Vom Platzmangel zum Strukturwandel - Rechnerisch 18.200 Plätze weniger, bereits 78 Standorte geschlossen: VKMK fordert Vorhaltefinanzierung gegen das Kitasterben
Mit der neuen Kindertagesstättenentwicklungsplanung vollzieht Berlin einen grundlegenden Strategiewechsel. Der flächendeckende Kitaplatzmangel ist weitgehend überwunden. Nun droht die entgegengesetzte Entwicklung: Notwendige Kitas schließen, weil die nahezu ausschließlich kindbezogene Finanzierung bei sinkender Auslastung keine ausreichende Absicherung der Infrastruktur vorsieht.
Wie der Berliner Senat mit ungleichen Finanzierungs- und Steuerungslogiken die Vielfalt der Berliner Kita-Landschaft gefährdet
Die Berliner Kita-Landschaft ist bunt, heterogen und bietet eine Vielzahl unterschiedlicher pädagogischer Konzepte. Rund 1.200 Träger gestalten in unserer Hauptstadt täglich die Bildung und Betreuung von Kindern - von großen Trägern über die fünf kommunalen Träger bis hin zu kleinen Einrichtungen. Diese Heterogenität ist nicht nur wichtig, um das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern zu stärken und die Qualität der frühkindlichen Bildung durch Wettbewerb kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Eine Aufgabe, zwei Systeme: Die strukturelle Asymmetrie zwischen öffentlichen und freien Kita-Trägern in Berlin
Der jüngst im Tagesspiegel erschienene Beitrag zur wirtschaftlichen Lage der Berliner Kita-Eigenbetriebe hat die aktuellen Spannungen im System erneut sichtbar gemacht. Die dort beschriebenen Defizite von rund 11 Millionen Euro im Jahr 2024 sowie die weiterhin unbesetzten Plätze sind zutreffende Befunde einer angespannten Realität.