut ausgestattete frühkindliche Bildung. Es ist deshalb kontraproduktiv, sich auf einen Sündenbock zu konzentrieren und die Schuld bei einer bestimmten Gruppe von Kindern oder Eltern zu suchen. Stattdessen sollten alle Beteiligten - Politiker:innen, Kitaträger, Erzieher:innen, Eltern - gemeinsam daran arbeiten, Lösungen für die Kitakrise zu finden und umzusetzen. Eine erfolgreiche Integration von Kindern mit Migrationshintergrund gehört dabei genauso dazu wie die Förderung aller anderen Kompetenzen. Nur so können wir sicherstellen, dass alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft - die bestmögliche Förderung/Bildung und Betreuung erhalten.
Artikel wie dieser sind starke Warnschüsse und zeigen offen, wie kaputtgespart und überfordert das System “frühkindliche Bildung” bereits ist.
Wir fordern daher alle Beteiligten auf, gemeinsam daran zu arbeiten, eine positive und respektvolle Umgebung für alle Kinder zu schaffen, die die Vielfalt und Individualität der Kinder berücksichtigt. Nur so können wir eine erfolgreiche Integration und eine erfolgreiche Zukunft für alle Kinder gewährleisten.
Musik in der frühkindliche Bildung
Friedrich Nietzsche sagte schon: "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.” Eine Vielzahl an Studien belegt; auch frühkindliche Bildung wäre ohne Musik wohl nicht nur Irrtum, sondern eine verpasste Chance auf gezielte Entwicklungsförderung.
Warum Musik in der frühkindlichen Kompetenzförderung nicht außer Acht gelassen werden sollte.
Auch wir Erwachsenen kennen es gut. Bei mancher Musik konzentriert es sich am besten, andere ist motivierend - wieder andere lässt einen endlich entspannen, nach einem langen Tag. In Cafés läuft Jazz, in Bars Upbeats und in manchen U-Bahn-Stationen laufen klassische Klänge, in der Hoffnung, die Kriminalität vor Ort zu senken.
“Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.”
Musik ist überall um uns herum und hat einen größeren Einfluss, als uns oftmals bewusst ist. Friedrich Nietzsche sagte schon: "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.” Eine Vielzahl an Studien belegt; auch frühkindliche Bildung wäre ohne Musik wohl nicht nur Irrtum, sondern eine verpasste Chance auf gezielte Entwicklungsförderung.
Während der “Mozart Effekt”, eine veraltete Studie von 1993, von der University of California, die besagte; Kinder, die regelmäßig mit klassischer Musik beschallt werden würden, sich zu intelligenteren Erwachsenen mausern, bereits seit langem widerlegt ist, so zeigen aktuelle Studien (wie diese, der Universität Halle*) dennoch; Musik hat einen positiven Einfluss auf die Motorik und Sprachentwicklung, was den Kindern in der allgemeinen Entwicklung und letztendlich auch im Erwachsenenalter zugute kommen kann.
Prof. Doktor Stefan Koelsch von der Freien Universität Berlin untersucht seit Jahren die Neurokognition von Musik und Sprache, Musik und Emotion, sowie die Entwicklungsaspekte von Sprach- und Musikkognition. Er erklärte 2020 in einem Interview mit dem MDR**;
“Unser Gehirn reagiert auf Sprache und auf Tonfolgen mit fast identischen Aktivitätsmustern. Musik fördert Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, intelligentes Denken, sensomotorische Funktionen, Emotion und auch soziale Funktionen.”
Der Effekt sei hierbei ähnlich zum Lesetraining oder aktiver Sprachförderung. Könne nur eben, mit Musik, auch passiv erreicht werden. Dies nicht zu nutzen, sei eine verpasste Chance in der aktiven Entwicklungsförderung.
Und während manche Kita-Teams mit musikalischen Fachkräften gesegnet sind, die kurzerhand zur Gitarre greifen, oder am Klavier in die Tasten hauen können und eigene Lieder einfach selbst entwickeln, so sind die meisten Kitas dennoch auf Musik, aus den Soundanlagen angewiesen - und dies hält leider eine Hürde bereit: die GEMA-Pflicht. Bürokratie und anfallende Kosten schrecken vielerorts davon ab, die musikalische Förderung in vollem Umfang zu nutzen.
Damit dies nicht letztendlich dazu führt, dass die Kita-Zimmer still bleiben, hat die Stadt Hamburg, gemeinsam mit einigen Künstler:innen, eine Alternative entwickelt, die im Dezember 2022 offiziell wurde: Ein staatlich finanzierter Pauschalvertrag mit Künstler:innen, die von nun an in den Kitas Hamburgs in Dauerschleife gehört werden oder deren Noten hier auch selbst verwendet werden können.
Die Hamburger Sozialsenatorin (SPD) verkündete bei der Vertragsunterzeichnung im Musikkindergarten in der Sternschanze:
“Wir haben ein gemeinsames Ziel. Wir wollen, dass mehr Musik gemacht wird. (...) Musik entfaltet Kräfte. Mit der Unterzeichnung des Vertrages heute sprechen wir Anerkennung und Respekt aus für die Mitarbeiter:innen in den Kindertagesstätten, aber auch Respekt und Anerkennung für die Arbeit der Musikautor:innen.”
Die Berliner Kitas haben hierzu noch keine offizielle Lösung finden können, bzw. werden sie bei der Suche nach einer Lösung bisweilen nicht aktiv gefördert und gestützt.
Gerade im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes und der vielseits diskutierten Sprachförderung, ist es sinnvoll, sich mit dieser Art von Entwicklungsförderung auseinanderzusetzen.
Es nicht zu tun, wäre eine verpasste Chance.
* https://opendata.uni-halle.de/bitstream/1981185920/13383/1/Wirkung%20von%20Musik.pdf
** https://www.mdr.de/wissen/macht-musik-fit-und-schlau-100.html
Beiratssitzung des VKMK
Nach Jahren der Beiratssitzungen im Netz konnten wir uns diese Woche endlich wieder in Präsenz in der Französischen Straße in Mitte treffen. Am vergangenen Mittwoch kamen die gewählten Vertreterinnen des Beirats zusammen, um sich über multiprofessionelle Teams in Kindergärten zu unterhalten.
Nach Jahren der Beiratssitzungen im Netz konnten wir uns diese Woche endlich wieder in Präsenz in der Französischen Straße in Mitte treffen. Am vergangenen Mittwoch kamen die gewählten Vertreterinnen des Beirats zusammen, um sich über multiprofessionelle Teams in Kindergärten zu unterhalten.
Zu diesem Thema luden wir Herrn Thomas Pappritz, wissenschaftlicher Mitarbeiter des BeKi, zu unserer Sitzung ein. Er leitete ein Projekt zu diesem Thema, bei dem neben kleinen und großen Kita-Trägern auch eines unserer Beiratsmitglieder teilnahm.
Herr Pappritz stellte zunächst die Ergebnisse des Projektes vor. Dazu zählte, dass das Modell der Sozialassistenz den Fachkräfte-Mangel nicht behoben hat und die Qualität nicht steigern konnte. Auszubildende sollten in der Kita nicht in den Betreuungsschlüssel gerechnet werden, da sie Begleitung benötigen.
Darüber hinaus sollten die ausbildenden Fachhochschulen einheitliche Qualitätsstandards bekommen, die auch verlässlich geprüft werden können.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Pappritz für das interessante Treffen und werden aus den Erkenntnissen dieses Austausches nun unsere weiteren Positionen erarbeiten.
VKMK-Sommer-Stammtisch
Anschließend trafen sich unsere Verbandsmitglieder im Zollpackhof an der Spree zum diesjährigen Sommer-Stammtisch. Auch dieses Treffen musste in den letzten Jahren aufgrund der Infektionslage leider zu oft entfallen. Umso größer war die Freude, wieder einmal persönlich im Schatten einer alten Kastanie über die Sorgen und Freuden des Kita-Alltags zu plaudern.