Jetzt die Belange von Kindern in den Fokus rücken - Schulen und Kitas zum Regelbetrieb zurückführen
Für die Folgen der Pandemiebekämpfung werden weder Autofahrer, Sparer noch Rentner bezahlen müssen, sondern die Jüngsten. Allmählich wird deutlich, wie ungleich die Folgen der Pandemiebekämpfung die Generationen belasten werden.
Für die Folgen der Pandemiebekämpfung werden weder Autofahrer, Sparer noch Rentner bezahlen müssen, sondern die Jüngsten.
Allmählich wird deutlich, wie ungleich die Folgen der Pandemiebekämpfung die Generationen belasten werden. So werden die Kinder, die ihrerseits durch die Corona-Pandemie am wenigsten gefährdet sind, seit dem 17. März am meisten belastet.
Bereits jetzt ist unstrittig, dass die Jüngsten in besonderer Weise unter den massiven Einschränkungen der frühkindlichen Bildung und des Schulbetriebs leiden.[1]
In der Diskussion um die Wiedereröffnung von Kindertagesstätten und Schulen müssen wir jedoch feststellen, dass Kinder als Objekte, die gefährlich sind, geschützt oder betreut werden müssen, dargestellt werden.[2] Im Zuge der Notbetreuung werden Kinder nach dem Bedarf aus einer Berufsliste[3] der Elternteile eingeteilt.
Dieses „Disponieren“ durch den Staat verdeutlicht, dass das Kindeswohl und im Besonderen das jeweilige Bedürfnis des Kindes keine Rolle spielt. Mithin werden Kinder ihres elementaren Grundrechts einer gesellschaftlichen Teilhabe - im Einklang mit dem Infektionsschutz - beraubt.
Staatlicherseits wird diese Beschneidung damit gerechtfertigt, dass Kinder ähnlich ansteckend sein könnten wie Erwachsene. Bezeichnend hierbei ist, dass bereits der Staat im reinen Konjunktiv argumentiert, da die Rolle von Kindern im Pandemiegeschehen keinesfalls geklärt ist.[4]
Wenn die Kinder immer noch die größten Einschränkungen und möglicherweise ihr ganzes Leben lang die Folgen der Corona-Krise tragen müssen, dann ist es eine Verpflichtung der Politik, ihre Belange auch ganz nach vorn zu stellen.
Die weiterhin sinkenden Infektionszahlen gebieten, dass die gesamte Spannbreite möglicher Maßnahmen für die Rückkehr zum Regelbetrieb von Kindertagesstätten und Schulen ausgeschöpft werden muss.
Denn die deutlich gestiegene Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die Erwachsenen durch die laufend aktualisierten Lockerungen wieder ermöglicht wird, steht erst recht den Kindern zu, so unser Geschäftsführer Herr Lars Békési.
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[1]Quelle(n): https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-krise-das-wird-ein-zangenangriff-auf-deutschlands-wohlstand-a-eaf27caa-342d-4aca-bcb1-e84b15ca5a2d „Wer wird in Deutschland die größte Last der Coronakrise tragen?“, fragte der SPIEGEL den Ökonomen Gabriel Felbermayr (Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW)) und er antwortete: "Junge Menschen." "Das führte zu Einkommensverlusten bis zur Rente. Wenn die Schulbildung leidet, spüren das die Leute 60 Jahre lang. Und ausgerechnet diese Generation wird dann auch noch für die Schulden aufkommen müssen, die jetzt gemacht werden." https://www.diw.de/de/diw_01.c.787809.de/oekonominnen_richten_bildungspolitischen_appell_an_die_politik.html
[2] bspw. im Infektionsgeschehen als „Virenschleudern“ bezeichnet
[3] Senatsverwaltung für Bildung, Jungend und Familie, aktuelle Liste der systemrelevanten Berufsgruppen gültig seit 14. Mai2020, https://www.berlin.de/sen/bjf/coronavirus/aktuelles/schrittweise-oeffnung-kita-und-kindertagespflege/
[4] vgl. u.a. Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Akademie für Kinder und Jugendmedizin (DAKJ) und dem Berufsverband der Kinder und Jugendärzte in Deutschland (bvkj e.V.) vom 18.05.20 , „Kinder und Jugendliche in der CoVid-19-Pandemie: Schulen und Kitas sollen wieder geöffnet werden. Der Schutz von Lehrern, Erziehern, Betreuern und Eltern und die allgemeinen Hygieneregeln stehen dem nicht entgegen“
Gehör verschaffen - der VKMK in der Abendschau des RBB
Gehör verschaffen - der VKMK in der Abendschau des RBB
In der Abendschau vom Donnerstag, den 14. Mai (19:30 Uhr), strahlte der RBB einen Beitrag aus, der mit einem Beispiel aus einer Berliner Kita begann. Anschließend wurde unser Geschäftsführer, Herr Lars Békési, zur derzeitigen Situation befragt. In der Kürze der Zeit konnte das Thema nur in seinen Grundzügen beschrieben werden.
Da wir - besonders in diesen Zeiten - immer einen engen Austausch mit unseren Mitgliedern führen, sind wir gut über die Herausforderungen und Sorgen der Kita-Träger in Berlin informiert. Um unser Wissen in Ergebnisse für unsere Mitglieder umzuwandeln, sind wir stets in engem Kontakt mit den Behörden und der Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist es, ein öffentliches Bewusstsein für die Probleme der Kitas in Berlin zu schaffen. Deshalb haben wir uns letzte Woche wieder sehr über die Einladung des RBB gefreut, zu diesem Thema Stellung zu nehmen.
In der Abendschau vom Donnerstag, den 14. Mai (19:30 Uhr), strahlte der RBB einen Beitrag aus, der mit einem Beispiel aus einer Berliner Kita begann. Anschließend wurde unser Geschäftsführer, Herr Lars Békési, zur derzeitigen Situation befragt. In der Kürze der Zeit konnte das Thema nur in seinen Grundzügen beschrieben werden.
Im Interview verwies Herr Békési auf die Forderung des VKMK an den Senat, „klare Rahmenbedingungen“ zu schaffen, was leider nicht geschehen sei. Stattdessen habe die Senatsverwaltung den „Konflikt auf die Eltern- und Kita-Ebene getragen“, was aus unserer Sicht unverantwortlich ist.
Für eine eingehendere Beschreibung der aktuellen Lage in den Einrichtungen unserer Mitglieder, finden Sie hier einen Bericht.