Vom Platzmangel zum Strukturwandel - Rechnerisch 18.200 Plätze weniger, bereits 78 Standorte geschlossen: VKMK fordert Vorhaltefinanzierung gegen das Kitasterben
Mit der neuen Kindertagesstättenentwicklungsplanung vollzieht Berlin einen grundlegenden Strategiewechsel. Der flächendeckende Kitaplatzmangel ist weitgehend überwunden. Nun droht die entgegengesetzte Entwicklung: Notwendige Kitas schließen, weil die nahezu ausschließlich kindbezogene Finanzierung bei sinkender Auslastung keine ausreichende Absicherung der Infrastruktur vorsieht.
Eine Aufgabe, zwei Systeme: Die strukturelle Asymmetrie zwischen öffentlichen und freien Kita-Trägern in Berlin
Der jüngst im Tagesspiegel erschienene Beitrag zur wirtschaftlichen Lage der Berliner Kita-Eigenbetriebe hat die aktuellen Spannungen im System erneut sichtbar gemacht. Die dort beschriebenen Defizite von rund 11 Millionen Euro im Jahr 2024 sowie die weiterhin unbesetzten Plätze sind zutreffende Befunde einer angespannten Realität.
Der Kita-Platz-Ausbau: Städtebauliche Verträge und die Herausforderungen des demographischen Wandels
Diese Woche wurde im Tagesspiegel eine bisher unbekannte und diskussionswürdige Zahl zur Kita-Platz-Situation in Berlin veröffentlicht: Jugendstaatssekretär Falko Liecke (CDU) erwähnte am 5. September in der 42. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie im Abgeordnetenhaus, dass zu Beginn des Kita-Jahres 2024/2025 etwa 34.300 Kita-Plätze ungenutzt seien, wovon der Tagesspiegel am 07. Oktober berichtete.