Wir Freien Kitaträger fordern ein Ende der gezielten Wettbewerbsverzerrung für Ihre Beschäftigten in Berlin

Verwirrung und Uneinigkeit nach politischer Kehrtwende

Seit knapp sechs Tagen herrscht Unverständnis unter den freien Trägern in Berlin. Die politischen Beschlüsse zur Hauptstadtzulage in der Tarifeinigung führten zu Verwirrung und Uneinigkeit. Nach der ursprünglichen Zusicherung die Hauptstadtzulage auch für die Beschäftigten der Freien Kitaträger zu gewähren, kam es am 23.02.2024 zu einer Kehrtwende durch Staatssekretärin Tanja Mildenberger. 

Fachkräftemangel und finanzielle Mehrfachbelastungen

Freie Kitaträger kämpfen seit Jahren mit einem Fachkräftemangel und wirtschaftlichen Herausforderungen. Insbesondere die seit Jahren massiv steigenden Gewerbemieten bringen kleine und mittlere Kitaträger zunehmend in Bedrängnis, da hierfür keine entsprechende Refinanzierung durch das Land Berlin erfolgt.

Forderung nach Gleichbehandlung und Anerkennung

Um die freien Kitaträger und ihre Beschäftigten zu entlasten und ihren Beitrag zu würdigen, fordern wir die freien Kitaträger die Hauptstadtzulage auch für unsere Kitateams auszuzahlen. Die Hauptstadtzulage, seit 2020 an Landesbedienstete gezahlt, muss auch für Beschäftigte freier Kitaträger gelten. Eine gerechte Maßnahme, um die Ungleichbehandlung zu beenden und gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit zu gewährleisten. 

Vertrauensverlust trotz Zusicherungen

Trotz Versicherungen des Senats, insbesondere durch die Senatsverwaltung für Soziales im letzten Jahr, wurde am 27.02.2024 durch die Senatsfinanzverwaltung verkündet, dass die Hauptstadtzulage tariflich nicht an die Beschäftigten der freien Kitaträger ausgezahlt werden kann. 

 

Dem gegenüber versichert die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Frau Katharina Günther-Wünsch auf unsere Rückfrage hin, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sich auch weiterhin dafür einsetzen wird, eine gerechte Regelung zu finden, die die wichtige Arbeit der freien Träger angemessen berücksichtigt. 

  

Wir begrüßen diese Botschaft und unterstreichen zudem das die Umsetzung der Hauptstadtzulage für die Beschäftigten der freien Kitaträger ein überfälliges und wichtiges Signal der Anerkennung ist.