Presse VKMK Presse VKMK

Frühkindliche Bildung als Schlüssel für zukünftigen Erfolg

Die gestrige Veröffentlichung der PISA-Studie 2023 zeigte: Deutschland erlebt einen alarmierenden Tiefpunkt in den Leistungen seiner 15-jährigen Schüler: Das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der PISA-Untersuchungen. Diese globalen Einblicke in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften werfen ein bedeutsames Licht auf die Bildungslandschaft – ein Barometer, das dringendes Umdenken erfordert, insbesondere bezüglich der frühkindlichen Bildung.

Frühkindliche Bildung als Schlüssel für zukünftigen Erfolg

PISA-Studie 2023 enthüllt Herausforderungen

Mit der heutigen Veröffentlichung der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) am 05.12.2023 wurde ein globales Augenmerk auf die Leistungen von 15-jährigen Schülern und Schülerinnen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften gerichtet. Die Ergebnisse dieser umfassenden Untersuchung werfen ein Licht auf die Fähigkeiten und Defizite der Jugendlichen und dienen als Barometer für die Bildungslandschaft in verschiedenen Ländern. Inmitten dieser umfassenden Analyse liegt ein alarmierendes Ergebnis für Deutschland: Die deutschen Jugendlichen verzeichnen das schlechteste Resultat seit Beginn der PISA-Studien insgesamt.

Im aktuellen internationalen Vergleich haben die deutschen Jugendlichen in den Bereichen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften alarmierend schlecht abgeschnitten. Nahezu ein Drittel der 15-Jährigen zeigte lediglich geringe Kompetenzen in mindestens einem der getesteten Bereiche, während jeder sechste Jugendliche Defizite in allen drei Bereichen aufwies. Mit Platz 25 in Mathematik liegt Deutschland weit hinter seinen deutschsprachigen Nachbarländern wie Österreich (Platz 16) und der Schweiz (Platz 8) zurück.

Warum Deutschland in der PISA-Studie abrutscht

Die Suche nach Erklärungen für diese deutliche Verschlechterung der deutschen Leistungen in der PISA-Studie erfordert eine umfassende Analyse. Es ist entscheidend, sich damit auseinanderzusetzen, wie es zu einem derartigen Abwärtstrend seit Beginn der PISA-Studien kommen konnte.

Eine der vermuteten Ursachen liegt in den Schulschließungen während der COVID-19-Pandemie. Der Unterrichtsausfall und die Einschränkungen könnten den Kompetenzerwerb der Schüler negativ beeinflusst haben. Es ist anzumerken, dass der digitale Unterricht in Deutschland im Vergleich zum OECD-Durchschnitt weniger stark ausgeprägt war, was eine mögliche Rolle spielen könnte. Allerdings zeigt die internationale Datenanalyse keinen klaren Zusammenhang zwischen der Dauer der Schulschließungen und dem Ausmaß des Leistungsabfalls.

Weitere potenzielle Gründe könnten in sozioökonomischen Faktoren liegen, einschließlich des familiären Hintergrunds. Ebenfalls wurde der vermehrte Anteil von Schüler:innen mit Zuwanderungshintergrund genannt. Doch die aktuelle Datenlage zeigt bereits jetzt eine differenziertere Realität: Die allgemeine, verschlechterte Leistung ist bei Kindern sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund verzeichnet, welches diese Hypothese in Frage stellt und auf andere Einflussfaktoren hinweist.

An dieser Stelle möchten wir nachdrücklich auf die entscheidende Verbindung zwischen frühkindlicher Bildung und der grundlegenden Entwicklung sowie dem kontinuierlichen Aufbau akademischer Kompetenzen hinweisen. Die Fundamente für eine tragfähige Bildung werden bereits in den ersten Schritten des Lernens gelegt und dort tief verankert. Kindertagesstätten gewinnen in dieser Hinsicht eine unverzichtbare Bedeutung, da sie gezielt auf Defizite reagieren können, indem sie maßgeschneiderte Förderprogramme und Bildungsoptionen anbieten.

Die Teams in den Kindertagesstätten stehen im Zentrum dieser bildungsorientierten Bemühungen. Doch für eine effektive Förderung benötigt das pädagogische Personal dringend angemessene Ressourcen und ausreichend Zeit, um sich uneingeschränkt der Betreuung und Entwicklung der Kinder zu widmen. Der vorherrschende Fachkräftemangel sowie die hohe administrative Belastung stellen dabei ernsthafte Hindernisse dar, die behoben werden müssen, um diesem Ansatz gerecht zu werden.

Die Stärkung der frühkindlichen Bildung gewinnt angesichts ihrer zentralen Rolle im Bildungssystem eine unabdingbare Relevanz. Versäumnisse in diesem Bereich könnten langfristig zu weiteren Leistungseinbußen führen, die nur schwer rückgängig zu machen sind. Es ist von größter Dringlichkeit, die Bedeutung der frühkindlichen Bildung anzuerkennen und gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um einen festen Grundstein für die umfassende Entwicklung der kommenden Generationen zu legen.

Die Versäumnisse in der frühkindlichen Bildung tragen, wie erwähnt, nicht nur unmittelbare Auswirkungen, sondern manifestieren sich auch in späteren Bildungsphasen. Bereits in der Grundschule und verstärkt in den weiterführenden Schulen treten die Folgen deutlicher zutage. Die Herausforderungen und Defizite, die bei den heutigen 15-Jährigen festgestellt wurden, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die anhaltende Unterfinanzierung der frühkindlichen Bildungslandschaft zurückzuführen, die in den letzten zwei Jahrzehnten bestand. Diese finanziellen Engpässe haben sich in jüngster Zeit sogar verschärft, welches uns mit Bangen in die kommenden Studien schauen lässt. Denn, wenn man dieser Entwicklung folgt, ist zu erwarten, dass die Kinder der kommenden Jahre mit noch größeren Defiziten konfrontiert sein werden. Es bedarf angemessener Maßnahmen, um diesen Trend umzukehren.

In jüngster Zeit verzeichnet die Kommunikation rund um das Thema frühkindliche Bildung sichtbare Verbesserungen. Insbesondere ist die gesteigerte Aufmerksamkeit von Bildungssenatorin Günther-Wünsch bezüglich dieser Thematik deutlich spürbar. Dialoge, insbesondere mit den freien Kitaträgern, werden offener begrüßt und signalisieren eine symbolische Wertschätzung, wie etwa durch die Einladung zum aktuellen Kitagipfel deutlich wird.

Dennoch ist es entscheidend, dass diese Gespräche in einem offenen Rahmen und mit einem wachen Bewusstsein geführt werden. Die Herausforderungen in der aktuellen Kitalandschaft sind spürbar, genauso wie der dringliche Handlungsbedarf. Es mag verlockend sein, sich auf schnelle, oberflächliche Lösungen zu konzentrieren, die jedoch vom eigentlichen Problem ablenken und lediglich oberflächliche Ergebnisse erzielen könnten.Es ist unabdingbar, dass wir langfristige Konzepte entwickeln und umsetzen, die auf fundierten Erkenntnissen, Daten und Fakten aus der frühkindlichen Bildungslandschaft basieren. Nur durch ein gezieltes Einbinden der betroffenen Akteure der frühkindlichen Bildung können wir langfristige positive Veränderungen herbeiführen und eine nachhaltige Verbesserung erreichen.

Weiterlesen
Presse VKMK Presse VKMK

Politik versus Praxis: Die Wichtigkeit lokaler Expertise in der frühkindlichen Bildung.

Der jüngste Kitagipfel verdeutlichte erneut die kritische Diskrepanz zwischen politischen Entscheidungen und ihrer Umsetzung in der frühkindlichen Bildung. In den letzten Jahren wiederholte sich dieses Muster: Entscheidungen wurden ohne Konsultation derjenigen getroffen, die die täglichen Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung hautnah erleben. Wir brauchen ehrliche, offene Dialoge, um zielgerichtete Lösungen umsetzen zu können!

Hinhören und Hinsehen, für die richtigen Lösungsansätze in der frühkindlichen Bildung.

Im Zuge des letzten Kitagipfels wurde dem VKMK eines wieder deutlich: Die Diskrepanz zwischen politischen Entscheidungen und praktischer Umsetzung in der frühkindlichen Bildung ist eine Thematik von entscheidender Bedeutung. Wir haben es in den letzten Jahren leider viel zu oft erleben müssen; Politische Entscheidungen werden getroffen, ohne diejenigen zu konsultieren, die die täglichen Herausforderungen und Möglichkeiten in der frühkindlichen Bildung aus erster Hand erleben. Die Folge sind Maßnahmen, die oft an den Bedürfnissen der Kinder, Eltern und des pädagogischen Personals vorbeigehen.

Die Kita-Experten, bestehend aus Erzieher:innen, Leiter:innen und anderen pädagogischen Fachkräften, sowie vertretenden Verbänden, wie dem VKMK, bringen eine unverzichtbare Perspektive ein. Ihre Erfahrungen sind ein unschätzbares Kapital, das bei der Gestaltung von Richtlinien und Programmen berücksichtigt werden muss. Ihre Kenntnisse über die Entwicklung von Kindern, pädagogischen Bedürfnissen und praktischen Herausforderungen sind von unschätzbarem Wert für die Schaffung effektiver, nachhaltiger Bildungsstrukturen.

Die Kluft zwischen Politik und Praxis führt seit Jahren zu Problemen auf mehreren Ebenen:

  • Unzureichende Ressourcenallokation: Oftmals sind politische Entscheidungen nicht im Einklang mit den tatsächlichen Bedürfnissen der Kitas. Sie konzentrieren sich auf die Behebung akuter Symptomatiken und übersehen dabei, teilweise gänzlich, die Wurzel des Problems. Dies führt zu unzureichenden Lösungsansätzen, wie mangelnder Finanzierung und begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten für die Fachkräfte und letztendlich auch die Kinder.

  • Mangelnde Berücksichtigung von pädagogischen Bedürfnissen: Die Entwicklung von Bildungsprogrammen ohne Einbeziehung der Kita-Experten kann dazu führen, dass die pädagogischen Anforderungen nicht erfüllt werden. Dies kann die Qualität der Bildung beeinträchtigen und langfristig die Bildungschancen der Kinder mindern.

"Wenn Du eine weise Antwort verlangst, musst Du vernünftig fragen." - Johann Wolfgang von Goethe.

Die Hohe Kunst des Zuhören ist gefragt, bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen. Wie es sich manifestieren kann, wenn dies nicht entsprechend umgesetzt wird, zeigen diese beiden Beispiele der vergangenen Monate:

Beispiel 1: Fachkräftemangel in der frühkindlichen Bildung

Ein exemplarisches Missverständnis zeigt sich in der Forderung nach mehr Stellen in der frühkindlichen Bildung. Das eigentliche Problem liegt nicht in einem Mangel an Stellenausschreibungen, sondern viel mehr in der Tatsache, dass es an qualifizierten Fachkräften mangelt, die sich bewerben oder langfristig in diesen Positionen bleiben möchten. Hierbei spielt die Unterfinanzierung eine entscheidende Rolle, indem sie die Arbeit vor Ort unattraktiv gestaltet, dass viele potenzielle Fachkräfte abgeschreckt werden. Die eigentliche Lösung erfordert daher eine deutlich stärkere Finanzierung, die die tatsächlichen Herausforderungen der Kitas berücksichtigt und die Attraktivität des Berufsstandes durch angemessene Wertschätzung steigert, sodass wir mehr Personal anziehen und langfristig halten können Der simple Stellenausbau wäre somit nicht die vollumfängliche Lösung.

Beispiel 2: Mangelnde Sprachentwicklung bei Kleinkindern

Ein weiteres Beispiel betrifft die mangelnde Sprachentwicklung bei Kindern vor dem Eintritt in das Grundschulalter. Politiker:innen neigen dazu, dieses Problem mit der Multilingualität vor Ort zu verknüpfen und fordern zuletzt sogar teilweise Einschränkungen im Bereich der Migration. Allerdings weisen pädagogische Fachkräfte seit Jahren darauf hin, dass sie unter den aktuellen Bedingungen ihr Bildungsangebot teilweise nicht vollständig ausführen können. Das pädagogische Fachpersonal leidet unter der Unterfinanzierung, die zu personellen Problemen und Überlastung führt, was wiederum die gezielte Förderung einzelner Kinder beeinträchtigt. Das dies symptomatisch in den Förderungsständen der Kinder sichtbar wird, war lediglich eine Frage der Zeit. Die eigentliche Lösung liegt erneut in einer deutlich stärkeren Finanzierung, die die finanziellen Bedürfnisse an die tatsächlichen Herausforderungen anpasst, dem Fachkräftemangel entgegenwirkt und gezieltere Förderungen zulässt.

Diese Beispiele sind lediglich zwei von vielen, die verdeutlichen, wie eine unzureichende Kommunikation mit den betroffenen Akteuren zu Trugschlüssen, falschen Lösungsansätzen und letztlich auch Fehlinvestitionen führt. Diese Situation ähnelt dem schnellen Überstreichen einer maroden Wand, ohne den eigentlichen Schaden an der Struktur zu beheben. Obwohl einige Lösungsansätze zunächst vielversprechend erscheinen mögen, bleibt das zugrundeliegende Problem ungelöst. Das temporäre "Lösen" der Situation erlaubt der eigentlichen Problematik sich weiter auszubreiten, was langfristig zu weitaus größeren Schäden und umfangreicheren Kosten führen kann. Eine effektive Lösung erfordert eine tiefgreifende Zusammenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern und den Kita-Experten. Die Schaffung von Plattformen für regelmäßigen Austausch, die direkte Einbindung der Fachkräfte in Entscheidungsprozesse und die aktive Integration ihrer Perspektiven in politische Diskussionen sind von entscheidender Bedeutung. Unser Verband setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass die freien Kitaträger, die wir vertreten, in ihren Bedürfnissen wahrgenommen, gehört und anerkannt werden. Wir nehmen es positiv zur Kenntnis, dass wir nun mehr in entsprechende Dialoge eingebunden werden. Dies repräsentiert symbolisch einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Wir möchten an dieser Stelle jedoch ebenso vehement betonen, dass diese Dialoge weit über die Symbolik hinausgehen müssen, um hier tatsächlich etwas zu bewirken. Ein ehrlicher Austausch, und insbesondere die Offenheit sich hier mit den Herausforderungen tatsächlich zielgerichtet auseinandersetzen zu wollen, ist absolut von Nöten, um schlussendlich auch tatsächliche, realistische Lösungen zu formen.

Nur durch eine enge Zusammenarbeit kann eine frühkindliche Bildungspolitik entwickelt werden, die den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird und langfristig positive Auswirkungen auf die Gesellschaft hat.

Weiterlesen
Presse Lisa H. Huber-Youmans Presse Lisa H. Huber-Youmans

Ein symbolischer Tag im Bereich der frühkindlichen Bildung

Berlin - ein symbolischer Tag für die frühkindliche Bildung! Gestern versammelten sich beim Kitagipfel unter anderem der VKMK und Bildungssenatorin Günther-Wünsch, um über die Demokratiebildung und die Herausforderungen in Kitas zu diskutieren. Doch während Lob für das Engagement erklingt, plädieren wir ebenfalls für einen tieferen Blick, um echte Veränderungen zu bewirken – Jetzt mehr erfahren!

Der VKMK begrüßt das politische Engagement betont jedoch die Notwendigkeit einer tiefergehenden Diskussion im Dialog.

Berlin, 28. November 2023 – Gestern war ein bedeutsamer Tag für die frühkindliche Bildung, an dem der Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK), sowie eine Vielzahl seiner Vereins-, und Vorstandsmitglieder, aktiv teilnehmen und mitwirken konnte. Zum einen fand das 12. Plenum in der Frühpädagogik - symbolisch - im jüdischen Museum statt, welches sich auf die Frage konzentrierte "Wie bildet man eine Demokratie? Mitwirkung von Kita-Kindern als Zukunftsaufgabe". Gleichzeitig wurde der Kita-Gipfel einberufen. Bei beiden Veranstaltungen war die Bildungssenatorin Günther-Wünsch aktiv anwesend.

Der VKMK begrüßt mit Nachdruck die gestrige Aufmerksamkeit für die frühkindliche Bildung in Berlin und würdigt die Bemühungen, insbesondere von Senatorin Günther Wünsch, Raum für Diskurse zu schaffen, um die Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsam anzugehen. Die Teilnahme am Kita-Gipfel erlaubte unserem Verband wertvolle Einblicke zu teilen, die zu einem realistischeren Verständnis der Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung beitragen können. Im Verlauf dieser Veranstaltung wurde jedoch offenkundig, dass trotz des erkennbaren Engagements zur Bewältigung diverser Problemfelder der notwendige Tiefgang in den Diskussionen, um den eigentlichen Ursprüngen der Herausforderungen auf den Grund zu gehen, oftmals, bedauerlicherweise, vernachlässigt blieb.

"Wir sind uns durchaus bewusst, dass die Entwicklung und Umsetzung einiger Lösungsansätze Zeit und angemessene Ressourcen erfordern. In manchen Fällen kann es verlockend sein, vorerst den Fokus auf oberflächliche Problembehebungen zu legen, um schnellstmöglich sichtbare Veränderungen zu bewirken. Doch dies ändert nichts an der Bedeutung, sich intensiv mit den zugrundeliegenden Kernproblemen auseinanderzusetzen, um Lösungswege zu erarbeiten, die langfristig zu tatsächlichen Veränderungen und Verbesserungen in der frühkindlichen Bildung führen können", betonte Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK. "Es ist von fundamentaler Wichtigkeit, dass kommende Diskussionen und Sitzungen einen stärkeren Fokus auf einen direkten und tiefgründigeren Austausch legen.“

Wir begrüßen die Entwicklung, die es ermöglicht, die Stimmen und Perspektiven der freien Kitaträger, wie sie durch unseren Verband repräsentiert werden, aktiv in derartige Diskussionen einzubinden, um einen realistischen Ist-Zustand abzubilden. Es ist jedoch essenziell, dass dieser Einbezug nicht nur symbolischer Natur ist, sondern dass ihre Anliegen, Herausforderungen und Lösungsansätze ausreichend Gehör finden, und angenommen werden. Ein solcher Dialog und Austausch sollt durch eine sichtbare Interaktion geprägt sein, um langfristige und wirkungsvolle Lösungen zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung zu gestalten. Wir blicken hoffnungsvoll in die kommenden Sitzungen diesbezüglich.

Weiterlesen
Presse VKMK Presse VKMK

Die Kunst des Zuhörens: Senatorin Günther-Wünsch bittet zum Kita-Gipfel

Der bevorstehende Kitagipfel am 27.11.2023 in Berlin steht als entscheidender Moment für die frühkindliche Bildung in Berlin bevor. Senatorin Günter-Wünsch setzt hiermit ihr Versprechen als neu ernannte Jugendsenatorin um, indem sie allen involvierten Stakeholdern im Bereich der frühkindlichen Bildung die Möglichkeit bietet, den aktuellen Stand zu evaluieren und gemeinsam bedeutende Lösungsansätze zu erarbeiten.

Die große Kunst des Hinhörens: Der erste Schritt zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung liegt im Zuhören bei den richtigen Akteuren

Der bevorstehende Kitagipfel am 27.11.2023 in Berlin steht als entscheidender Moment für die frühkindliche Bildung in Berlin bevor.

Senatorin Günther-Wünsch setzt hiermit ihr Versprechen als neu ernannte Jugendsenatorin um, indem sie allen involvierten Stakeholdern im Bereich der frühkindlichen Bildung die Möglichkeit bietet, den aktuellen Stand zu evaluieren und gemeinsam bedeutende Lösungsansätze zu erarbeiten.

Die Vergangenheit zeigt bedauerlicherweise, dass solche wichtigen Gelegenheiten versäumt wurden, was zu vorhersehbaren und schwerwiegenden Konsequenzen führte.

Ein herausragendes Beispiel hierfür ist die Sachkostenpauschale als Teil  über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen (RV Tag)  in Berlin. Ursprünglich entwickelt, um die Finanzierung von frühkindlichen Einrichtungen langfristig sicherzustellen, erwiesen sich diese Teile dieser Pauschale in den folgenden Jahren als wesentlicher Engpass.

Finanzkonzepte benötigen regelmäßige Anpassungen an aktuelle Bedürfnisse, eine Überprüfung, die trotz offensichtlicher Veränderungen, einschließlich wirtschaftlicher Aspekte, wiederholt versäumt wurde.

Erst 2017 wurde eine Gestehungskostenanalyse in Auftrag gegeben, die zeigte, dass Kitas mit einer Unterfinanzierung von fast 30% zu kämpfen hatten, hauptsächlich aufgrund stark gestiegener Mietkosten, die in der Sachkostenpauschale nicht berücksichtigt wurden.

Insbesondere kleinere und mittelgroße Kitaträger litten unter höheren Mietkosten im Vergleich zu größeren Institutionen.

Trotz dieses neuen Wissens ignorierten die damaligen Akteure in der Senatsverwaltung und ihre ausgewählten Verhandlungspartner im Rahmen ihrer 2017 laufenden  Verhandlungen zur Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen (RV Tag) diese dramatische Unterfinanzierung und schufen nur eine Teilreparatur.

Es erfolgte für den Zeitraum von 2018 bis 2021 eine leichte stufenweise Erhöhung der Sachkostenpauschale um insgesamt 10%, doch konnte die massive Unterfinanzierung bei weitem nicht kompensiert werden.

Die kleinen und mittelgroßen freien Kitaträger hatten weiterhin mit steigenden Gewerbemiet- & Immobilienunterhaltungskosten und zunehmend schwieriger werdenden Rahmenbedingungen zu kämpfen.

Einzig der VKMK reagierte auf diese Herausforderungen, indem er mit seiner Expertengruppe eine nachhaltige Lösung entwickelte: die "Clusterlösung".

Basierend auf dem Grundgedanken der Hamburger Finanzierungskonstruktion integriert die "Clusterlösung" eine differenzierte Betrachtung der IST-Situation der Gewerbeflächen der jeweiligen Kita-Träger in die Ausgestaltung der Sachkostenpauschale. Durch die Unterstützung verschiedener Abgeordneter des Berliner Abgeordnetenhauses konnten weitere relevante Daten zu den Bruttomietzinsen für soziale Träger in landeseigenen Wohnbaugesellschaften erfragt werden.

Hierbei ergab sich, dass die Mietzinsen für Gewerbeflächen der landeseigenen Wohnbaugesellschaften im Durchschnitt über 10 Euro pro Quadratmeter lagen, während die Kita-Träger lediglich eine Finanzierung von etwa 5 Euro pro Quadratmeter erhielten. Diese Diskrepanz verdeutlichte bereits damals die erheblichen finanziellen Herausforderungen, denen die betroffenen Einrichtungen gegenüberstanden.

Herausforderungen, die in den vergangenen Jahren zunehmend zu Lasten der Fachkräfte gingen.

Um dem Scheinargument- Phänomen der "Miethaie" und des " Miet-Monopoly" entgegenzuwirken, integrierte der VKMK in seine "Clusterlösung" das Modell einer wiederkehrenden Abfrage des Bruttomietzinses pro Quadratmeter bei landeseigenen Wohnbaugesellschaften. Dieser Wert dient als Grundlage für die Einberechnung in die Sachkostenpauschale, um den Einrichtungen eine finanzielle Grundlage zu bieten, die ihren tatsächlichen Herausforderungen gerecht wird.

Diese konkreten Beispiele unterstreichen nicht nur unsere langjährige Arbeit und Bemühungen, realistische Lösungsansätze zu bieten, sondern auch den gravierenden politischen Fehler, betroffene Akteure unzureichend zu berücksichtigen.

Lars Békési, Geschäftsführer des VKMK, betont: "Wir bieten der Jugendsenatsverwaltung seit Jahren fundierte Lösungen an. Unser Clustermodell ist ein solcher gezielter Lösungsansatz, der jedoch in den Jahren der SPD-Ressortverantwortung ignoriert wurde. Lösungen, die betroffene Stakeholder nicht angemessen einbeziehen, führen letztlich immer zu höchsten Gerichtsurteilen, die dann eine Unverhältnismäßigkeit bis hin zur Verfassungswidrigkeit im Handeln der Jugendsenatsverwaltung attestieren.

Die konzertierte Anstrengung von Senatorin Günter-Wünsch gemeinsam mit allen Interessengruppen in einen Dialog einzutreten, verspricht langfristige Fortschritte in der effizienten Ressourcennutzung und nachhaltigen Verbesserungen im Bereich der frühkindlichen Bildung.

Weiterlesen
Presse VKMK Presse VKMK

#NeustartBildungJetzt - Gemeinsam zum Ziel.

Um Veränderungen in Gang zu setzen, sind Kommunikation, die Bündelung von Kräften und die gemeinsame Entfaltung von fokussierter Energie unerlässlich. Dies gilt nicht nur innerhalb unseres Verbandes und im Zusammenwirken mit den Trägern, sondern auch darüber hinaus. Wir schätzen einen regen Austausch, die Unterstützung unserer Ziele und die Möglichkeit, uns mit Initiativen zu verbinden, die unsere Werte teilen. Wir freuen uns somit mitteilen zu können, dass wir die Initiative #NeustartBildungJetzt aktiv unterstützen, da sie unsere Überzeugungen und Bestrebungen ebenso repräsentiert und eine lebendige Zusammenarbeit in Richtung einer verbesserten frühkindlichen Bildung fossiert.

Um Veränderungen in Gang zu setzen, sind Kommunikation, die Bündelung von Kräften und die gemeinsame Entfaltung von fokussierter Energie unerlässlich. Dies gilt nicht nur innerhalb unseres Verbandes und im Zusammenwirken mit den Trägern, sondern auch darüber hinaus. Wir schätzen einen regen Austausch, die Unterstützung unserer Ziele und die Möglichkeit, uns mit Initiativen zu verbinden, die unsere Werte teilen. Wir freuen uns somit mitteilen zu können, dass wir die Initiative #NeustartBildungJetzt aktiv unterstützen, da sie unsere Überzeugungen und Bestrebungen ebenso repräsentiert und eine lebendige Zusammenarbeit in Richtung einer verbesserten frühkindlichen Bildung fossiert.

Worum geht es?

#NeustartBildungJetzt ist ein Zusammenschluss aus Stiftungen, Verbänden und Gewerkschaften und appelliert eindringlich an den Bundeskanzler, den Senat und die Regierungschefs der Länder, einen Nationalen Bildungsgipfel einzuberufen, um den dringend benötigten Reformprozess in der Bildung zu starten. Der Nationale Bildungsgipfel sollte den Auftakt zu einem kontinuierlichen Dialog- und Reformprozess mit gemeinsamen Arbeitsstrukturen markieren. Dabei müssen sich alle relevanten Akteure auf gemeinsame Ziele sowie geeignete Maßnahmen verbindlich einigen und darauf hinwirken, diese in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung pragmatisch, lösungsorientiert und entschlossen umzusetzen. Denn nur mit vereinten Kräften kann der Neustart in der Bildung als elementare Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands gelingen.

Was wird gefordert?

Die gravierenden Probleme im deutschen Bildungssystem beeinflussen die Bildungsrechte eines jeden Kindes und Jugendlichen und haben tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. Leistungsdefizite, Chancenungleichheit und Fachkräftemangel sind nur einige der akuten Herausforderungen, die das deutsche Bildungssystem beeinflussen. Die Alarmsignale sind längst unverkennbar. An den Grundschulen gehen die Leistungen seit Jahren zurück, vor allem in den Basiskompetenzen Lesen, Schreiben, Zuhören und Rechnen. Auch an den weiterführenden Schulen sinkt das Leistungsniveau auf allen Ebenen dramatisch. Der Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss bleibt hoch. Zugleich wächst die Zahl junger Menschen, die im Berufsleben den Anschluss verlieren. (Mehr als eine halbe Million junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren gehen weder einer Arbeit noch einer schulischen oder beruflichen Ausbildung nach.)

Frühkindliche Bildung spielt hierbei eine entscheidende Rolle in dieser Problematik. Sie bildet das Fundament für den späteren Bildungsweg und hat einen nachhaltigen Einfluss auf die individuelle Entwicklung jedes Kindes. (Mehr Informationen hierzu.) Daher ist es von großer Bedeutung, frühzeitig in Bildung und Betreuung zu investieren, um Chancengleichheit zu fördern.

Bildung soll den jungen Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung helfen und Orientierung bieten. Sie soll es ihnen ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, an der Gesellschaft teilzunehmen und diese mitzugestalten. Sie soll ihnen die Kompetenzen vermitteln, um in der immer komplexeren Arbeitswelt ihren Platz zu finden. Bildung ist die Grundlage für wirtschaftlichen Wohlstand, Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit unserer demokratischen Gesellschaft. Daher benötigen wir #NeustartBildungJetzt.

Was ist das Ziel?

Es ist erforderlich, jetzt die Weichen für ein leistungsfähigeres, begabungs- und chancengerechteres Bildungssystem zu stellen. Um den dringend benötigten Reformprozess herbeizuführen, braucht es eine Initialzündung auf höchster politischer Ebene. Ein Nationaler Bildungsgipfel wäre das starke Signal, die Bildung endlich an die höchsten Instanzen zu tragen. Der Bundeskanzler und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben das nötige Gewicht, um gemeinsam mit den Bildungs-, Wissenschafts- und Jugendministerinnen und -ministern von Bund und Ländern, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungspraxis, Zivilgesellschaft sowie Eltern, Kinder und Jugendliche zusammenzubringen.

Gemeinsam stark.

Der VKMK ist selbst seit Jahren aktiv im Austausch mit Trägern und politischen Akteuren, um hier eine deutliche, zukunftsorientierte Verbesserung anzustreben. Sowohl wir als auch unsere Mitglieder engagieren sich in Dialogen und Diskussionen zur Zukunft unserer Bildungssysteme. Umso erfreulicher ist es für uns, in diesen Vorhaben gestärkt arbeiten zu können durch die Vernetzung mit ebensolchen Initiativen, wie #NeustartBildungJetzt. Es ist an der Zeit, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu fördern, denn die Zukunft unserer Gesellschaft hängt maßgeblich davon ab. Wir sind stolz, aktiv unsere Stimme zu erheben und unsere Kräfte zu bündeln, um positive Veränderungen in der Bildungslandschaft herbeizuführen.

Mehr Informationen

Für mehr Informationen: https://neustart-bildung-jetzt.de

Weiterlesen
Presse VKMK Presse VKMK

MINT: Entdecken, Lernen und Wachsen.

Dass Kinder vor intrinsischer Neugier, Entdeckertum und Fantasie sprühen, ist nichts Neues. Was vielen jedoch nicht bewusst ist, ist der unschätzbare Wert, den diese Eigenschaften mit sich bringen, nicht nur für die Kindheit, sondern auch für die fortlaufende Entwicklung bis ins späte Erwachsenenalter. Die Initiative MINT möchte an genau diesem Potenzial ansetzen.

Dass Kinder vor intrinsischer Neugier, Entdeckertum und Fantasie sprühen, ist nichts Neues. Was vielen jedoch nicht bewusst ist, ist der unschätzbare Wert, den diese Eigenschaften mit sich bringen, nicht nur für die Kindheit, sondern auch für die fortlaufende Entwicklung bis ins späte Erwachsenenalter.

Die Initiative MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) arbeitet genau mit dieser Chance auf Förderung. Seit 2006 bereits bietet die bundesweite Bildungsinitiative Kitas, Hort-Einrichtungen und Grundschulen die Möglichkeit an diesem Forschungs- und Fortbildungsprogramm zu partizipieren.

Ziel: Kinder bereits frühzeitig für MINT-Themen zu begeistern und ihre Neugier und ihr Interesse an diesen Bereichen zu wecken, sowie optimale Förderung zu gewährleisten, sei es durch gestellte Materialien, Schulungen und Anleitungen für Erzieher:innen.

Doch nicht nur die Schwerpunkts-Bereiche allgemein profitieren hiervon, sondern die Förderung lässt sich vielschichtig verzeichnen. Durch Forschung lernen Kinder, kritisch zu denken und Probleme aktiv anzugehen. Sie lernen, Fragen zu stellen, Hypothesen aufzustellen, Experimente zu entwerfen und Daten zu analysieren. Dieser Prozess fördert nicht nur ihre kognitiven Fähigkeiten, sondern ermöglicht es ihnen auch, ihre Vorstellungskraft und ihre Fähigkeit zur Lösung komplexer Probleme zu entwickeln. 

Gerade die Möglichkeit, eigene Forschungsprojekte zu wählen, ermöglicht es Kindern, ihre Interessen und ihre Leidenschaften individuell zu entdecken. Diese persönliche Verbindung zu ihrem Forschungsgebiet fördert nicht nur ihr Engagement in eben diesem, sondern auch ihre Lernmotivation und ihr Selbstvertrauen allgemein.

Forschung erfordert zudem oft kreative Problemlösungen. Kinder lernen, Hindernisse zu überwinden, Flexibilität zu zeigen und alternative Lösungswege zu finden, im Alleingang oder in der Gruppe. In vielen Fällen erfordert Forschung Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen mit anderen. Dies ist von unschätzbarem Wert für die künftige Entwicklung. Kinder, die die Möglichkeit haben, gemeinsam zu forschen, lernen, im Team zu arbeiten, Konflikte zu lösen und ihre Gedanken und Erkenntnisse mit anderen zu teilen. Dies fördert ihre sozialen Kompetenzen, ihre Kommunikationsfähigkeiten und ihre Fähigkeit, in Gruppen erfolgreich zu arbeiten. Dies wäre nicht nur in der akademischen Welt, sondern auch im späteren Leben von absolut eklatant für einen erfolgreichen Werdegang.

Eine Unterstützung der Pädagog:innen findet in Form von Schulungen und Austauschmöglichkeiten statt. So können Erzieherinnen und Erziehern, ihre Kenntnisse in den MINT-Bereichen erweitern und innovative Lehrmethoden erlernen, für ein noch inspirierenderes und forschungsfreundlicheres Umfeld in den Kitas. 

Wie jedes Jahr, findet MINT auch in diesem Jahr statt und kann von den frühkindlichen Bildungsinsitutionen genutzt werden. Wir legen diese Initiative allen pädagogischen Fachkräften wärmstens ans Herz. Durch die Integration von MINT-Aktivitäten im Kita-Alltag können Kinder nicht nur frühzeitig mit den Grundlagen von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vertraut gemacht werden, sondern auch ihr Interesse an diesen Bereichen entdecken und entwickeln. Pädagogische Schulungen, Projektkonzepte und experimentelle Materialien, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sind, ergeben hier eine Möglichkeit an diversen Ressourcen, die nicht ungenutzt gelassen werden sollten.





Weiterlesen
Presse VKMK Presse VKMK

Der Internationale Kindertag - Eine Feier der Bedeutung von Kindern und frühkindlicher Förderung

01.06.2023 - Wie jedes Jahr feiern wir auch dieses den Internationalen Kindertag. Ein Tag, um uns der Kostbarkeit der Jüngsten noch einmal bewusst zu werden. Ihn zu feiern ist jedoch nicht möglich, ohne sich gleichzeitig mit der großartigen Arbeit der vielen pädagogischen Fachkräfte auseinanderzusetzen, die den Grundstein für die Entwicklung der Kinder legen.

Wie jedes Jahr am 01. Juni feiern wir auch heute den Internationalen Kindertag. Ein Anlass, der uns daran erinnert, wie kostbar Kinder für unsere Gesellschaft sind. Und eine Zeit, die Bedeutung ihrer ganzheitlichen Entwicklung hervorzuheben, insbesondere durch frühkindliche Förderung. 

Kinder sind die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Sie sind die Zukunft, die Hoffnung und die Quelle der unendlichen Möglichkeiten. In ihnen steckt ein unglaubliches Potenzial, das es zu entfalten gilt. Die frühkindliche Förderung spielt hierbei eine entscheidende Rolle für ihre körperliche, kognitive, emotionale und soziale Entwicklung. Hier wird der Grundstein gelegt für ihr lebenslanges Wachstum.

Durch hochwertige Bildungsangebote, liebevolle Betreuung und ein anregendes Umfeld können Kinder ihre Fähigkeiten entfalten und ihre Talente entdecken.

Durch hochwertige Bildungsangebote, liebevolle Betreuung und ein anregendes Umfeld können Kinder ihre Fähigkeiten entfalten und ihre Talente entdecken. Den Internationalen Kindertag zu feiern ist nicht möglich, ohne sich gleichzeitig mit der großartigen Arbeit der vielen pädagogischen Fachkräfte auseinanderzusetzen, die sich täglich dafür einsetzen, die frühkindliche Förderung zu verbessern. Ihre Hingabe, ihr Fachwissen und ihre Leidenschaft sind der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für unsere Kinder. Gleichzeitig sollten wir uns daran erinnern, dass die Förderung von Kindern eine gemeinschaftliche Aufgabe ist. Es erfordert das Engagement und die Zusammenarbeit von Eltern, Erzieher:innen, Pädagog:innen und politischen Entscheidungsträgern.

“Den Internationalen Kindertag zu feiern ist nicht möglich, ohne sich gleichzeitig mit der großartigen Arbeit der vielen pädagogischen Fachkräfte auseinanderzusetzen.”

Wir sollten unsere Aufmerksamkeit darauf richten, wie wir die Qualität frühkindlicher Förderung weiter steigern können. Dies beinhaltet den Zugang zu hochwertigen Bildungs- und Betreuungsangeboten für alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Status. Nutzen wir diesen Tag als eine Gelegenheit zur Reflexion und zur Identifizierung von Bereichen, in denen noch Verbesserungspotenzial besteht. Nutzen wir den Tag, um uns unserer Verantwortung noch einmal bewusst zu werden, die wir als erwachsene Gesellschaft den Kindern gegenüber tragen.

Indem wir frühkindliche Förderung priorisieren, schaffen wir ein solides Fundament für ihre Zukunft und legen den Grundstein für eine gerechtere und bereichernde Gesellschaft.




Weiterlesen
Presse VKMK Presse VKMK

Der Bildungsgipfel 2023 - Eine Chance für den benötigten Weckruf?

“Bildung muss eine Chance für alle sein - unabhängig von der sozialen Herkunft” Ein Versprechen, das sich in den Zahlen und Statistiken bisweilen nicht wiederfinden lässt. Kann der diesjährige Bildungsgipfel als Weckruf dienen?

Diesen Dienstag, 14.03.2023 und Mittwoch, 15.03.2023, findet der Bildungsgipfel 2023 in Berlin statt, der als eine Erneuerung des Aufstiegs-Versprechen dienen soll:

“Bildung muss eine Chance für alle sein - unabhängig von der sozialen Herkunft”. - Ein Versprechen, das sich in den Zahlen und Statistiken bisweilen nicht wiederfinden lässt. 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung äußerte sich ernüchtert: “Die Ergebnisse der jüngsten Untersuchungen zum Kompetenzstand von Kindern und Jugendlichen sind alarmierend. Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg ist nach wie vor zu hoch.”

Neue Wege müssen beschritten werden, alte hinter sich gelassen, und man solle auch den Mut finden, auszuprobieren, um dem Versprechen auf Bildungschancen endlich Taten folgen zu lassen - so das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Berlins Bildungsministerin zitierte zum Auftakt eine Zeile aus dem Film “Sonne und Beton”:

“Manche starten drei Meter vor dem Ziel, andere starten mit drei Bleisäcken, 10 Meter vor dem Start.”

Bei so viel Einsicht dem aktuellen Ist-Zustand gegenüber, so viel Anerkennung der gesellschaftlichen Unterschiede, die Bildungsgleichheit nur dann umsetzbar werden lässt, wenn die individuellen, mannigfaltigen Herausforderungen mit einbezogen werden, ist es stark verwunderlich, dass hier im Vorfeld nicht jene stark mit einbezogen wurden, die vor Ort sind - sich mit den Problemfeldern tagtäglich auseinandersetzen und transparenten Einblick geben können, woran es mangelt und wo starker Bedarf umgehend gedeckt werden sollte.

Der Bildungsgipfel stieß bereits vor dem Auftakt auf scharfe Kritik. In einem gemeinsamen Appell äußerten sich 50 Stiftungen, Verbände, Gewerkschaften und Bildungsträger zu dem Treffen und betitelten dieses als zu “unambitioniert.” Hessens Schulminister sprach von Unprofessionalität.

Bei einer Vielzahl an Herausforderungen, denen sich sämtliche Bildungsinstitutionen, völlig gleich dem Altersabschnitt,  tagtäglich stellen müssen, ist ein Mangel an Qualität in der Bildungsvermittlung schon immer eine Frage des “wann?” gewesen. Und dieses “wann” ist nun einmal schon lange angekommen, eingetreten und hat sich in den Einrichtungen breit gemacht.

Wir hoffen, dass nicht nur die scharfe Kritik, sondern auch die Diskussionen, Gespräche, Erkenntnisse der kommenden 2 Tage, hier zumindest ein Augenöffnen bewirken und endlich erkenntlich machen:

Chancengleichheit und erfolgreiche Bildung sind eine Investitions-Frage

Gute Investitionen können nur dann umgesetzt werden, wenn die betroffenen Akteure direkt in den Prozess integriert werden. Nur so können wir die Problemfelder offen betrachten und Lösungen finden, die nicht nur temporär, sondern von Dauer sind. 

Wie können wir hoffen, Bildungschancen endlich gerecht umzusetzen, wenn wir nicht einmal dem Vorhaben, hier vernünftig zu agieren, die gerechte Chance einräumen, die es nun einmal benötigt? 

Die Bildungsinstitutionen verdienen eine Chance gehört zu werden, integriert zu werden, an der Umsetzung beteiligt zu sein. Nur so lässt sich die Chance auf Bildungsgleichheit langfristig umsetzen.


Weiterlesen
Presse VKMK Presse VKMK

Kita-Öffnung - wieder ein Bildungsangebot für alle Kinder

Bildungsangebot für alle Kinder

Lars Békési, Geschäftsführer der VKMK: „Wir als Verband begrüßen es deshalb außerordentlich, dass alle Kinder wieder ein Bildungsangebot erhalten werden und wir damit beginnen können, die Lockdown-Schäden in den Kinderseelen zu mildern.“

Am kommenden Dienstag, 9.3.21 werden die Berliner Kindertagesstätten vom Notbetrieb wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln. Wir begrüßen diesen Schritt halten und ihn im Hinblick auf die Kinder für unverzichtbar. Gleichzeitig stellt dieser Öffnungsschritt eine Herausforderung für einige Berliner Kita-Träger dar.

Führende Mediziner beschreiben regelmäßig die Infektionslage in Schulen und Kitas. So auch im Bildungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Ihr Empfehlungen lautet, möglichst schnell die Bildungseinrichtungen zu öffnen. Dafür gibt zwei Gründe. Einerseits ist der bereits erfolgte Entwicklungsschaden der Kinder so groß, dass eine Öffnung zwingend notwendig ist. Auch wenn die Schäden nicht zu beheben sind, müssen zumindest weitere Schäden vermieden werden. Andererseits haben Studien ein geringes Infektionsrisiko belegt, solange die Hygienemaßnahmen befolgt wurden.

Deshalb unterstützen wir den Senat bei seiner Entscheidung, die Kitas zur nächsten Woche zu öffnen. Das in Zeitungen zu lesende Chaos wird sich bei unseren Mitgliedern nicht einstellen. Als Sozialunternehmer haben sie bereits über die gesamte Pandemie hinweg Lösungen gefunden und Maßnahmen eingeleitet – in den meisten Fällen noch bevor sie Anweisungen der Senatsverwaltung erhalten haben. So wurden zum Beispiel Masken und Schnelltests schneller und preiswerter beschafft, als es der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie möglich war.

Hygieneschutz anpassen

Ein Ergebnis, das die medizinischen Studien zur Pandemie grundsätzlich zeigen, betrifft den Hygieneschutz. Solange die Hygieneregeln eingehalten werden, bleiben die Infektionszahlen in den Bildungseinrichtungen im Rahmen. Zusätzlich empfehlen Ärzte, unter anderen Prof. Dr. Klaus- Dieter Zastrow (Klinikum Ernst von Bergmann), eine Desinfektion des Rachenraums mittels eines Schleimhautdesinfektionsmittels, wie es z.B. von Zahnärzten seit Jahrzehnten verwendet wird.

Wenn Mund-Nasen-Masken, häufiges Testen und Desinfizieren des Rachenraums zum Hygienekonzept gehören, ist das Infektionsrisiko sehr niedrig und eine pädagogische Arbeit wieder möglich.

Lars Békési, Geschäftsführer der VKMK: „Wir als Verband begrüßen es deshalb außerordentlich, dass alle Kinder wieder ein Bildungsangebot erhalten werden und wir damit beginnen können, die Lockdown-Schäden in den Kinderseelen zu mildern.“

Weiterlesen