Eltern, Kitas und die Bedeutung der Kooperation in der frühkindlichen Bildung.
Die Wurzeln, die innerhalb der Familie geschaffen werden, bilden das Fundament für die Werte, Sozialisation und den emotionalen Halt, der für die Entwicklung von essenzieller Bedeutung ist. Doch blickt man über diesen Tellerrand hinaus, bemerkt man, dass der Rahmen, in dem sich unsere Kleinsten bewegen, gefüllt ist mit deutlich mehr Bezugspersonen, als nur jenen des familiären Kontextes. Bereits in den ersten Lebensjahren tritt die Kita - und mit ihr ihre pädagogischen Fachkräfte - als eine entscheidende ergänzende Einrichtung hinzu.
Zwischen den feierlichen Tagen, wenn alle zusammenkommen, rückt die Bedeutung von Familie oftmals wieder stark in den Fokus. Es ist eine Zeit, in der wir uns bewusst werden, wie entscheidend das familiäre Umfeld für die Entwicklung von Kindern ist. Die Wurzeln, die innerhalb der Familie geschaffen werden, bilden das Fundament für die Werte, Sozialisation und den emotionalen Halt, der für die Entwicklung von essenzieller Bedeutung ist. Doch blickt man über diesen Tellerrand hinaus, bemerkt man, dass der Rahmen, in dem sich unsere Kleinsten bewegen, gefüllt ist mit deutlich mehr Bezugspersonen, als nur jenen des familiären Kontextes.
Während die Familie das erste und primäre Umfeld eines Kindes darstellt, tritt bereits in den ersten Lebensjahren die Kita - und mit ihr ihre pädagogischen Fachkräfte - als eine entscheidende ergänzende Einrichtung hinzu. Das Kitapersonal verkörpert weit mehr als nur pädagogische Fachkräfte. Sie sind Anleiter, Unterstützer und Förderer, die sich mit Hingabe und gezielter Fürsorge der Entwicklung jedes einzelnen Kindes widmen. Ihre Rolle geht weit über das Unterrichten hinaus; sie schaffen eine unterstützende Umgebung, in der Kinder nicht nur lernen, sondern auch entdecken und wachsen können. Indem sie die Bedürfnisse jedes Kindes wahrnehmen und individuell darauf eingehen, prägen sie mit ihrer Arbeit nicht nur das Fundament der akademischen Kompetenzen eines Kindes, sondern auch die persönlichen und emotionalen Entfaltungsmöglichkeiten. Umso wichtiger ist es, dass Familien und Kitas hier im gegenseitig Verständnis der Kooperation miteinander agieren und kommunizieren und die essentielle Wichtigkeit des Austauschs wahrnehmen.
Der offene Austausch bietet nicht nur Nutzen für Eltern und pädagogische Fachkräfte, wie beispielsweise, eine erhöhte Vertrauensbasis, sondern weist auch diverse Vorteile für die Entwicklung des Kindes auf:
Ganzheitliche Unterstützung des Kindes: Eine offene Kommunikation ermöglicht es dem Kitapersonal, die Bedürfnisse, Interessen und Entwicklungsfortschritte des Kindes besser zu verstehen. Dadurch können sie gezieltere Unterstützung und Förderung bieten, die sich an den individuellen Bedürfnissen des Kindes orientiert.
Kontinuierlicher Informationsaustausch: Durch regelmäßige Gespräche und Informationen von beiden Seiten - Eltern und Kitapersonal - entsteht ein umfassendes Bild über das Kind. Dies hilft dabei, konsistente und koordinierte Ansätze für die Betreuung und Bildung des Kindes zu gewährleisten, sowohl zu Hause als auch in der Kita.
Förderung der Kontinuität und des Übergangs: Eine gute Kommunikation erleichtert den Übergang des Kindes zwischen Kita und Zuhause. Kontinuierliche Informationen und Austausch über den Alltag des Kindes helfen dabei, eine konsistente Erfahrung zu schaffen und den Übergang zwischen den beiden Umgebungen zu erleichtern.
Effektivere Lösungen für Herausforderungen: Wenn Eltern und Kitapersonal zusammenarbeiten, können sie gemeinsam Lösungen für Herausforderungen oder spezifische Bedürfnisse des Kindes entwickeln. Die Synergie aus verschiedenen Blickwinkeln und Erfahrungen kann helfen, besser auf individuelle Anliegen einzugehen und adäquate Lösungen zu finden.
Viele Augen sehen mehr.
Doch auch tiefere und komplexere Themen können schneller begriffen, erfasst und bearbeitet werden. Verhaltensauffälligkeiten können bemerkt, adressiert und im offenen Austausch abgeglichen und frühzeitig benannt werden. Dies bietet nicht nur einen Rahmen der optimalen Förderung, sondern, im Notfall, wie beispielsweise Auffälligkeiten, die auf Übergriffe hinweisen, auch einen Schutzrahmen für das Kind, der schnellstmöglich agieren kann. Gerade im noch non-verbalen Entwicklungsstadium des Kindes, kann es im Alltag eine Herausforderung für die Eltern darstellen, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Doch durch den aktiven Austausch mit dem Kita-Personal wird ihr Auge hierfür deutlich stärker geschult und auf Verdachtsfälle kann schnell Klarheit folgen.
Oftmals betonen pädagogische Fachkräfte die Wertschätzung, die sie seitens der Kinder und der Eltern erfahren. Genau so vehement betonen sie jedoch auch die eigene Wertschätzung gegenüber denErziehungsberechtigten. Ein offener, gezielter Austausch mit den Eltern ermöglicht es den Fachkräften, nicht nur das Vertrauen der Familien zu gewinnen, sondern auch ein tieferes Verständnis für die individuellen Bedürfnisse und die Persönlichkeit jedes Kindes zu entwickeln.
Es braucht ein Dorf.
Wie sagt man so schön? “Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen."
In unserer heutigen Zeit mag dieses Szenario oft außer Reichweite liegen. Viele Familien erleben nur wenig bis gar keine Unterstützung im privaten Umfeld, und alleinerziehende Eltern stehen vor noch größeren Herausforderungen. Daher ist es umso bedeutsamer, die verfügbaren Ressourcen zu nutzen, die wir haben; diejenigen, die mit Herz und Engagement an der bestmöglichen Entwicklung des Kindes interessiert sind.
Wie kann eine gute Kommunikation Seitens der Eltern aussehen, um die pädagogischen Fachkräften bei der Förderung der Kinder optimal zu unterstützen?
Regelmäßiger Austausch: Es ist wichtig, regelmäßig Gespräche mit dem Kitapersonal zu führen, sei es bei der Abholung oder durch festgelegte Elternabende. Dadurch können Eltern aktuelle Entwicklungen, Bedürfnisse oder Anliegen ihres Kindes besprechen und Informationen von der Kita erhalten.
Offenheit und Ehrlichkeit: Offene und ehrliche Kommunikation schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre. Eltern sollten sich ermutigt fühlen, Fragen zu stellen, Bedenken anzusprechen und Informationen über das Kind mitzuteilen.
Respektvolles Zuhören: Ein wichtiger Aspekt ist das aktive Zuhören. Die Perspektive des Kitapersonals zu verstehen und ihre Erfahrungen anzuerkennen, trägt zu einer konstruktiven Kommunikation bei.
Anerkennung und Wertschätzung: Das Wertschätzen der Arbeit des Kitapersonals und das Zeigen von Anerkennung für ihre Bemühungen kann dazu beitragen, eine positive Beziehung aufzubauen.
Kooperation und Unterstützung: Eine kooperative Haltung, bei der Eltern und Kitapersonal zusammenarbeiten, um das Wohlbefinden und die Entwicklung des Kindes zu fördern, ist von großem Wert. Eltern können das Kitapersonal bei der Umsetzung von Zielen oder spezifischen Bedürfnissen des Kindes unterstützen.
Feedback geben: Die Eltern können auch konstruktives Feedback über die Aktivitäten und den Fortschritt ihres Kindes in der Kita geben. Dabei ist es wichtig, sowohl positive als auch konstruktive Kritik sachlich und respektvoll zu äußern.
Diese Verschmelzung von familiären Einflüssen und pädagogischem Fachwissen ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung und Bildung, die über die Grenzen der Kita hinausgeht. Sie bietet den Kindern eine facettenreiche Erfahrung, in der sie von verschiedenen Blickwinkeln, Erziehungsmethoden und Werten profitieren können. Die Eltern bringen ihre individuelle Perspektive und die einzigartige Dynamik ihres familiären Umfelds ein, während das Kitapersonal sein spezialisiertes pädagogisches Fachwissen und seine Erfahrung einbringt. Die weihnachtliche Zeit des Miteinanders erinnert daran, dass die Entwicklung der Kinder nicht allein durch die Familie oder die Kita erfolgt, sondern durch die engagierte Zusammenarbeit beider Seiten. Es ist eine Gelegenheit die bedeutsame Rolle, die die Eltern-Kita-Partnerschaft spielt zu würdigen Diese partnerschaftliche Dynamik birgt den Schlüssel, um Kinder auf ihrem individuellen Bildungsweg bestmöglich zu unterstützen und zu fördern.
VKMK drängt auf schnelle Umsetzung des TV-L Tarifabschlusses für Berliner Kitaträger vor Weihnachten
Der VKMK appelliert an den Berliner Senat, nicht nur die zweistufigen Anpassungen, sondern auch nunmehr die Hauptstadtzulage in die Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen für Kinder (RV-Tag) innerhalb der nächsten zwei Wochen zu integrieren und umzusetzen.
Berlin, 13.12.2023 – Der Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK) appelliert an den Berliner Senat, den jüngsten Tarifabschluss zwischen der Tarifgemeinschaft der Länder (TV-L) und den Gewerkschaften zeitnah umzusetzen. Der Abschluss, datiert auf den 9. Dezember 2023, markiert einen bedeutenden Schritt für die hochengagierten Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst.
Die Rückkehr Berlins als vollwertiges Mitglied in die Tarifgemeinschaft TV-L und die Übernahme der Hauptstadtzulage von 150 Euro pro Monat als festen Bestandteil des neuen Tarifvertrages stellen wichtige Entwicklungen dar. Zusätzlich beinhaltet der Abschluss eine steuer- und sozialabgabenfreie Inflationsprämie, eine zusätzliche Stadtstaatenzulage sowie eine zweistufige Erhöhung der Entgelte.
Für den VKMK ist es von höchster Dringlichkeit, die verbindliche Finanzierung vor Beginn der Weihnachtsfeiertage zu regeln. Die freien Kitaträger, welche 89,1 % aller Kitaplätze in Berlin bereitstellen, stehen vor der Herausforderung, die erforderlichen finanziellen Mittel für die steuer- und sozialabgabenfreie Inflationsprämie in Höhe von 1.800 Euro pro Beschäftigter/m aufzubringen.
Die aktuelle Regelung des Tarifvertrags berücksichtigt jedoch lediglich pädagogische Fachkräfte und vernachlässigt die Beschäftigten aus Verwaltung und Hauswirtschaft vollumfänglich, ähnlich der vergangenen Corona-Prämie seitens des Berliner Senats. Dies steht im Widerspruch zur gebotenen Wertschätzung und Anerkennung der vielfältigen Arbeit der Kitateams. Weiterhin stellen die bürokratischen Verzögerungen im Umsetzungsprozess ein deutliches Hindernis dar. Obwohl eine unverzügliche Festlegung der Tarifergebnisse in der Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen für Kinder (RV-Tag) innerhalb von zwei Monaten gefordert wird, verursacht diese zeitliche Einschränkung für die freien Träger Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit ihren Mitarbeitenden in der Vorweihnachtszeit.
Der VKMK appelliert an den Berliner Senat, nicht nur die zweistufigen Anpassungen, sondern auch neben der Stadtstaaten-Zulage nunmehr die Hauptstadtzulage in die Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen für Kinder (RV-Tag) innerhalb der nächsten zwei Wochen zu integrieren und umzusetzen.
Die rechtzeitige Bereitstellung der Mittel für die Inflationsausgleichsprämie vor dem 1. Januar 2024 wäre zudem ein bedeutendes Zeichen der Wertschätzung für die Beschäftigten in der frühkindlichen Bildung.