2 Schließtage mehr in Berliner Kitas: VKMK wirbt für Verständnis und plädiert für diese erforderliche Erhöhung
Die jüngsten Pressemitteilungen des Landeselternausschusses Kita Berlin (LEAK) und des Bezirkselternausschusses Marzahn-Hellersdorf (BEAK Ma-He) vom 19.02.2025 zeigen:
Die geplante Anpassung der Kita-Schließtage ist ein sensibles Thema, das Eltern bewegt. Der VKMK- Der Kitaverband nimmt die Sorgen der Eltern ernst, betont jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit, eine tragfähige Balance zwischen den berechtigten Betreuungsbedarfen der Familien und den Qualitätsansprüchen an frühkindliche Bildung zu wahren.
Die jüngsten Pressemitteilungen des Landeselternausschusses Kita Berlin (LEAK) und des Bezirkselternausschusses Marzahn-Hellersdorf (BEAK Ma-He) vom 19.02.2025 zeigen:
Die geplante Anpassung der Kita-Schließtage ist ein sensibles Thema, das Eltern bewegt. Der VKMK- Der Kitaverband nimmt die Sorgen der Eltern ernst, betont jedoch gleichzeitig die Notwendigkeit, eine tragfähige Balance zwischen den berechtigten Betreuungsbedarfen der Familien und den Qualitätsansprüchen an frühkindliche Bildung zu wahren.
Aktuell sind gesetzlich maximal 25 Schließtage pro Jahr in Berlin vorgesehen (§3 Abs. 4, RV-Tag), die nicht überschritten werden dürfen. Während dieser Zeit müssen Träger eine angemessene Notbetreuung sicherstellen – beispielsweise durch Kooperationen mit anderen Einrichtungen.
Die Elternvertretungen weisen darauf hin, dass diese Notbetreuung nicht immer reibungslos funktioniere. „Diese Erfahrungen nehmen wir ernst“, betont Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK. „Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass diese Einschätzungen bislang nicht durch umfassende Datenerhebungen belegt sind.“
„Fortbildungen sind keine zusätzliche Belastung für das System, sondern eine zentrale Investition in die Qualität der frühkindlichen Bildung“.
„Wir teilen das Anliegen der Eltern: Jedes Kind hat ein Recht auf bestmögliche frühkindliche Bildung. Doch um diesem Anspruch gerecht zu werden, benötigen unsere Kita-Teams auch die notwendige Zeit für Fortbildungen– insbesondere in einer Zeit, in der die Anforderungen an die frühkindliche Bildung stetig wachsen und immer mehr Kinder besondere Förderbedarfe haben“, erklärt Békési.
Derzeit stehen den Fachkräften im Schnitt nur 3,8 Fortbildungstage pro Jahr zur Verfügung. Der VKMK setzt sich dafür ein, dass der gesetzlich verankerte Mindestanspruch von fünf Fortbildungstagen pro Jahr (§2 Abs. 1 Berliner Bildungszeitgesetz) wieder gewährleistet wird. „Fortbildungen sind keine zusätzliche Belastung für das System, sondern eine zentrale Investition in die Qualität der frühkindlichen Bildung“, so Békési.
Die vorgeschlagene moderate Anpassung um zwei zusätzliche Schließtage ist eine pragmatische Lösung, um trotz Personalknappheit weiterhin hochwertige Bildung und Betreuung zu gewährleisten. „Wir verstehen, dass jede Einschränkung der Betreuungszeiten eine Herausforderung für zahlreiche Familien darstellt. Gleichzeitig müssen wir auch an die langfristige Qualitätssicherung denken – denn gut qualifizierte Fachkräfte sind der Schlüssel zu guter Bildung”, erklärt Békési.
Grundsätzlich unterstützt der VKMK die Forderungen der Elternvertreter nach einer besseren Personalausstattung und einer verlässlichen Finanzierung der Berliner Kitas. Doch diese Herausforderungen lassen sich nicht kurzfristig lösen. „Bis ausreichende Ressourcen zur Verfügung stehen, müssen wir tragfähige schnell umsetzbare Lösungen finden, die sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch den Anforderungen an die Bildungsqualität gerecht werden“, so Békési abschließend.
Elternbeiträge in der frühkindlichen Bildung: Ein ausgewogener Lösungsansatz
Die Frage nach den Elternbeiträgen für die frühkindliche Bildung ist eine kontinuierlich geführte und stets aktuelle Debatte. Während mancherorts Eltern monatlich mehrere hundert Euro für einen Kitaplatz aufbringen müssen, ist der Besuch einer Kita andernorts - trotz bundesweit angespannter Haushaltslage - gänzlich gebührenfrei.
Die Frage nach den Elternbeiträgen für die frühkindliche Bildung ist eine kontinuierlich geführte und stets aktuelle Debatte. Während mancherorts Eltern monatlich mehrere hundert Euro für einen Kitaplatz aufbringen müssen, ist der Besuch einer Kita andernorts - trotz bundesweit angespannter Haushaltslage - gänzlich gebührenfrei.
Zu hohe Elternbeiträge auf der einen Seite gefährden die Bildungs- und Chancengerechtigkeit, insbesondere für Kinder aus sozioökonomisch schwachen Familien. Auf der anderen Seite hat aber auch die vollständige Kostenfreiheit ihre Kehrseiten: Sie kann die allgemeine Wertschätzung der frühkindlichen Bildung mindern - ganz nach dem Sprichwort “Was nichts kostet ist nichts wert”.
Anlässlich des Internationalen Tags der Gerechtigkeit äußert sich Grit Nierich, Geschäftsführerin von Kleiner Fratz GmbH und Erste Vorsitzende des Kitaverbands VKMK, zu dieser Debatte und stellt einen möglichen, gerechten Lösungsansatz vor.
Grit Nierich, Geschäftsführerin von Kleiner Fratz GmbH und Erste Vorsitzende des Kitaverbands VKMK:
“Ich möchte einen einfachen, aber äußerst wirkungsvollen Ansatz vorschlagen, der es uns ermöglicht zu einer gerechten Lösung in dieser Debatte zu kommen, ohne dabei die Bildungsgerechtigkeit noch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gefährden: die Trennung von Bildungs- und Betreuungszeiten. Bildung muss für alle Kinder kostenfrei zugänglich sein. Betreuungs- und zusätzliche Förderangebote hingegen können kostenpflichtig gestaltet werden. Dieses Modell finden wir auch in dem System Schule mit der verlässlichen Halbtagsgrundschule für alle Kinder und der ergänzenden Förderung und Betreuung an diesen Schulen. Momentan leistet sich Berlin jedoch auch hier für die ersten Jahrgänge eine kostenfreie zusätzliche Betreuung.
Ein Ansatz, den wir in unseren Kitas umsetzen können: Kostenfreie frühkindliche Kernbildungszeit für jedes Kind und ergänzende Betreuung und Förderung, die kostenpflichtig ist. Auf diese Weise wird Bildungsgerechtigkeit garantiert und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf über die ergänzende Betreuung und Förderung gewährleistet.”
VKMK schlägt gerechtere Sachkostenpauschale vor
Während die öffentliche Debatte um die Verbesserung der frühkindlichen Bildung vor allem Entlastungsmaßnahmen für Kita-Teams in den Fokus rückt, bleibt ein zentrales Problem weiterhin unbeachtet: die unzureichende Sachkostenpauschale. Sie ist das finanzielle Fundament jeder Kita – und muss dringend an die realen Kosten angepasst werden.
Während die öffentliche Debatte um die Verbesserung der frühkindlichen Bildung vor allem Entlastungsmaßnahmen für Kita-Teams in den Fokus rückt, bleibt ein zentrales Problem weiterhin unbeachtet: die unzureichende Sachkostenpauschale. Sie ist das finanzielle Fundament jeder Kita – und muss dringend an die realen Kosten angepasst werden.
Warum ist die Sachkostenpauschale so entscheidend?
Gute Bildung braucht stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, die nur mit ausreichender Finanzierung gewährleistet werden können. Doch bereits in Zeiten voller Kitas reichte die Sachkostenpauschale nicht aus: Viele Träger mussten seit Jahren eine Unterfinanzierung von bis zu 30 % ausgleichen.
„Jetzt, da die Geburtenzahlen das dritte Jahr in Folge sinken, verschärft sich die Situation weiter. Weniger Kinder in den Kitas bedeuten weniger Mittel aus der Sachkostenpauschale – während Miet- und Betriebskosten unverändert hoch bleiben.“, so Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK.
Zwar wurde die Pauschale in der Vergangenheit regelmäßig in kleinen Schritten erhöht, doch die massiven Preissteigerungen in nahezu allen Bereichen sind darin bis heute nicht adäquat berücksichtigt. Die Folge: Auch 2025 bleibt die chronische Unterfinanzierung der Kita-Träger bestehen – mit einem Defizit von mindestens 10 bis 15 %.
Ein besonders Beispiel ist hierfür die Kita-Verpflegung: Die Elternbeteiligung für das Mittagessen beträgt seit 2013 unverändert 23 Euro monatlich, während das Land Berlin aktuell knapp 57,41 Euro pro Kind beisteuert – ein Betrag, der angesichts steigender Lebensmittel- und Personalkosten nicht mehr ausreicht. Pro Betreuungstag stehen so lediglich 3,82 Euro zur Verfügung – eine Summe, aus der nicht nur das Essen selbst, sondern auch Personal, Kücheninfrastruktur, Geschirr und Reinigung finanziert werden müssen. Zudem schreibt die Qualitätsvereinbarung für Berliner Kitas (QVTAG) die tägliche Bereitstellung von frischem Obst, Gemüse und ungesüßten Getränken vor – zusätzliche Kosten, die in der Pauschale nicht berücksichtigt sind.
„Wer regelmäßig einkauft, weiß: Für 3,82 Euro pro Tag ist ein frisches, gesundes Mittagessen nicht realisierbar. Realistisch sind eher 5 Euro“, so Békési.
Auch die Mietkosten belasten die Träger zunehmend. Allein von 2012 zu 2024 sind die Quadratmeterpreise für Gewerbemietflächen um 123% gestiegen.* Besonders problematisch: Die Sachkostenpauschale ist direkt an die Kinderzahl gekoppelt. Das bedeutet:
Sinkende Kinderzahlen oder eine Verbesserung des Personalschlüssels – eigentlich eine positive Entwicklung – führen paradoxerweise zu weniger finanziellen Mitteln für Miete und Betriebskosten, obwohl die Quadratmeterzahl der Einrichtungen gleich bleibt.
Um die Finanzierung der Kitas nachhaltig zu sichern, schlägt der VKMK eine gezieltere Anpassung der Sachkostenpauschale im Bereich der Mietkosten vor. „Wir setzen uns gegen das Gießkannenprinzip und stattdessen für ein präziseres, bedarfsgerechtes Modell ein, das ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand umgesetzt werden kann“, erklärt Békési. „Kitas in angemieteten Räumen sollten eine höhere Pauschale erhalten als jene in eigenen Immobilien. Ein solches Cluster-Modell könnte durch eine Vergleichsreferenz abgesichert werden, um übermäßige Mietsteigerungen durch Vermieter zu verhindern.“
Der VKMK fordert das Land Berlin auf, bei allen notwendigen Maßnahmen zur Entlastung der pädagogischen Fachkräfte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Kita-Träger zu vernachlässigen. „Eine faire Sachkostenpauschale ist essenziell, um Kitas langfristig tragfähig zu halten. Nur mit einer sachgerechten Anpassung der Finanzierung können wir die Qualität und Stabilität frühkindlicher Bildung gewährleisten“, betont Békési abschließend.
*Für Büroflächen, Quelle: Statista 2025
Runder Tisch Kita: VKMK schlägt zur sofortigen Entlastung der Kita-Teams die Erhöhung der Schließtage für Berliner Kitas vor
Die hohe Belastung des pädagogischen Fachpersonals führte im vergangenen Jahr wiederholt zu Streiks der Beschäftigten an den kommunalen Kitas Berlins - und auch diese Woche auf der Didacta wurde in Vorträgen und Gesprächen die anhaltende Relevanz des Themas nochmal deutlich. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, den Runden Tisch Kita ins Leben gerufen, um gemeinsam Maßnahmen zur Entlastung des pädagogischen Personals in den Berliner Kitas zu erörtern. Im Rahmen dieser Runde stellt die Verbesserung des Personalschlüssels im U3-Bereich eine breit diskutierte Entlastungsmöglichkeit dar. Auch der Kitaverband VKMK wird wieder aktiv an den Gesprächen teilnehmen.
Die hohe Belastung des pädagogischen Fachpersonals führte im vergangenen Jahr wiederholt zu Streiks der Beschäftigten an den kommunalen Kitas Berlins - und auch diese Woche auf der Didacta wurde in Vorträgen und Gesprächen die anhaltende Relevanz des Themas nochmal deutlich. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, den Runden Tisch Kita ins Leben gerufen, um gemeinsam Maßnahmen zur Entlastung des pädagogischen Personals in den Berliner Kitas zu erörtern. Im Rahmen dieser Runde stellt die Verbesserung des Personalschlüssels im U3-Bereich eine breit diskutierte Entlastungsmöglichkeit dar. Auch der Kitaverband VKMK wird wieder aktiv an den Gesprächen teilnehmen.
In Vorbereitung auf diese Sitzung hat der VKMK eine Umfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt, um eine Einschätzung aus der Praxis zur vorgeschlagenen Verbesserungen des Personalschlüssels im U3-Bereich einzufangen sowie die aktuellen Belastungsfaktoren im Kita-Bereich zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass die vorgeschlagene Entlastungsmaßnahme mit 70% große Zustimmung findet. Gleichzeitig wurde mehrfach betont, dass diese Maßnahme nicht auf den U3-Bereich beschränkt bleiben darf. Denn nicht nur der U3-Bereich ist von einer hohen Belastung betroffen, auch die Fachkräfte im Ü3-Bereich stehen stark unter Druck. Die wachsenden Anforderungen können mit dem bestehenden Personalschlüssel nicht mehr ausreichend abgedeckt werden. Zudem belastet die Erhöhung der Krankmeldungen – sowohl in der Häufigkeit als auch in der Dauer – die Kita-Teams erheblich. Der daraus resultierende Personalausfall kann auch durch eine Verbesserung des U3-Schlüssels nicht ausgeglichen werden. „Diese Maßnahme ist zweifellos erstrebenswert, wird aber kurzfristig aufgrund der enormen Krankenstände keine spürbare Entlastung für die Kita-Teams bringen“, fasst Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, zusammen.
Angesichts dieser hohen Belastungen benötigen unsere Kita-Teams dringend schnell umsetzbare Maßnahmen, die eine sofortige Entlastung bringen. Andernfalls dürften auch die Gewerkschaften zu neuen Streikmaßnahmen ihre Mitglieder aufrufen. Der Kitaverband VKMK setzt sich daher dafür ein, im ersten Schritt eine Erhöhung der Schließtage für eine kurzfristige, aber nachhaltige Entlastung umzusetzen. „Wird die Anzahl der Schließtage erhöht, entlasten wir damit unsere Kita-Teams unmittelbar und stärken gleichzeitig die Qualität der frühkindlichen Bildung, da unseren Fachkräften mehr Zeit für wichtige Schulungen, Fort- und Weiterbildungen und interne fachliche Austauschrunden zur Verfügung steht." erläutert Békési, und fügt hinzu: “Die Verbesserung des Personalschlüssels ist erstrebenswert, jedoch sollte diese erst im zweiten Schritt erfolgen und nicht auf den U3-Bereich begrenzt sein.“ Stattdessen braucht es eine generelle Erhöhung der Personalausstattung, welche die realen Fehlzeiten durch Krankheit, Urlaub und Fortbildungen einbezieht und abdeckt. Auf diese Weise werden nicht nur Fachkräfte im U3-Bereich, sondern alle pädagogischen Fachkräfte in den Kitas entlastet.
VKMK fordert dringende Maßnahmen zur gezielten Sprachförderung neu zugewanderter Kinder
In ihrer Stellungnahme “Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gestalten - Maßnahmen zur Förderung der Zielsprache Deutsch” erörtert die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK), wie eine Förderung der deutschen Sprache für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche erfolgreich gestaltet werden kann und formuliert entsprechende Empfehlungen für die Etablierung geeigneter Rahmenbedingungen in den Schulen. Die in der Stellungnahme der SWK identifizierten Herausforderungen betreffen jedoch nicht nur den schulischen Bereich, sondern sind ebenso in der frühkindlichen Bildung relevant.
In ihrer Stellungnahme “Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gestalten - Maßnahmen zur Förderung der Zielsprache Deutsch” erörtert die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK), wie eine Förderung der deutschen Sprache für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche erfolgreich gestaltet werden kann und formuliert entsprechende Empfehlungen für die Etablierung geeigneter Rahmenbedingungen in den Schulen. Hintergrund dieser Stellungnahme stellt eine signifikante Differenz der schulischen Leistungen im Vergleich zu Mitschüler:innen ohne Migrationshintergrund dar, welche bereits in verschiedenen Studien belegt wurde. Im Zuge dessen hebt die SWK auch die hohe Heterogenität der Gruppe der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen hervor, weshalb Sprachfördermaßnahmen flexibel und an individuelle sowie schulische Kontextbedingungen angepasst werden müssen.
Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK:
„Die in der Stellungnahme der SWK identifizierten Herausforderungen betreffen nicht nur den schulischen Bereich, sondern sind ebenso in der frühkindlichen Bildung relevant. Gerade hier werden die entscheidenden Grundlagen für den späteren Bildungserfolg gelegt. Frühkindliche Bildung ermöglicht gezielte Sprachförderung bereits vor der Einschulung und bereitet Kinder optimal auf den Schulstart vor. Die SWK unterstreicht diese Bedeutung in ihrer Situationsanalyse:
‚Für neu zugewanderte Kinder mit geringen Deutschkenntnissen im Elementarbereich ist der Besuch einer Kita essenziell – insbesondere einer Kita, die eine hohe sprachliche Anregungsqualität bietet, Mehrsprachigkeit als Ressource betrachtet, gezielte Sprachförderansätze umsetzt und die Familien unterstützt.‘
Wie aus der Stellungnahme der SWK hervorgeht, ist die Etablierung wirksamer Sprachfördermaßnahmen äußerst komplex – sowohl in der Schule als auch in der Kita und erfordert geeignete Rahmenbedingungen. Die aktuellen Sparmaßnahmen sowie bereits in ersten Bundesländern umgesetzte Kürzungen in der Bildung gefährden jedoch zunehmend genau diese Rahmenbedingungen, die eine wirksame Sprachförderung ermöglichen. Sollte es Kitas künftig nicht mehr möglich sein, eine adäquate Sprachförderung sicherzustellen, wird die Verantwortung umso stärker auf die Schulen übergehen – mit weitreichenden Konsequenzen für die Bildungsbiografien der betroffenen Kinder.
Damit die Kitas auch künftig diese Anforderung an die frühkindliche Bildung erfüllen können, müssen sich die Koalitionspartner nach der Bundestagswahl nicht nur mit der Umsetzung des Kitaqualitätsentwicklungsgesetzes befassen - welches unter anderem die Förderung der sprachlichen Bildung sowie bundesweit einheitliche Qualitätsstandards vorsieht -, sondern sich vor allem verbindlich auf die Einführung eines bundesweiten Start-Chancen-Programms für Kitas einigen, das gezielt Einrichtungen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Kinder sowie Kinder mit nicht ausreichenden Sprachkenntnissen unterstützt. Dieses Programm muss die Erkenntnisse aus dem erfolgreichen Modell „Sprach-Kitas“ aufgreifen und durch hervorragend ausgebildete Fachkräfte sowie qualitativ hochwertige Rahmenbedingungen ergänzt werden. Nur so kann eine gezielte und nachhaltige Sprachförderung in Zusammenarbeit mit den Ländern erfolgreich umgesetzt werden.
Wir schließen uns daher den Empfehlungen der SWK an und fordern, auch in der frühkindlichen Bildung Maßnahmen zu ergreifen, um die Sprachförderung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Unterschiedliche Programme und Maßnahmen der Länder, wie beispielsweise das Kita-Chancenjahr im Land Berlin, können dieser Herausforderung langfristig nicht gerecht werden. Vielmehr bedarf es eines abgestimmten Handelns von Bund und Ländern.“
Quelle: Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gestalten – Maßnahmen zur Förderung der Zielsprache Deutsch. (2025). In Stellungnahme der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz. https://www.swk-bildung.org/content/uploads/2024/12/SWK-2025-Stellungnahme-SprachlicheBildung.pdf.
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust: Wir erinnern, um nicht zu vergessen
Heute begehen wir den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.
Heute vor 80 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit – ein Lager, in dem mehr als eine Million Menschen brutal ermordet wurden.
Ein Lager, in dem unsagbares Leid und die Abgründe menschlicher Grausamkeit einen düsteren Höhepunkt fanden.
Heute begehen wir den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.
Heute vor 80 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit – ein Lager, in dem mehr als eine Million Menschen brutal ermordet wurden.
Ein Lager, in dem unsagbares Leid und die Abgründe menschlicher Grausamkeit einen düsteren Höhepunkt fanden.
Dieser Gedenktag heute erinnert uns an eine Geschichte, die bis heute tiefe Spuren in den Leben vieler Menschen hinterlassen hat und noch immer präsent in unserer Gesellschaft ist.
Er erinnert uns an all die unschuldigen Frauen, Männer und Kinder, die durch die Propaganda der Nationalsozialisten grundlos zu Feinden erklärt wurden und auf beispiellos grausamste und unmenschlichste Weise ermordet wurden.
Dieser Tag erinnert uns daran, wozu Hass und Hetze Menschen treiben können – zu einer Unmenschlichkeit, die wir nie wieder zulassen dürfen.
Gleichzeitig mahnt uns dieser Tag, die düsteren Kapitel unserer Geschichte nicht zu vergessen, um zu verhindern, dass sie sich wiederholen.
Er mahnt uns auch, nicht zuzulassen, dass Menschen gegeneinander aufgehetzt werden, dass Hass unser Leben bestimmt und dass Antisemitismus sowie Rassismus wieder Platz in unserer Gesellschaft finden.
Wie es die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer in eindringlichen Worten formulierte:
„Für mich ist ganz wichtig, dass insbesondere die jungen Menschen nicht vergessen, was war. Sie sollen wissen, dass nicht nur die Juden umgebracht wurden. Dass Menschen umgebracht wurden, weil man Menschen nicht anerkannt hat als Menschen.“
Wir hätten nicht gedacht, dass Deutschland, nach seiner Geschichte und der intensiven Aufklärungsarbeit, an einen Punkt kommt, an dem es wieder notwendig ist, zu schreiben: Vergesst nicht! Lasst euch nicht von Hass regieren! Doch wenn wir uns in der Gesellschaft und der Politik umschauen, sehen wir, wie der Rechtspopulismus immer stärker wird und wie Antisemitismus sowie Rassismus zunehmend offen auf unseren Straßen zu spüren ist. Leider bleiben uns daher keine anderen Worte.
Deshalb gedenken wir heute den Opfern des Holocausts und rufen auch dazu auf, das Vergessen zu verhindern. Lassen wir Hass, Hetze, Feindseligkeit, Rassismus und Antisemitismus nicht wieder erstarken, sondern uns für ein gemeinsames Leben in Frieden und Respekt einsetzen! Heute plädieren wir für mehr Liebe und Menschlichkeit in unserer Welt!
Ein kleines Potpourri aus weihnachtlichen Traditionen und Bräuchen weltweit
In den Innenstädten tauchen warme Lichterketten die Straßen in einen funkelnden Glanz, die Schaufenster sind geschmückt mit bunten Sternen und Schneeflocken und Menschen tummeln sich auf den Wintermärkten, um sich mit einer warmen Tasse vor der eisigen Kälte zu schützen - für viele beginnt damit die Weihnachtszeit.
In den Innenstädten tauchen warme Lichterketten die Straßen in einen funkelnden Glanz, die Schaufenster sind geschmückt mit bunten Sternen und Schneeflocken und Menschen tummeln sich auf den Wintermärkten, um sich mit einer warmen Tasse vor der eisigen Kälte zu schützen - für viele beginnt damit die Weihnachtszeit. Eine Zeit voller Besinnlichkeit und Liebe, die allerdings auch nicht zu selten von Stress und Hektik begleitet wird. Und dennoch, wenn man mal von den vollen Gängen in den Supermärkten und dem Druck, das perfekte Geschenk zu finden, absieht, zaubert Weihnachten für viele ein kleines Licht in die dunkle Jahreszeit. Weihnachten wird weltweit auf unterschiedlichste Weise gefeiert: Manche begehen es gar nicht, andere feiern es ohne den christlichen Hintergrund, und wiederum andere pflegen ganz besondere Bräuche und Traditionen rund um dieses Fest. Wir wollen heute mal die faszinierendsten Weihnachtsbräuche in der Welt genauer betrachten.
Merī Kurisumasu (「メリークリスマス」) - Mehr Liebe und Fast-Food in Japan
In Japan ist nur knapp 1% der Bevölkerung christlich geprägt - und dennoch wird auch hier Weihnachten groß gefeiert. Doch wie kam es dazu? Japaner:innen stehen nicht-einheimischen Religionen, Traditionen und Festlichkeiten sehr offen gegenüber. Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs das Interesse in Japan insbesondere gegenüber westlichen Traditionen und Bräuchen, wobei es ihnen das vermutlich größte Fest der christlich geprägten westlichen Welt besonders angetan hat: Weihnachten - die Geburt Christi, das Fest der Liebe. Doch während bei uns der religiöse Hintergrund dieses Festes im Mittelpunkt steht, haben die Leute in Japan Weihnachten als Fest der Liebe übernommen und daraus ihr ganz eigenes, besonderes Fest gestaltet, welches mit unserem Valentinstag vergleichbar ist. Der 24. Dezember wird dabei als ganz normaler Arbeitstag begangen, der Abend jedoch ist dann für die Zeit zu zweit reserviert. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit am japanischen Weihnachtsfest, auch das traditionelle Weihnachtsessen kann Staunen hervorrufen, denn hier kommt an Weihnachten Kentucky Fried Chicken auf den Tisch. Dies ist auf eine augenscheinlich sehr erfolgreiche Marketingkampagne der US-amerikanischen Fast-Food-Kette aus dem Jahr 1974 zurückzuführen, welche unter dem Slogan “Kurisumasu ni wa Kentakkii” (“An Weihnachten KFC”) ihre Weihnachtsmenüs bewarb. Die Kampagne fand großen Anklang und inzwischen gehört das KFC Weihnachtsmenü in Japan zu Weihnachten wie bei uns Würstchen und Kartoffelsalat und man muss bereits Wochen im Voraus bei KFC bestellen, um an Weihnachten den Festschmaus genießen zu können.
Feliz Navidad - Weihnachtliches Zocken in Spanien
In Spanien ist Weihnachten für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung eines der bedeutendsten Feste im Jahr, welches ausgiebig im Kreise von Familie und Freunden gefeiert wird. Dabei beginnt die Weihnachtszeit seit 1812 mit einem Brauch, der einem ein kleines Schmunzeln auf die Lippen zaubern kann: Der größte Lotterie der Welt, gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme. Die Ziehung der sogenannten “lotería de navidad” (Weihnachtslotterie) findet in festlicher Atmosphäre am 22. Dezember statt und wird den ganzen Vormittag von der Bevölkerung verfolgt. Ein unverkennbarer Kinderchor gibt die Gewinnzahlen preis und die Gewinner:innen feiern oftmals fröhlich auf der Straße. Ziel ist natürlich der Hauptpreis, oder auch “el gordo” (der Dicke), wie er in Spanien genannt wird. Doch damit hat das weihnachtliche Glücksspiel in Spanien noch nicht sein Ende. In der “noche buena" (Heiligabend), nachdem am Abend mit der Familie das weihnachtliche Essen verzehrt wurde, darf “la urna del destino” (Urne des Schicksals) nicht auf dem Tisch fehlen. Die Urne enthält kleine Geschenke und Nieten und jeder darf sein Glück dabei versuchen.
Maligayang Pasko - Die längste Weihnachtszeit auf den warmen Philippinen
Im September, bei durchschnittlich 30 Grad, beginnen auf den Philippinen die Vorbereitungen für die wohl längste Weihnachtszeit. Die Städte werden festlich geschmückt und bunte Lichterketten und Lampions werden aufgehängt. Ab 16. Dezember werden dann die offiziellen Feierlichkeiten mit dem „Simbang Gabi“ („Nachtmesse“) eingeläutet. Von diesem Tag an bis zum Heiligen Abend machen sich Gläubige jeden Morgen im Morgengrauen, zwischen 3 und 5 Uhr, auf den Weg zum Gottesdienst. Die “Simbang Gabi” endet am 24. Dezember mit der „Misa de Gallo“ (Messe des Hahns), die traditionelle Mitternachtsmesse an Heiligabend. Es heißt, wer an allen neun Messen teilnimmt, dem wird ein Wunsch erfüllt. Nach Heiligabend hören die Feierlichkeiten jedoch nicht auf. Die Weihnachtszeit endet offiziell erst am dritten Sonntag im Januar mit dem Santo-Niño-Fest, das von Straßenumzügen und festlichen Veranstaltungen begleitet wird.
Feliz Navidad - Die Suche nach einer Herberge in Mexiko
In Mexiko wird Weihnachten nicht nur gefeiert, es werden sogar Teile der Weihnachtsgeschichte selbst nachgespielt, in den sogenannten “Posadas” (Herbergen). Bei diesem Brauch, der vom 16. bis zum 24. Dezember stattfindet, wird Maria und Josefs Suche nach einer Herberge nachempfunden. Dabei ziehen jeden Abend zwei Personen, verkleidet als Maria und Josef, um die Häuser und klopfen an Türen, um Einlass zu erbeten. Vorab wird ein Zielort definiert, an dem ihnen der Einlass gewährt wird, während sie an den vorherigen Türen abgewiesen werden – ganz wie in der Geschichte, aufgrund der hohen Auslastung der „Posada“. An der finalen Herberge mündet die Posada dann in eine Fiesta Mexicana, welche nicht mehr viel mit der überlieferten Geschichte von Maria und Josef zu tun hat: Mit Musik, Tanz, “Buñuelos” (süße Krapfen) und “Ponche” (Fruchtpunsch, für Erwachsene “con Piquete”, also mit einem Schuss Tequila) wird die Ankunft von Maria und Josef gefeiert. Jeden Tag endet die Posada in einem anderen Haus, wodurch die Vorweihnachtszeit in Mexiko zu einer Zeit voller Feierlichkeiten, Gemeinschaft und ausgelassener Freude wird. Am letzten Tag der Posadas wartet dann noch ein besonderes Highlight auf die Kinder: Die Piñatas, gefüllt mit lauter Leckereien. Mit verbundenen Augen und ausgerüstet mit einem Stock dürfen die Kinder dann versuchen, die Piñata zu zerschlagen, um an die Süßigkeiten zu kommen.
Merry Christmas - Weihnachten auf dem Surfbrett in Australien
Während wir von weißen Weihnachten träumen, um, eingekuschelt in Schal, Mütze und warmer Winterjacke im knirschenden Schnee spazieren zu gehen, mit Schlitten die schönsten Hügel hinunterzurasen und den größten Schneemann in der Nachbarschaft zu bauen, wünschen sich die Leute in Australien vermutlich nur die perfekte Welle. Denn hier wird Weihnachten bei sommerlichen Temperaturen von durchschnittlich 30 Grad gefeiert und da das Meer oftmals nicht weit entfernt ist, zieht es die Australier:innen am 25. Dezember, nachdem Santa Claus die Geschenke gebracht hat, raus an die weihnachtlich geschmückten Strände. Gemeinsam mit Freunden und Familie wird dort gegrillt, gefeiert und das Surfbrett ausgepackt, um auf den Wellen zu reiten.
Feliz Navidad - Weihnachten als Ablenkungsmanöver in Venezuela
Weihnachten in Venezuela hat mittlerweile zwei Besonderheiten aufzuweisen. Die eine lässt einen irritiert den Kopf schütteln, während die andere ein Schmunzeln auf das Gesicht zaubern lässt. Fangen wir zunächst einmal mit der irritierenden, eher unweihnachtlichen Besonderheit an: In diesem Jahr kommt es nun zum dritten Mal in der Geschichte Venezuelas vor, dass Weihnachten, auf Befehl des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro, um drei Monate nach vorne verlegt wird. Venezuela befindet sich schon seit längerem immer wieder in schweren politischen Krisen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Es wächst zunehmend Unmut in der Bevölkerung und viele Menschen verlassen das Land. Die ersten beiden Male, als Maduro die Vorverlegung von Weihnachten befahl, herrschte die Corona-Pandemie. In diesem Jahr sorgte die Manipulation der Wahlen, wodurch Maduro wieder Präsident wurde, für heftige Unruhen und Proteste auf den Straßen. Mit der Maßnahme Weihnachten vorzuverlegen beabsichtigt Maduro, in solchen Krisen die Bevölkerung des Landes von den innenpolitischen Problemen und seiner autoritären Politik abzulenken und, laut Maduro, um dem Volk seinen Dank auszusprechen. Und so begann in Venezuela dieses Jahr Weihnachten bereits am 01. Oktober und wird voraussichtlich bis Januar dauern. Eine ungewöhnliche Maßnahme, die argwöhnisches Stirnrunzeln auslösen kann. Doch kommen wir nun zu der etwas fröhlicheren Besonderheit zu Weihnachten in Venezuela; In der Hauptstadt Caracas ist es Brauch, dass die Menschen an Heiligabend auf Rollschuhen zur Kirche fahren. Zu diesem Anlass werden die Straßen extra für den Autoverkehr gesperrt, sodass jeder unbeschwert und fröhlich durch die festlich geschmückte Stadt gleiten kann. Die Ursprünge dieses Brauchs sind zwar nicht genau bekannt, doch es ist eine bezaubernde Vorstellung, die den Weihnachtsabend in Caracas zu etwas ganz Besonderem macht.
Gleðileg jól - Trollige Weihnachten in Island
Island ist bekannt für seinen tief verwurzelten Naturglauben und den Glauben an Feen, Elfen und Trolle. Es gibt sogar spezielle „Elfenbeauftragte“, die als Hüter der elfischen Welt fungieren und die Interessen der Elfen in der Bevölkerung vertreten, damit zum Beispiel keine Straßen durch Elfengebiete gebaut werden. Auch beim christlichen Weihnachtsfest spielt dieser Glaube in Island natürlich eine Rolle. In Island gibt es zu Weihnachten, oder „jól“, die 13 „Jólasveinar„ (Weihnachtsgesellen), die Söhne der Trollfrau Grýla und ihres Mannes Leppalúði. Vom 12. bis zum 24. Dezember kommt jeden Tag einer der Jólasveinar aus den dunklen Bergen, wo sie wohnen, zu den Menschen. Sie stibitzen Leckereien und hinterlassen Geschenke. Nach dem 24. Dezember, wenn alle zusammengekommen sind, ziehen sie nacheinander wieder in die Berge zurück, bis am 6. Januar der letzte von ihnen verschwindet.
God Jul - Das Versteckspiel mit den Besen in Norwegen
In Norwegen gibt es an Heiligabend einen besonderen Brauch, der aus dem Glauben stammt, dass an diesem Abend Hexen und Geister ihr Unwesen treiben. Aus diesem Grund verstecken die Norweger:innen ihre Besen an Weihnachten vorsorglich, um zu verhindern, dass die finsteren Wesen sie finden, stehlen und auf ihnen davonfliegen. Und so kann es schon mal vorkommen, dass an Weihnachten versucht wird alle Besen eines Haushalts zu finden und das perfekte Versteck dafür zu kreieren.
Die Magie des Vorlesens: Mehr als nur Unterhaltung
Beim Vorlesen erwachen Texte durch die Stimme des Erzählers zum Leben. Sie entführen uns in ferne Welten und lassen uns in spannende, entspannende oder auch lehrreiche Geschichten eintauchen. Besonders in der Winterzeit, wenn die Tage kürzer, die Nächte länger und der Himmel grauer wird, kann das Vorlesen eine Atmosphäre der Wärme, Besinnlichkeit und Geborgenheit schaffen, die uns für den Moment der Geschichte die Kälte vergessen lässt.
Beim Vorlesen erwachen Texte durch die Stimme des Erzählers zum Leben. Sie entführen uns in ferne Welten und lassen uns in spannende, entspannende oder auch lehrreiche Geschichten eintauchen. Besonders in der Winterzeit, wenn die Tage kürzer, die Nächte länger und der Himmel grauer wird, kann das Vorlesen eine Atmosphäre der Wärme, Besinnlichkeit und Geborgenheit schaffen, die uns für den Moment der Geschichte die Kälte vergessen lässt.
Wie Vorlesen die Zukunft unserer Kinder prägt
Für Kinder ist diese Magie des Vorlesens noch viel intensiver und hat das Potenzial, ihre Entwicklung nachhaltig zu prägen. Es erschafft für sie einen Raum der Vertrautheit, der Verbundenheit und der Entspannung, während es gleichzeitig viel Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit von den Kindern abverlangt. Beim Zuhören entdecken sie neue Wörter, müssen komplexe Satzstrukturen begreifen und lernen, Inhalte miteinander zu verbinden und zu verstehen. Was sich zunächst wie anstrengende Arbeit anhören mag, geschieht beim Vorlesen ganz spielerisch und unbemerkt - es fördert die Sprachentwicklung und bereitet somit Kinder ganz nebenbei auf das Lesenlernen und alle ihnen bevorstehenden Herausforderungen im Umgang mit Texten vor.
Doch nicht nur die Begegnung mit neuen Wörtern und Satzstrukturen unterstützt die Kinder in ihrer Entwicklung, auch die Geschichten selbst fördern sie auf vielfältige Weise. Die Reise in andere Welten, das Mitfühlen und Hineinversetzen in andere Charaktere, zeigt Kindern, dass es ganz viele verschiedene Lebensrealitäten gibt. Sie lernen, Empathie zu entwickeln und ein besseres Verständnis für andere Welten, Menschen und deren Perspektiven aufzubauen. Gleichzeitig werden sie durch das Vorlesen inspiriert, neugierig und kreativ zu werden, ihre eigenen Ideen zu entwickeln und neue Interessen zu entdecken.
Dieses Potenzial des Vorlesens wird am heutigen Tag gefeiert, am bundesweiten Vorlesetag, einer Initiative der Zeit, Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung. Unter dem Motto “Vorlesen schafft Zukunft” wird die Bedeutung des Vorlesens für die kindliche Entwicklung in den Mittelpunkt gestellt. Vorlesen ist weit mehr als nur ein Moment der Unterhaltung, es ist ein Moment, der wichtige Grundlagen für das spätere Leben legt und die Kinder auf die vielen Abenteuer vorbereitet, die noch vor ihnen liegen.
Mit Polylino in die Zukunft des Vorlesens eintauchen
Bei Polylino schafft Vorlesen nicht nur Zukunft, sondern das Vorlesen ist hier bereits in der Zukunft angekommen, indem es die Magie des Vorlesens mit modernen, digitalen Möglichkeiten kombiniert. Als marktführender digitaler Bilderbuchservice bietet Polylino Zugriff auf eine umfangreiche Sammlung von über 1.500 Büchern, die sich auf jedem Endgerät – sei es Smartphone, Tablet oder ein anderes – durchstöbern lassen. Das Besondere daran: Polylino macht keinen Stopp vor Sprachbarrieren und eröffnet dadurch neue Horizonte. Nach dem Prinzip “Solide Muttersprachkenntnisse sind der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen.” bietet Polylino über 70 Audiosprachen, 40 Schriftsprachen und Gebärdensprache an. Damit wird nicht nur die deutsche Sprache gefördert, sondern auch die verschiedenen Muttersprachen der Kinder in Kitas berücksichtigt. Polylino ermöglicht es den Kindern, ihre eigene Muttersprache mit anderen zu teilen und weckt früh das Interesse an anderen Sprachen – eine einzigartige Gelegenheit, kulturelle Vielfalt zu erleben und voneinander zu lernen. Einige Mitglieder des VKMK setzen Polylino bereits seit einiger Zeit erfolgreich in ihrem Kita-Alltag ein und berichten voller Begeisterung von ihren Erfahrungen. Passend zur Winterzeit möchten wir daher einen kleinen Einblick geben, wie Polylino dabei helfen kann, eine warme, besinnliche Winteratmosphäre durch die Magie des Vorlesens in der Kita zu schaffen.
Jeden Monat stellt Polylino auf seiner Website neue Buchtipps vor – im November stehen die Themen „Winter“, „Weihnachten“ und „Freundschaft“ im Mittelpunkt. So wird beispielsweise in der Buchempfehlung “Von Bratäpfeln und Winterpunsch” die Geschichte eines Igelchens erzählt, der Gastgeber für das Jahresende-Abschiedsfest mit seinen Freunden ist - ein Abschiedsfest für den Winterschlaf, den Igelchen und seine Freunde halten werden. In dem Buch “Sprich darüber” dagegen erfahren Kinder durch Kaninchen und Igel, wie es ist, ein richtig guter Freund zu sein. Und am 29. November um 10:30 Uhr lädt Polylino Kitas zu einem digitalem Vorlese-Event ein, bei dem Elisabet Granlund vom Verlag Bok-Makaren die Geschichte „Gute Nacht, Willi Wiberg“ vorliest – eine liebevolle Erzählung über einen Jungen, der abends einfach nicht einschlafen möchte. Für die besondere Weihnachtsstimmung sorgt auch der magische Polylino Adventskalender, bei dem jeden Tag ein neues Kapitel eines winterlichen Abenteuers hinter den Türchen auf die Kinder wartet. Begleitet wird das Ganze von kreativen Aktivitäten und Lesetipps zu passenden Büchern aus der Polylino-Bibliothek. Darüber hinaus gibt es einen Leitfaden mit Anregungen zu Weihnachtsliedern, Aktionen und weiteren Ideen, um die Adventszeit in der Kita noch schöner zu gestalten. Auch Kitas, die Polylino aktuell noch nicht nutzen, können sich ganz unverbindlich auf der Website von Polylino für den Adventskalender anmelden. Sie erhalten dann bis zum Ende des Jahres eine kostenlose Testphase, um den magischen Adventskalender mit all seinen Überraschungen ebenfalls voll und ganz genießen zu können. Alle weiteren Infos dazu gibt es in der Bestätigungs-Mail bei Anmeldung zum Kalender.
Wir wünschen euch viel Freude beim gemeinsamen Vorlesen und beim Eintauchen in ferne Welten und abenteuerreiche Geschichten!
Runder Tisch Kita: VKMK fordert pragmatische Entlastungsmaßnahmen für Kitas in Berlin
Am heutigen Tag, den 08. November, findet auf Einladung von Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, der Runde Tisch Kita statt. Dies ist eine Antwort der Senatsverwaltung auf die Forderungen Verdis nach Entlastung des pädagogischen Personals in den Kita-Eigenbetrieben in Berlin.
Am heutigen Tag, den 08. November, findet auf Einladung von Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, der Runde Tisch Kita statt. Dies ist eine Antwort der Senatsverwaltung auf die Forderungen Verdis nach Entlastung des pädagogischen Personals in den Kita-Eigenbetrieben in Berlin. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Bezirke, Gremien, Verbände und Bündnisse, der Gewerkschaften, der Elternschaft sowie der Kita-Eigenbetriebe will die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bei dem Runden Tisch Belastungsfaktoren und Entlastungsmöglichkeiten im Kita-Alltag identifizieren und erörtern.
Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, erläutert: „Angesichts der angespannten Haushaltslage in Berlin schlagen wir effiziente, pragmatische und schnell wirksame Entlastungsmaßnahmen vor, die das Land Berlin kaum bis gar nichts kosten oder als wertvolle Investitionen wirken. Die Erhöhung der Schließtage verursacht keine zusätzlichen Ausgaben für das Land, steigert aber die Qualität der frühkindlichen Bildung erheblich. Diese zusätzlichen Schließtage schaffen für Kita-Träger dringend benötigte Kapazitäten, um den stetig wachsenden Anforderungen in der Elternarbeit und den zunehmenden Herausforderungen in der täglichen Beziehungsarbeit mit den Kindern gerecht zu werden. Sie bieten den Teams Zeit und Raum für Austausch, gezielte Fort- und Weiterbildungen sowie Teamstärkung. Gleichzeitig profitieren die pädagogischen Fachkräfte von wichtigen Entlastungsmomenten, in denen sie in Ruhe an der Weiterentwicklung der internen und externen Qualitätsstandards arbeiten können. Wer schnelle und wirksame Entlastung erzielen will, sollte diese Maßnahme als ersten Schritt in Betracht ziehen.“
Neben dem Vorschlag zur Erhöhung der Schließtage wird der VKMK weitere Entlastungsmaßnahmen in die Diskussion einbringen.