Verbindliche Kita-Zusagen für den nächsten Senat.

Berlin, 21. September 2026. Der VKMK – Der VKMK-Kitaverband gratuliert allen nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis gewählten Mitgliedern des neuen Berliner Abgeordnetenhauses. Der VKMK fordert die Parteien auf, die bevorstehenden Sondierungen für verbindliche Vereinbarungen zur Finanzierung und Qualität früher Bildung zu nutzen. 

 An die Berliner Linke und ihre Spitzenkandidatin Elif Eralp richtet der VKMK darüber hinaus eine ausdrückliche Erwartung: Sie müssen ihre Haltung zu Demokratie, religiöser Vielfalt und einem respektvollen Miteinander unmissverständlich bekräftigen und erläutern, wie sie diese Grundsätze in ihrer Partei und bei einer Regierungs-beteiligung durchsetzen werden. 

Eralps öffentliches Bekenntnis zum Schutz jüdischen Lebens und gegen Antisemitismus1 ist dafür ein Anknüpfungspunkt. Der VKMK erwartet, dass daraus ein verbindlicher Maßstab für das Handeln der gesamten Berliner Linken wird. Dazu gehören ein konsequentes Einschreiten gegen antisemitische und andere religiös diskriminierende Äußerungen, klare Verantwortlichkeiten und ein transparenter Umgang mit entsprechenden Vorfällen. Gewaltaufrufe dürfen bei Parteiveranstaltungen keinen Raum erhalten. 

Die Ausgrenzung einzelner Gruppen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Religions-zugehörigkeit widerspricht den Grundhaltungen, die unsere pädagogischen Fachkräfte Kindern täglich vorleben und vermitteln. In Kitas erfahren Kinder, dass sie unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder der Weltanschauung ihrer Familie dazugehören. Sie lernen, andere Sichtweisen anzuhören, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und Konflikte respektvoll auszutragen, so Lars Békési Geschäftsführer des VKMK. 

Aus Sicht des VKMK folgt daraus eine klare politische Verantwortung. Wer das Land regieren will, muss die gleiche Würde und die Religionsfreiheit aller Menschen schützen.

Der VKMK erwartet von der Linken und Elif Eralp, diese Verantwortung bereits in den Sondierungen ausdrücklich zu übernehmen und mit überprüfbaren Maßnahmen gegen Diskriminierung zu verbinden. Dieser Maßstab gilt für alle Parteien. 

 Für den künftigen Koalitionsvertrag benennt der VKMK seine Prioritäten: 

  1. Infrastruktur vorausschauend sichern. Eine Infrastruktur-Vorhaltekomponente soll bedarfsgerechte Kitaangebote bei vorübergehenden Belegungs-schwankungen erhalten. Grundlage muss eine transparente Planung sein, die regionale Entwicklungen und die Wahlmöglichkeiten der Familien berücksichtigt. 

  1. Qualität braucht realistische Refinanzierung. Die Finanzierung muss Personal-, Miet- und Sachkosten realistisch abbilden und regelmäßig angepasst werden. Leitung, Fachberatung sowie pädagogische Vor- und Nachbereitung brauchen ausreichend finanzierte Zeit. 

  1. Förderung am individuellen Bedarf ausrichten. Sprachliche und weitere Entwicklungsbedarfe müssen frühzeitig erkannt und kontinuierlich aufgegriffen werden. Beim für 2027 vorgesehenen Partizipationszuschlag fordert der VKMK Korrekturen: Zusätzliche Ressourcen für festgestellte individuelle Bedarfe müssen unabhängig vom Berlinpass-BuT und von den Einrichtungsschwellen von 20 und 40 Prozent zugänglich sein. 

  1. Freie Träger und pädagogische Vielfalt erhalten. Kleine und mittelgroße Träger sind das Rückgrat der Berliner Kitaversorgung in Berlin und sie brauchen gleichberechtigte Bedingungen sowie Planungssicherheit. 

  1. Die Kooperation mit Grundschulen refinanzieren. Für einen verlässlichen Übergang brauchen Kitas und Schulen finanzierte Personalzeit, feste Ansprechpartner und gemeinsame Förderplanung mit den Eltern. 

Der VKMK erwartet zu diesen Punkten konkrete Maßnahmen mit benannter Zuständigkeit, gesicherter Finanzierung und verbindlichen Terminen. Der Verband steht für die fachliche Ausarbeitung zur Verfügung. Gute frühe Bildung und der Schutz vor Ausgrenzung sind gemeinsame Voraussetzungen dafür, dass jedes Kind in Berlin sicher aufwachsen und seine Fähigkeiten entwickeln kann. 

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1 https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/abgeordnetenhaus-wahl-berlin-eralp-linke-100.html 

2 https://vkmk.de/presse/2026/9/8/berlin-handelt-mit-dem-partizipationszuschlag-entgegen-den-empfehlungen-der-expertinnen 

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